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Wissenswertes 50


Bush will Waffen an Saudi-Arabien verkaufen (Zit. Aftenposten.no v. 28.7.2007)

Präsident Bush will Waffen für ca. 120 Milliarden nkr an Saudi-Arabien verkaufen und bittet den Kongreß, dies abzusegnen. Diese Pläne haben Israel und seine Handlanger im Kongreß nervös gemacht, Bush aber hofft, die bittere Pille zu versüßen, indem er Israel weitere Militärhilfe für nahezu 180 Milliarden nkr in den nächsten 10 Jahren verspricht.

Die Lieferungen an Saudi-Arabien sollen alles umfassen, von satellitengesteuerten Bomben bis zu modernsten Kampfflugzeugen und neuen Marinefahrzeugen, schreibt die NY Times. Das Pentagon will auch gewisse Restriktionen mit dem Verkauf verbinden und fordern, daß die hochmodernsten Waffen nicht auf Flugbasen in der Nähe von Israel gelagert werden, sagen unterrichtete Quellen zur NY Times.

Selbst in der Bush-Administration herrscht eine gewisse Unsicherheit zum geplanten Waffenverkauf, u.a. weil einige meinen, Saudi-Arabien mit seinen sunni-muslimischen Herrschern hätte mehr zur Unterstützung im Irak tun können.

Condoleeza Rice und der Vtdg.-Minister Robert Gates besuchen S.A. nächste Woche und werden bei diesem Besuch unterstreichen, daß es wichtig sei, den Druck auf Iraks militante Sunni-Araber zu erhöhen.

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Gorbatschow mit harscher Kritik an den USA (Zit. ap.no v. 28.7.2007)

Der frühere Sowjetführer Michail Gorbatschow äußert harsche Kritik an den USA und behauptet, die Amerikaner hätten ernste strategische Fehler gemacht.

Der Fall der Sowjetunion (SU) habe die USA in eine aggressive Großmachtstimmung gebracht, was dazu geführt habe, daß das Land eine Reihe grober strategischer Fehler gemacht habe, meint Gorbatschow.

- die Idee einer neuen Großmachtgewalt, über einen Alleingang, wurde geboren. Unilaterale (einseitige) Handlungen und Kriege folgten;

- Washington habe weder Rücksicht auf den Sicherheitsrat genommen, das Völkerrecht oder den Willen des amerikanischen Volkes, meint er.

Bei einer Pressekonferenz am Freitag in Moskau ging der frühere Sowjetführer, Nobelpreisträger von 1990, ungewöhnlich hart im Ton gegen die USA vor.

- Die Amerikaner wollen so gerne gewinnen. Dieser Gewinnerkomplex ist wie eine Krankheit bei ihnen, und dies ist die Ursache dafür, daß alles in der Welt jetzt so schwierig und verwirrend ist, sagt Gorbatschow.

Er fordert zu verstärkter Zusammenarbeit auf, hat aber wenig Hoffnung auf eine Kursänderung, solange Bush nicht aus dem Weißen Haus raus ist.

- Ich glaube nicht, daß wir unter dem derzeitigen amerikanischen Präsidenten die Situation, so wie sie sich entwickelt hat, ändern können. Das ist gefährlich. Die Welt erlebt jetzt eine Zeit mit zunehmender globaler Unordnung, sagt Gorbatschow.

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Jetzt kommt das Kreml-gesteuerte Geschichtsbild in die russischen Schulen (Zit. ap.no v. 27.7.2007)

Präsident Putin traf diese Woche Schüler, die Angehörige der Kreml-freundlichen Jugendorganisation in der Stadt Zavidovo sind, 120 km nordwestlich von Moskau. Jetzt sorgt er dafür, daß es neue Lehrbücher in Geschichte und Gemeinschaftskunde gibt - nach dem Geist des Kreml.

Die neuen Lehrbücher stellen Putin als Held dar, die USA als Feind und Stalin als einen Führer, der tat, was getan werden mußte. Trotz Protesten von Historikern sollen die Lehrer gezwungen werden, das Kreml-Auftragswerk im Unterricht zu verwenden.

Wir sehen, daß praktisch jede bedeutungsvolle Handlung mit dem Namen und den Taten von Präsident V.V. Putin verbunden ist,“ steht im Buch „Neueste russische Geschichte 1945 – 2006“. In demselben Buch werden Stalins Unterdrückungen beschrieben als „ ein Mittel, extreme Aufgaben unter extremen Verhältnissen zu lösen“.

- Ziel der neuen Bücher ist es, ein Gefühl nationalen Selbstwertgefühls zu erzeugen. Dies sei ein Schritt in Richtung eines gefährlichen Nationalismus', sagt der Historiker Nikita Sokolov zu ap.no.

Auftragswerk – Auf einer Lehrerkonferenz im Juni wurden den Lehrern der Höheren Schulen neue Lehrpläne in neuerer Geschichte und Gemeinschaftskunde präsentiert. Die Bücher stellen Putin als Held dar, die USA als Feind, und Stalin als einen Führer, der tun mußte, was getan werden mußte.

Seit Anfang der 90er Jahre war es erste Priorität der USA in der internationalen Politik, ein weltumspannendes Imperium zu errichten. Das wichtigste politische Steuerungsprinzip für ein Imperium ist 'teile und herrsche'. Eine der Strategien, die die USA gebrauchten und weiterhin benutzen, ist es, Rußland von den anderen früheren Sowjetländern zu isolieren,“ steht im Gemeinschaftskundebuch „ Die globale Welt im 21. Jahrhundert“.

Die Lehrerdirektiven, die geschrieben wurden auf Bestellung der russischen Präsidialverwaltung, sollen die Schüler ausrüsten mit „der rechten Einstellung“ und handeln nicht so sehr „ über Fakten, sondern über deren Logik und Konsequenzen,“ wie dies in der Einleitung zum Geschichtsbuch steht. Die Proteste der Lehrer und Historiker führen zu nichts.

- Sie sollen die Kinder unterrichten nach den Büchern, die Sie bekommen, und wie dies Rußland zuträglich ist, sagte einer der Mitverfasser des neuen Geschichtsbuches, Pavel Danilin, in seinem Blog im Internet.

- Die Dummheiten, die sich in euren bocksbärtigen Köpfen finden, werden entweder verschwinden wie Tau in der Sonne, oder ihr werdet aus dem Unterricht verschwinden, schrieb er weiter. Und es ist deutlich, daß die Drohung von Danilin ernstgenommen wird.

Kein Weg dran vorbei – Es gibt viele, die sich besorgt zeigen wegen dieser Bücher, aber nur wenige, die etwas sagen. Wenn die Bücher jetzt im August herauskommen, wird sowieso jede Diskussion darüber erstickt werden, sagt Sokolov.

Die Sowjetunion war keine Demokratie, aber ein Leuchtturm und ein Beispiel für ein besseres, gerechteres Gemeinwesen für viele Millionen Menschen in der ganzen Welt,“ heißt es in einem Buch. Kurz nachdem die neuen Bücher präsentiert wurden, erließ die Duma in aller Stille eine Ergänzung zum Ausbildungsgsetz. Jetzt werden alle Lehrer ausschließlich nach den anbefohlenen Lehrbüchern unterrichten.

- Die Präsidialverwaltung versucht, die Entwicklung zurückzudrehen wie es in der Sowjetunion war, wobei die neuen Geschichts- und Gemeinschaftskundebücher ein Teil davon sind, sagt Sokolov.

Über 70 Jahre lang wurde die Innenpolitik in westlichen Ländern ausgerichtet auf die Menschenrechte, wobei ein nicht unbedeutender Einfluß der Sowjetunion ein Rolle gespielt habe,“ lautet eine andere Behauptung.

- Von hier aus gibt es nur einen Weg, und zwar in Richtung wachsender Nationalismus. Der Jugend soll eingehämmert werden, daß wir keinen anderen brauchen bei unserer eigenen Vortrefflichkeit. Die Obrigkeit hat einen Prozeß begonnen, der schwer zu stoppen ist, sagt Sokolov.

Nach der Zeitung Moscow Times ist keiner der Buchverfasser Fachhistoriker.

Der Hauptverfasser des Geschichtsbuchs, Aleksandr Filipov, hat einen echten Bachelorgrad in Geschichte, ebenso Mitverfasser Danilin. Aber der einzige 'Historiker', der als Beitragsautor erwähnt wird, Anatolij Utkov, sagt selbst, daß er mit den Büchern nichts am Hut gehabt habe. Die Bücher weisen keine Referenzen auf, nur eine Literaturliste, und es ist nicht angegeben, woher die einzelnen Zitate stammen.

- Die Zitate sind falsch gebraucht und auf den Kopf gestellt, so daß sie eine andere Bedeutung bekommen. Und es wurden Quellen ohne Glaubwürdigkeit verwendet, wie z.B. Molotov oder Stalins Tochter, sagt Sokolov. Er meint, daß eins der Probleme darin besteht, daß viele, die hinter den Verbrechen der Sowjetzeit stehen, heute noch an der Macht sitzen.

Und er hat Angst vor den Konsequenzen, wenn die beiden Richtlinien für die Lehrer zu dem führen, was die russische Jugend über die russische Gesellschaft und die Welt ringsum lernen soll.

- Es wird so dargestellt, als ob Rußland schon immer autoritär geführt worden sei, und daß es genau das sei, was wir brauchen, und was hier allein funktioniert.

- Diese Bücher werden katastrophale Folgen zeitigen. Die Russen werden wieder so weit kommen, Rußland als Festung anzusehen, umringt von Feinden. Es wird so dargestellt, als ob der Westen immer unser Feind war und ist, allen voran die USA.

Aleksandr Filipov, Hauptverfasser des Geschichtsbuchs, will sich nicht von ap.no interviewen lassen. Er arbeitet jetzt an den Lernbüchern für die russischen Schüler. Diese sollen nach Plan nächsten Herbst fertig sein.

Drei Dinge solltet ihr über die Sowjetunion wissen: Nach der bolschewistischen Revolution im Jahre 1917 entwickelte sich das zaristische Rußland in Rekordzeit von einer Agrargesellschaft zur zweitgrößten Industrienation der Welt. Diese Sowjetunion wurde 1922 aus vier Sowjetrepubliken errichtet: der russischen, weißrussischen, der ukrainischen und der transkaukasischen. Zum Schluß waren es sechszehn. Die Union wurde 1991 aufgelöst.

Vielleicht können wir einmal erfahren, in welcher Weise die Geschichte Deutschlands, besonders Nachkriegs-Deutschlands, in dem neuen Geschichtsbuch dargestellt wird. Im übrigen scheint ein Traum unserer verehrten Frau Kasner angesprochen zu sein, die ja schon angekündigt hat, daß die Demokratie, was immer sie als Sozi-Einpeitscherin darunter verstehen mag, nicht auf ewig garantiert sei. Da in diesem Kasner-Gröraz wohl kaum von einer Demokratie die Rede sein kann, kann sie sich ja als Alternative aufmachen, einmal den Sinn und Zweck z.B. des Art. 146 GG zu studieren. Sie wird entsetzt feststellen, daß da von einem 'Volk' die Rede ist, und dazu noch von einem "gesamten deutschen Volk" - einfach entsetzlich! Wo ist der Schräuble? Jetzt aber mal vorwärts, und kümmere dich nicht um das Geschwätz einer Zypries! Wie ich neulich in ...hausen schon sagte: wir müssen einfach machen, machen, machen! Die Zeit rennt uns davon! Wenn jetzt noch Rockefeller und Rothschild innerhalb 24 Stunden von den Yakuza abserviert werden, dann kommt hier womöglich noch die Wahrheit ans Licht?! Kann das Militär endlich im Inneren aufziehen, oder wie weit sind wir eigentlich? Ach ja, unsere US-Freunde haben ja hier inzwischen wieder Kriegsstärke erreicht, das wird wohl für den Anfang genügen, hoffe ich!

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Kleiner Vorgeschmack, wenn demnächst die Banken und Läden dicht sind - Der 17. Mord an einem Teenager erschüttert London (Zit. ap.no v. 27.7.2007)

Der 16Jährige wurde gejagt, erschossen und getötet von einer maskierten Gang in London.

Der 16jährige Abukar Mahamed ist der 17. Teenager, der erschossen und getötet oder erstochen wurde - so weit die Bilanz in London dieses Jahr. Mahamed wurde von einer maskierten Gang auf Mopeds gejagt und er versuchte, sich hinter einem Baum zu verstecken. Die Gang stellte ihn, er wurde ins Gesicht geschossen, nach Daily Mirror.

Die Gang umringte und schoß auf ihn ins Gesicht. Ich konnte ihn noch nicht einmal schreien hören, sagte ein Augenzeuge zur Zeitung.

Der Mord geschah in Stockwell Gardens Estate in Stockwell in London. Augenzeugen hörten zwischen drei und fünf Schüssen. Ein anderer Augenzeuge sprach von "gesetzlosen Zuständen" in der Nachbargegend. - Ich habe Teenager hier mit dem Moped und Waffen in Händen gesehen, sagt ein Bewohner, der aus Angst vor Repressalien anonym bleiben will. Die Jugendgangs bekamen den Namen "Hoodies", weil sie zwar nichts mit Robin Hood zu tun haben, aber ebenfalls maskiert sind mit Hauben und Tüchern.

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Und hier haben wir die modernen Innenstädte nach der Traumvorstellung von Frau Kasner, in denen die Arbeitnehmer der "brummenden" Wirtschaft wohnen - nachdem die vorsorgliche Säuberung nach den Plänen von Herrn Schräuble erfolgreich abgeschlossen wurde.

"Der Chef hat gesagt, hier würde sich jemand 'Reichsbürger nach RuStaG 1913' nennen! Ob der nachher auf seinem rechtlichen Gehör besteht?" "Mach nicht so lange rum, Edde, Schräuble hat schon den nächsten gesichtet, der behauptet, das Grundgesetz wäre nie ratifiziert worden!"

So, das dürfte reichen, hier braucht keiner mehr rechtliches Gehör!

Und hier noch die neue BRD-Präsidentenjacht, angepaßt an die (tatsächliche )Kassenlage:


Und hier noch die Ergebnisse der Regierungspolitik in diesem Jahr - aber der Deckel muß noch weg, und zwar sofort!


 

Auf den Punkt gebracht... Der deutschstämmige amerikanische Journalist Henry H. Mencken (1880 - 1956) stellte u.a. fest:

"Der ganze Zweck praktischer Politik besteht darin, die Bevölkerung in Alarmstimmung zu halten, so daß sie nach Sicherheit schreit, indem man sie ununterbrochen mit einer Reihe imaginärer Kobolde in Angst versetzt."

und:

"Jeder anständige Mensch schämt sich der Regierung, der er unterstellt ist."

und besonders:

"Keiner ist je dadurch bankrott gegangen, daß er die Intelligenz des amerikanischen Volkes unterschätzt hat."

Das Volk kann bestimmt nichts dafür - es sind und bleiben die Anführer an der Spitze, die den Geldhahn besonders bei der Bildung zugedreht halten, damit "Intelligenz" von vornherein keine Chance im Volk hat; Gojim brauchen das nicht, das könnte nur unnötig gefährlich werden. Man sieht aber, daß die Maximen der Machtpolitik immer dieselben waren, und daß diese immer wieder beim Namen genannt wurden.Besser kann ein Herr Schräuble nicht entlarvt werden. Wäre schön, wenn die Yakuza auch hier einmal das eine oder andere Ultimatum verkünden würden. Übrigens hört man aus diesen Kreisen, daß die chinesische Abteilung jedem Erdenbürger 100.000 Dollar zukommen lassen wollen (und auch können!), um das Finale mit der nötigen Beschleunigung zu inszenieren.

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29. Juli 2007




Bild: Israel habe den Holocaust ausgenutzt, um seine eigene Brutalität gegenüber Palästinensern und Libanesen zu entschuldigen, meint Avraham Burg – hier fotografiert zusammen mit seinem damaligen Kollegen und früheren Staatspräsident Ahmed Qurie im Jahre 2002 (Zit. ap.no v. 29.7.2007)

Warnt vor jüdischem Rassismus

Der Staat Israel ist nicht frei von einer Art von Haltung, die seinerzeit Nazi-Deutschland prägte, behauptet der frühere Präsident der Nationalversammlung (Knesset). Israel muß aufhören, ein jüdischer Staat zu sein, meint der frühere Knesset-Präsident Avraham Burg. Israel muß aufhören, ein jüdischer Staat zu sein. Israel hat den Holocaust ausgenutzt, um seine eigene Brutalität gegenüber den Palästinensern und Libanesen zu entschuldigen. Der Gedanke an Gottes auserwähltes Volk bildete die Grundlage für eine „jüdische Rassendoktrin“.

Schon mal vorher gehört? Ganz sicher. Aber nicht von einem früheren israelischen Spitzenpolitiker, der dazu noch Präsident der Nationalversammlung war und Vorsteher der Welt-Zionistenorganisation.

Diese Behauptungen finden sich in einem Buch von Avraham Burg, ein Buch, das in Israel wie eine „Bombe“ einschlug, nach der Zeitschrift The Jerusalem Report.

Exklusivität - Einer der Ausgangspunkte in Burgs Buch „Hitler besiegen“ ist, daß der Judaismus auf der einen Seite eine universelle Religion sei, die an alle Menschen appellieren könne, aber auf der anderen Seite eine Religion ausschließlich für das jüdische Volk.

Jetzt meint er, die Israelis hätten sich zu weit wegbewegt vom Universellen im Judentum, und daß sie stattdessen die Exklusivität für sich in Anspruch genommen hätten. Am dramatischsten sei dies nach Burg zum Ausdruck gekommen in einer rassistischen Doktrin, die nicht nur von extremen Gruppen verfochten werde, sondern die auch unerwartet breite Unterstützung in der Knesset habe.

Eine faktische Bedrohung – Dies sei eine Doktrin, die nach Burg „ eine faktische Bedrohung gegen die moderne jüdische Identität und den Staat Israel darstelle“, nicht zuletzt weil „ die israelische Öffentlichkeit, jedenfalls unbewußt, bereit sei, diese zu akzeptieren.“

Burgs Gesichtspunkte wurden im letzten Monat in einem längeren Interview mit der Zeitung Haaretz vertieft, wo diese mit rasenden Kommentaren der Leserschaft versehen wurden. Einige forderten, Burg müsse sein israelischer Paß abgenommen werden zusammen mit seiner israelischen Staatsbürgerschaft. Andere nannten ihn einen Heuchler und bezeichneten ihn als einen „arroganten, zynischen, brutalen und bösen Kerl“.

Die Nürnberger Gesetze – Israel ist heute da, wo Deutschland sich zu Beginn des nazistischen Regimes befand, als die humane und kulturelle deutsche Gesellschaft im Zusammenbruch war, behauptet Burg.

Nach der Jerusalem Report sagt er voraus, daß „der Tag nicht mehr weit weg ist, an dem die Kenesset das Gegenstück zu den 'Nürnberger Gesetzen' beschließe, die der damaligen Judenverfolgung in Deutschland zugrundelag. Dies könne geschehen durch Gesetze, die die Ehe oder sexuelle Verbindungen zwischen Juden und Arabern verbieten, oder die es Arabern verbieten, z.B. jüdische Putzhilfen oder Arbeiter anzustellen.

- Alles das wird geschehen, und ist bereits in vollem Gang, behauptet er.

Holocaust - Wenn es um die Massenvernichtung von Juden – und anderen - unter den Nazis geht, dies vor und während des Zweiten Weltkrieges, so klagt Burg die Israelis dafür an, daß sie diese zu einer exklusiven jüdischen Tragödie machen, wo diese doch im weiteren Sinne ein Verbrechen gegen die Menschheit war, das auch unter anderem die Zigeuner, Homophilen, die geistig Behinderten und die Slawen getroffen habe. Burg gebraucht die hebräische Bezeichnung Shoa - „Vernichtung“ - für diese Tragödie und schreibt, daß Israel diese ausgenutzt und als Entschuldigung für seine eigene Brutalität gegen andere benutzt habe.

- Die Shoa ist unser Leben. Wir haben diese aus ihrem historischen Zusammenhang entfernt und diese in einen Anspruch und eine Begründung zu jedweder Handlung umfunktioniert. Alles wird am Holocaust gemessen. Gleichzeitig habe Israel es abgelehnt, andere Völkermorde anzuerkennen, wie die Ausrottung Hundertausender Armenier im Osmanischen Reich vor knapp hundert Jahren, zeigt er auf.

Aufsehenerregend – Für den, der Burg einige Jahre gefolgt ist, kommt sein neues Buch als keine große Überraschung. Vor vier Jahren schrieb er bereits einen aufsehenerregenden Artikel in Israels größter Zeitung Yediot Ahronot, in dem er den Vorwurf erhob, daß Israel entweder die Wahl habe zwischen der Demokratie oder der rassistischen Unterdrückung.

Der Artikel wurde später im britischen Guardian wiederholt in leicht umgearbeiteter Form. Hier schreibt Burg, daß, wenn das jüdische Volk sein zweitausendjähriges Exil überlebt habe, dann sei dies nicht geschehen, um Erfinder neuer Waffensysteme zu werden: - Wir sollten ein Licht für die Nationen sein. Hier haben wir gefehlt, heißt es. Gleichzeitig richtet er knallharte Kritik gegen Israels Siedlungspolitik in den besetzten Palästinensergebieten und schreibt, daß diese Politik „betrieben werde von einer amoralischen Clique von korrupten Gesetzesbrechern, die taube Ohren haben für ihre eigenen Landsleute und ihre Feinde. Ein Staat, der keine Gerechtigkeit habe, könne nicht überleben."

Neue Staatsform – Der Staat Israel baut auf dem Gedanken des Nationalstaates, aufgebaut auf der Grundlage ethnischer – oder in diesem Falle religiöser – Grenzlinien. Dies sei nach Burg eine veraltete Staatsform, deshalb schlägt er vor, daß Israel, anstatt ein jüdischer Staat zu sein, ein Staat werde „für alle seine Juden und alle seine Einwohner“, das heiße also, auch für die nicht-jüdische Minorität, die ein Fünftel der Bevölkerung ausmache.

In einer Welt, die in zunehmendem Maße aus miltikulturellen Gesellschaften bestehe, und die sich zu den Menschenrechten bekenne, könne Israel sich nicht länger an eine enge und nationalistische Vision klammern, meint Burg.

Stattdessen wünscht er, daß Israel umgeformt werde zu einem Land, das auf unsiverselle jüdische Werte baue, das ein Zentrum für jüdische Kultur sei, und nicht ein Land für jüdische Exklusivität und Diskriminierung anderer.

Fünf Punkte, die man über Avraham Burg wissen sollte: Geboren am 19. Januar 1955 in Jerusalem. Sohn von Yosef Burg, nationalreligiöser Führer und lange Jahre Minister. Aktiv in der Bewegung 'Frieden jetzt!'. Wurde zum erstenmal in die Knesset im Jahre 1988 als Mitglied der Israelischen Arbeiterpartei gewählt. War in den Jahren 1995 bis 99 Vormann in der Zionistischen Weltorganisation. Knesset-Präsident von 1999 bis 2003, fungierte kurze Zeit als Israels Staatsoberhaupt. Zog sich 2004 aus der Politik zurück, wurde Geschäftsmann und übersiedelte nach Frankreich. Er hat französische und israelische Staatsangehörigkeit.

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Wie eben zu hören war, fehlen nur noch 2 Senatoren-/ Kongreßstimmen für das Impeachment (Amtsenthebungsverfahren) gegen Bush!

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Und hier die Antwort....

Ex Finanzminister-Vize Paul Roberts verrät uns jetzt Bushs Putsch-Plan!

Der frühere stellvertretende Finanzminister unter Reagan, Paul Roberts, warnt vor einem Putsch, der sich in der Vorbereitung befindet.

Um den ansonsten bevorstehenden totalen Machtverlust zu verhindern, beabsichtigten Bush und führende Mitglieder der republikanischen Partei die Errichtung einer Diktatur durch Ermächtigungsgesetze. Legitimiert werden solle dies durch die Vortäuschung islamistischer Terroranschläge. [Das Dekret dafür hat er sich bereits ausgestellt./ Vgl. Wisnewski]

Roberts erwartet, dass Bush, Cheney und ihre Anhänger nicht bereit sind, freiwillig von der politischen Bühne durch ihre Abwahl entfernt zu werden.

Sie würden, wie viele andere Regierungen vor ihnen - er erwähnt das Zarenregime und die Ausbeutung des Reichtagsbrandes durch Hitler für das Ermächtigungsgesetz - einen "false flag terrorism", also einen unter falscher Flagge inszenierten Terrorismus benutzen, um nach einem folgenschweren Attentat den "nationalen Notstand" auszurufen, die Verfassung ausser Kraft zu setzen, die Wehrpflicht einzuführen, und dann den lange vorbereiteten Krieg gegen den Iran zu führen.

Für einen solchen Anschlag könnten vom Geheimdienst infiltrierte und gesteuerte Zellen der Al Qaida benutzt werden oder man verschaffe solchen Gruppen die Gelegenheit, durch Unterlassung von Ermittlungen und Sicherheitsvorkehrungen, einen großen Anschlag durchzuführen, ähnlich, wie dies bereits für den Zeitraum im Vorfeld der Ereignisse des 11.9. in den späteren Untersuchungen festgestellt worden war. Der englische Journalist Greg Palast hatte damals in einer Sendung der BBC festgestellt, dass übergeordnete Stellen Ermittlungen des FBI und der CIA gegenüber der Al Qaida weitgehend zum Stillstand gebracht hatten und etwa ein amerikanischer Konsularbeamter im Mittleren Osten darüber klagte, dass er angewiesen sei, Arabern, die er für terrorismusverdächtig hielt, Visa zur Einreise in die USA zu erteilen.

Nach Roberts müssten die Anschläge müssten entsprechend folgenschwer sein, damit die Ausrufung des Notstands und der Kriegseintritt durch sie gerechtfertigt würden.

Paul Roberts sieht die einzige Möglichkeit, eine solche Dynamik mit der Errichtung einer Diktatur durch die gegenwärtige Regierung, zu verhindern durch das Eingreifen des Militärs: die Gesetzgebung für einen "nationalen Notstand" sei unter der Bush-Regierung längst vorbereitet worden, so dass sämtliche Entscheidungsgewalt dann beim Präsidenten liege und der Kongress keine Einwirkungsmöglichkeit mehr habe. Es fehle nur noch der geeignete Anlass.

Die Möglichkeit, dass durch einen Terroranschlag die Stimmung wieder zugunsten der Republikaner und der Bushregierung kippen könne, war bereits in führenden Kreisen der Regierungspartei diskutiert worden.
Der republikanische Politiker Rick Santorum erklärte, man solle nur abwarten: bis zu den kommenden Wahlen würde sich die Stimmung den Krieg betreffend deutlich gedreht haben.

William Norman Grigg, Journalist des konservativen Magazins "New American", beschrieb die Lage bei den Parteifreunden der Bush-Regierung: man würde dort darum beten dass es einen neuen Terroranschlag gebe, der sie wieder aus dem Keller der politischen Stimmung herausführen und sie damit vor dem endgültigen Desaster bei den bevorstehenden Wahlen bewahren könne.

Paul Roberts erklärt, die Bush-Regierung habe in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass ihr nahezu jedes Mittel - Lügen, Manipulation, Gesetzesbruch - recht sei, um ihre Ziele zu erreichen

Wenn man sich nicht darauf verlassen wolle, dass das US-Militär sich einem solchen Putschversuch der Regierung entgegenstelle, müsse man umgehend ein Impeachment-Verfahren gegen sie einleiten.

Originalartikel bzw. ergänzende Info

http://www.counterpunch.org/roberts07162007.html

Aus dem Ermächtigungsgesetz

�(Der Präsident) darf Eigentum enteignen, die Produktionsmittel organisieren und kontrollieren, Güter beschlagnahmen, Militärkräfte ins Ausland schicken, das Kriegsrecht ausrufen, Transport- und Kommunikationsmittel beschlagnahmen und kontrollieren, die Handhabung der privaten Wirtschaft regulieren, die Reisefreiheit einschränken, und in einer Vielzahl von Weisen, das Leben der Bürger der Vereinigten Staaten kontrollieren."
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Nochmal zum Thema Yakuza / Triaden. Ich danke meinem Leser H.M. aus Taiwan und gebe seine Nachricht hier gern anonymisiert weiter:

Ich bin seit zwei Monaten ein eifriger Leser Ihres Wissenswerten.
Mein Name ist H. M. und ich arbeite momentan in Taiwan.

Ich habe den Artikel über die Triaden unter folgender Adresse gefunden

http://www.alterinfo.net/Le-Nouvel-Ordre-Mondial-menace-par-les-Triades-et-Yakusa_a9969.html

Ihre Beschreibung ist vielleicht etwas blauäugig. Ich habe mir angewöhnt immer das Schlechteste
und Schlimmste anzunehmen, muß aber dann doch feststellen, daß meine Phantasie nicht ausgereicht
hat und noch Schlimmeres eintritt.

Bei den Triaden handelt es sich um mafiose Elemente. Die haben nun festgestellt, daß die Illuminaten
gedenken den Kuchen alleine zu essen. Nach Mafiamanier bedrohen sie jetzt die Illuminaten, nicht um
die Welt zu retten, sondern wohl um auch ein Stück des Kuchens abzubekommen.

Interessant ist lediglich, daß es auf der Welt noch ein paar Organisationen gibt, die es mit den Illus
aufnehmen können.

Es scheint für die Illus, in der Endphase ihrer Machtübernahme, auch nicht mehr alles nach Plan zu
verlaufen.

mfG
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30. Juli 2007  Wer jetzt noch in Geldanlagen investiert ist, sollte sich dies gut überlegen. In den Nachrichten werden Börsenberichte heute auffallend ausgespart. Was u.a. los ist, geht aus der folgenden Meldung hervor:

30.07.2007 - 08:41 Uhr
IWF/Rato: US-Finanzmärkte überstehen Subprime-Krise

BANGKOK (Dow Jones)--Die Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten der vergangenen Woche sind nach Einschätzung des Geschäftsführenden Direktors des Internationalen Währungsfonds (IWF) wohl nur kurzlebig. Die Finanzmärkte in den USA seien robust genug, um die Krise im so genannten Subprime-Segment des US Hypothekenmarkts zu überstehen, sagte der IWF-Chef Rodrigo de Rato am Wochenende. "Aus makroökonomischer Sicht und auch mit einer mittelfristigen Perspektive ist es nicht sehr weise, von den Marktreaktionen, die vielleicht nur ein paar Tage andauern, zu vorschnellen Schlussfolgerungen zu gelangen",warnte Rato

 

US-Immobilienkrise trifft IKB

Gewinnwarnung und Chefwechsel
Die bisherige Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2007/2008 von 280 Millionen Euro könne nicht aufrechterhalten werden, teilte die IKB Deutsche Industriebank heute in einer Pflichtveröffentlichung mit. „Das Ergebnis wird aus heutiger Sicht deutlich niedriger ausfallen.“ Grund dafür sei die Krise des Hypothekenmarktes in den USA im Subprime-Bereich.

Zudem muss der Bankenchef gehen. Stefan Ortseifen sei als Mitglied und Sprecher des Vorstands ausgeschieden, hieß es. Neuer Vorstandschef sei das KfW-Vorstandsmitglied Günther Bräunig, teilte die im MDax notierte Bank mit.

„Die Krise des US-amerikanischen Hypothekenmarktes im Subprime-Bereich hat sich auf die IKB ausgewirkt. Die heftigen Reaktionen der letzten Woche haben zu einer deutlichen Ausweitung der Spreads geführt und zu einer großen Verunsicherung institutioneller Investoren beigetragen“, teilte die Bank mit. „Die Refinanzierung des von der IKB gemanagten Conduits „Rhineland Funding' erschien gefährdet, und die IKB lief Gefahr, aus ihren Liquiditätslinien für Rhineland Funding in Anspruch genommen zu werden.“
Rhineland Funding und in geringerem Maße auch die IKB selbst seien in strukturierten Portfolioinvestments engagiert, zu denen auch US-amerikanische Immobilienkredite aus dem Subprime-Bereich gehörten. „Bisher gab es zwar Bewertungsabschläge, aber nur wenige Kreditausfälle und nur einige Ratingverschlechterungen bei den Portfolioinvestments. Dennoch hat das Engagement der IKB dazu geführt, dass ihre Bonität vor dem letzten Wochenende in Frage gestellt wurde und zu befürchten war, dass sich die Vertrauenskrise weiter verschärfen würde“, erklärte die IKB.

Aktie fällt um mehr als 18 Prozent

Die Bank KfW, die 38 Prozent an der IKB halte, habe unmittelbar reagiert und die notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Bonität der IKB zu sichern. Die KfW werde mit Wirkung zum 30. Juli 2007 in die Liquiditätslinien gegenüber Rhineland Funding eintreten und die IKB gegen Risiken abschirmen, die aus bestimmten Portfolioinvestments resultieren. „Diese Maßnahmen gewährleisten, dass die IKB ein bonitätsstarkes Bankinstitut, insbesondere für den deutschen Mittelstand, bleibt“, hieß es.

Die Aktien der IKB-Bank sind nach der Gewinnwarnung um 18,5 Prozent im frühen Handel eingebrochen.
[30.07.2007]  dpa/rtr
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Was ein Insider sonst noch hinter vorgehaltener Hand sagt:

Die Versicherungsgesellschaften werden nach ihrer Krise von 2001 ebenfalls in die Knie gehen.

- Es gibt bei allen Produkten, die etwas mit Altersversorgung zu tun haben, und die nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, fast kein Neugeschäft mehr. Das heißt, es kommt keine neue Liquidität in die Kasse der Versicherer. Und wie die derzeitigen Anlagen aussehen, mag man aus den Börsennachrichten erfahren.

- Wenn jetzt die Preise weiter so inflatorisch anziehen wie bei Lebensmitteln, rollt eine Stornowelle auf die Versicherer zu, da die Beiträge nicht mehr bezahlt werden können.

- Dies wird zunächst mit Kostenreduzierungen aufgefangen, d.h. eine Entlassungswelle ist zu erwarten.

- Bei den Lebensversicherungen ist die Zahlung der Rückkaufwerte nach Kündigung nicht mehr sichergestellt. Dasselbe gilt für Investmentgesellschaften, die Zahlungen angeblich hinauszögern. Zahlungen der Versicherer verzögern sich um Wochen und Monate, wenn sie überhaupt noch erfolgen. Es ist zu erwarten, daß Kündigungen ab Herbst zu gar keinen Auszahlungen mehr führen könnten.

- Der Sicherungsfonds der Versicherer kann vielleicht den Zusammenbruch einer einzigen Versicherung auffangen, dann ist damit ebenfalls Schluß, die Liquidität fehlt für weitere Zusammenbrüche.

- Es gibt noch ehrliche Berater, die aber vielfach unter "Druck von oben" stehen, wenn sie den bisherigen Herren zu dienen haben. Das geht auch anders. Deshalb ist bei guter Beratung derzeit auch noch nicht alles verloren. Mir ist mindestens einer davon bekannt, den ich gern weitervermittele. Auf jeden Fall besteht dringender Handlungsbedarf!
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31. Juli 2007 Armageddon läßt grüßen - die Erde wird als intelligentes kosmisches Wesen nicht unbegrenzt tatenlos zusehen, wie sie von dunklen Mächten zerfrevelt wird. Vielleicht kommt die "Endlösung" aus einer ganz anderen Richtung:


21.07.2007 - Geowissenschaften

Der Erdmantel ist seit zehn Jahren in kritischem Zustand

Russischen Forschern zufolge ist an der Entstehung eines katastrophalen Mega-Erdbebens der gesamte Mantel der Erde beteiligt

Mega-Erdbeben, wie das katastrophale Sumatra-Andamanen-Beben vom 26. Dezember 2004, werden vom gesamten Erdmantel vorbereitet. Zu diesem Schluss kommen Vladimir Kossobokov und Leontina Romashkova vom Internationalen Institut für Erdbebenvorhersage und Mathematische Geophysik in Moskau. Die beiden Forscher haben eine detaillierte statistische Analyse der Erdbeben der vergangenen vierzig Jahre durchgeführt. Sie schließen aus ihrem Ergebnis, dass sich der Erdmantel seit etwa zehn Jahren in einem kritischen Zustand befindet, der mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Mega-Erdbeben hervorbringen wird.

"Es gibt viele Hinweise darauf, dass seismische Ereignisse nicht statistisch gleichverteilt, sondern gehäuft auftreten. Das gilt auch für Mega-Erdbeben", sagt Kossobokov. "So traten beispielsweise sieben der zehn größten Erdbeben des vergangenen Jahrhunderts innerhalb eines Zeitraums von nur 15 Jahren auf, nämlich von 1950 bis 1965." Kossobokov und Romashkova glauben, dass das Sumatra-Andamanen-Beben den Beginn einer neuen Mega-Erdbeben-Periode eingeläutet hat: "Das Beben vom 28. März 2005 bei der Insel Nias westlich von Sumatra scheint bereits eine erste Bestätigung für unsere Vermutung zu sein." Dieses Beben hatte eine Magnitude von 8,7 und gehört damit zu den zehn stärksten Beben der vergangenen hundert Jahre. Die Angaben zur Magnitude des Sumatra-Andamanen-Bebens variieren zwischen 9,1 und 9,4. Demnach wäre es das dritt- beziehungsweise zweitstärkste Beben der letzten hundert Jahre.

Die Analyse von Kossobokov und Romashkova ist die konsequente Fortsetzung der Forschungsaktivitäten an ihrem Moskauer Institut. Dort arbeitet eine Gruppe um Vladimir Keilis-Borok an der Entwicklung mathematischer Algorithmen zur Erdbebenvorhersage. Derzeit erstellt die Gruppe halbjährlich aktualisierte "Vorhersagen", die von den bekannten erdbebengefährdeten Gebieten diejenigen benennt, für die derzeit die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Bebens erhöht ist. Das Grundprinzip dieser Vorhersagemethode erklärt Kossobokov: "Es gibt zunehmend Hinweise dafür, dass an der Entstehung eines Erdbebens nicht nur das Gebiet um den zukünftigen Erdbebenherd beteiligt ist, sondern ein viel größeres Gebiet, das den direkten Erdbebenbereich in seiner Größe um mindestens das zehnfache übertrifft." Folglich werden für die Vorhersage zukünftiger Erdbeben die Beben ausgewertet, die in der Vergangenheit in einem entsprechend großen Gebiet auftraten.

Erdbeben unter Druck

Forscher: Gewicht des sommerlichen Regens verringert die Bebenhäufigkeit im Himalaja

Im Himalaja treten in den trockenen Wintermonaten häufiger Erdstöße auf als während der regnerischen Monsunzeit im Sommer, hat ein internationales Forscherteam entdeckt. Verantwortlich dafür ist nach Ansicht der Geologen wahrscheinlich der Druck der Wassermassen: Durch die enormen Monsunregenfälle lastet ein größeres Gewicht auf den Kontinentalplatten und unterdrückt die seismischen Bewegungen. Diese Beobachtung stützt die bereits früher aufgestellte Theorie, dass heftige Regenfälle die Häufigkeit von Erdbeben beeinflussen können.


Die Geologen um Laurent Bollinger werteten eine Datenbank aller Erdbeben in Nepal zwischen 1995 und 2005 aus. Dabei stellten sie fest, dass in den regenreichen Sommermonaten etwa vierzig Prozent weniger Erdstöße aufgetreten waren als im Winter. Betrachteten sie ausschließlich stärkere Beben, traten die jahreszeitlichen Unterschiede noch deutlicher hervor: In diesem Fall verzeichneten die Forscher im Sommer sogar 63 Prozent weniger Erschütterungen. Zudem stimmte der Zeitraum, in dem die Erde am seltensten zitterte, genau mit der Periode der heftigsten Regenfälle überein.

Erdbeben in der Himalaja-Region entstehen, weil das Gebiet an der Grenze zwischen zwei Kontinentalplatten liegt und sich hier die Indische Platte unter die Eurasische Platte schiebt. Bollinger und seine Kollegen glauben, dass die enormen Wassermassen des Monsuns die Plattenbewegungen und damit auch Erdstöße unterdrücken. Denn wenn auf der oberen Platte ein höheres Gewicht lastet, können die Platten weniger gut gleiten, so die Forscher. Eine alternative Erklärung wäre eine verzögerte erdbebenfördernde Wirkung des Wassers: Es sickert durch die Gesteinsklüfte bis zu den Plattengrenzen in etwa zehn Kilometern Tiefe und bildet dabei eine Art Ölfilm, auf dem die Platten besser gleiten können. Jedoch benötigt das Wasser bis zu sechs Monate, die Erdkruste zu durchdringen, weshalb der Effekt erst im Winter auftritt, so die Wissenschaftler.

Bollinger hält die zweite Theorie allerdings für unwahrscheinlich. "Das wäre ein großer Zufall, wenn das durchsickernde Wasser immer genau dann sein Ziel erreicht, wenn im Winter die meisten Erbeben auftreten", erklärt der Geologe. Deshalb seien die Gewichtsschwankungen durch die Monsunregenfälle die wahrscheinlichere Ursache für die jahreszeitlichen Unterschiede der seismischen Aktivität.