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Wissenswertes 34


Fortsetzung vom 28.4.2007  "Wal-Mart"

Wal-Mart wurde auch beschuldigt, hinter seinen eigenen Angestellten herzuspionieren.
Aber der Mann hinter dieser Anklage wurde zum Schweigen gebracht und hat jetzt plötzlich ein gerichtliches Verbot, mit den Medien zu sprechen.
   Ein Sprecher der Kette will nicht die Erkenntnisse kommentieren, die über das neue Center zum Einsammeln von Informationen, das "Analytical Research Center", kursieren. Nach AP ist es nicht ungewöhnlich, daß große Firmen solche Abteilungen betreiben und eigene Sicherheitsexperten anheuern.
   Das Ungewöhnliche bei Wal-Marts neuer Abteilung ist aber, daß diese von Leuten geleitet wird, die früher Topstellungen beim CIA oder FBI innehatten. Nach Meinung des Sicherheitsexperten Steven Aftergood geht Wal-Mart dabei viel weiter als andere Gesellschaften.
   - Diese neue Entwicklung bei der Sicherheit im Gewerbeleben gibt Anlaß zu Besorgnis. Hier reden wir nicht nur von Arbeit zur Verbesserung der Sicherheit, sondern um reinrassige nachrichtendienstliche Tätigkeiten, sagt Aftergood.
  Veteran - Wal-Marts neuer Sicherheitsdienst wird geleitet von David Harrison, einem Veteran aus Spezialoperationen im US-Militär. Harrison sagte neulich in einem Interview mit AP, daß Wal-Mart systematisch Kunden überwacht, die gewisse Produkte gekauft haben. Das gilt für Kunden, die Chemikalien, Gasflaschen mit Propan und Mobiltelefone kaufen, die an keinen Vertrag gebunden sind. Diese Dinge können verwendet werden, um Sprengstoff, selbstgebaute Bomben und Auslösemechaniken herzustellen.
   Wal-Mart, 1962 gegründet, wird heute zur größten Detailkette und zum größten Betrieb der Welt gerechnet mit 1,7 Mio Angestellten in 44 Ländern. Die Kette war kritisiert worden wegen schlechten Arbeitsverhältnissen und wegen aktiven Widerstands gegen Fachvereinigungen (Gewerkschaften).

Sofern sich also jemand in dieses Etablissement verirren sollte, dann kann er mit Problemen rechnen, wenn er nur Nagellackentferner (Azeton) oder reine Watte (Zellulose) kauft, wenn er nicht sogar nach Schwefel, Holzkohle und Kalisalpeter gleichzeitig sucht. Man wird sich wundern, aus welchen Haushaltsgegenstanden panzerbrechende Waffen gezimmert werden können. Als Beispiel seien hier nur an die durchschlagenden Erfahrungen mit "Unkraut-Ex" erinnert. Dasselbe dürfte für die Werkzeugabteilung gelten, wenn man mit einem Fräser erwischt wird oder sich für Vorrichtungen zum Bleischmelzen interessiert. Kein Mensch weiß, wo diese "Erkenntnisse" bleiben und wer welche Schlüsse daraus zieht. Die Privatwirtschaft macht wieder vor, wovon der "Staat" derzeit träumt, d.h. jeder ist verdächtig und soll zu verdammt guten Argumenten gezwungen werden, wenn er sich nur einen Wecker kauft! Ein Dank an die Presse für solche Hinweise!
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29. April 2007  Amerikanische Soldaten vom obersten Gericht in Spanien angeklagt wegen Mordes an dem spanischen Journalist Jose Couso (Zit. dagbladet.no v. 28.4.3007)

Das oberste Gericht in Spanien klagte gestern drei amerikanische Soldaten wegen Mordes an dem Journalist Jose Couso an. Couso starb, als ein amerikanischer Panzer am 8. April 2003 in Bagdad auf das Hotel schoß, wo er wohnte. Das 'Palestine Hotel' war das Hauptquartier für ausländische Journalisten in Bagdad, und auch der Kameramann von Reuters, Taras Protsyuk, starb, als das Hotell beschossen wurde.
   Wußten abgeblich von nichts - Sergeant Shawn Gibson, Captain Philip Wolford und Leutnant Philip de Camp sind die Soldaten, die gestern der Morde beschuldigt wurden, schreibt AP.
   Wolford hat früher ausgesagt, daß sie nicht wußten, daß Journalisten in dem Hotel wohnten. Sie eröffneten das Feuer, weil sie glaubten, von dem Hotel aus beschossen zu werden. Aber der Richter, der gestern die Anklage erhob, meint, es habe sich um eine bewußte Handlung gehandelt. - Die Angeklagten wußten, daß das Hotel in einer zivilen Zone lag und hatten keinen Beweis dafür, daß vom Hotel eine Bedrohung weder gegen sie selbst noch gegen amerikanische Truppen ausging, schreibt Santiago Pedraz in der Anklage. - Das erklärte Ziel sei die Terrorisierung der Journalisten gewesen, schreibt Pedraz unter Berufung auf Reuters.
   Er weist auch darauf hin, daß amerikanische Kräfte gegen arabische TV-Stationen schossen, nämlich auf Al Jazeera und Abu Dhabi TV am selben Tag.
   Untersuchung - Amerikansiche Stellen begannen eine Untersuchung des Vorfalls im Jahre 2003. Die Kommission kam zu dem Schluß, daß die Soldaten innerhalb der Regeln handelten und es daran nichts zu tadeln gebe.
  In Spanien ist man daher ganz anderer Meinung und hat die Auslieferung der drei Soldaten gefordert. - Das werde nie geschehen, sagen amerikanische Stellen. Solange diese nicht ausgeliefert werden, können sie nicht vor dem obersten Gericht verhört werden. Aber sie können die Festnahme riskieren, wenn sie in Länder einreisen mit Auslieferungsabkommen mit Spanien.
   Die Anklage kommt mehrere Jahre nach ersten rechtlichen Versuchen von spanischen Behörden. Zuerst stellten diese einen internationalen Haftbefehl gegen die drei im Oktober 2005 aus. Dieser wurde 2006 überprüft, weil eine höhere Rechtsinstanz meinte, daß Spanien keine Befugnis habe, Todesfälle zu untersuchen, die sich während militärischen Operationen in Irak abgespielt haben.
   Cousos Familie protestierte dagegen und griff die Entscheidung beim obersten Gericht an. Dies führte dazu, daß der Haftbefehl wieder in Kraft gesetzt wurde, schreibt AP.
   Auch in Italien haben die Behörden versucht, einen amerikanischen Soldat vor Gericht zu stellen. Mario Lozano aus New York wurde angeklagt wegen Mordes an einem italienischen Agenten im Irak im März 2005. Er wurde im Februar 2007 angeklagt, und die Verhandlung begann in seiner Abwesenheit, was nach italienischem Recht möglich ist. Aber die Sache ist ausgesetzt bis 14. Mai, wegen "technischen Ursachen", schreibt The Guardian.

Man hat diesen Vorfall noch gut in Erinnerung: ein Abrams-Tank stand auf einer Brücke und schwenkte den Turm in Richtung Hotel. Dort hatten die Journalisten ihre starken Objektive auf das Geschehen gerichtet. Es hieß dann, diese seien als Kanonen o.ä. "mißverstanden" worden, und im übrigen sei das Hotel als Sitz der Journalisten nicht "down to our level", also bis zu uns herunter mitgeteilt worden. Es wurden dann ein oder zwei Granaten herübergeschickt, die kurz vor dem Balkon detonierten und ein Blutbad anrichteten. Allgemein dürfte die Überzeugung vorherrschen, daß unliebsame Zeugen beseitigt werden sollten, wie dies bereits Israel im "Libanon-Krieg" letztes Jahr mustergültig bei den UN-Beobachtern vorgemacht hatte. Also nichts Neues: es wird gemordet und gelogen bei den selbsternannten Beglückern der Welt. Aber es werden sicherlich andere Zeiten kommen, und den Spaniern ist Erfolg bei ihren Bemühungen zu wünschen. Bei Pinochet hatte es ja bestens funktioniert; auch dies ging auf spanische Bemühungen zurück, und zwar auf richterliche Bemühungen, wohlgemerkt!
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Hugo Chavez bietet seinen Verbündeten billiges Öl an. Barquisimeto: Venezuelas Präsident Hugo Chavez bietet Öl mit 50% Rabatt an seine linksorientierten Alliierten in Latein-Amerika und der Karibik an. um wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt anzukurbeln (Zit. Fvn.no v. 29.4.2007)
   Venezuela verkauft jetzt schon Öl mit 40% Rabatt an karibische Länder. Chavez´neue Ankündigung, Öl mit 50% Rabatt anzubieten, kam am Samstag Abend bei einem internationalen Treffen in der Stadt Barquisimeto in Venezuela. Die Ankündigung kam gleichzeitig mit der Verstaatlichung der Ölindustrie.
  An dem Treffen nahmen die Präsidenten Evo Morales aus Bolivien und Daniel Ortega aus Nicaragua sowie Kubas Vizepräsident Carlos Lage teil. Chavez sagte nicht, wieviel Öl er mit Rabatt anbiete und erwähnte auch nicht die Millieukonsequenzen, wenn Öl als Werkzeug zur wirtschaftlichen Entwicklung benutzt werde.
   - Früher hat unser Öl zur Entwicklung in USA beigetragen. Jetzt ist die Zeit gekommen, daß das Öl eine Fortentwicklung für unser Volk schafft! Venezuela stellt seine Ölreserven zur Disposition für Latein-Amerika, sagte Chavez bei seiner Eröffnungsrede bei der ALBA-Konferenz.
  ALBA (die bolivarische Alternative zu Amerika) wurde 2004 von Kuba und Venezuela gestartet, und der Name weist hin auf den Freiheitshelden Simon Bolivar. Bolivien wurde Mitglied im letzten Jahr, und Nicaragua folgte im Januar 2007. ALBA setzt auf Zusammenarbeit bei Handel, Entwicklung, Bildung und Gesundheitswesen und soll ein Gegengewicht darstellen zu den Plänen der USA in Richtung Freihandelszone zwischen Nord- und Südamerika.

Es ist immer wieder festzustellen, daß es einzelne Politiker gibt, die aus dem Volk stammen und die sich daran erinnern, daß sie geschworen haben, den Nutzen ihres eigenen Volkes zu mehren, anstatt sich als Speichellecker Washingtons zu betätigen unter größtmöglichem Nutzen für sich selbst. Anscheinend muß man wirklich nur die Volksschule besucht haben, um diesen Sachverhalt wegen seiner Einfachheit zu kapieren, denn den sonstigen durchweg promovierten Volkszertetern europäischer und besonders Berliner Machart scheint dies unbegreiflich, sollte man meinen...
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Raketenabwehr in Tschechien / Polen - Russland hat verborgene Motive, meint Tschechiens Außenminister Karel Schwarzenberg (s.o.). Welche Dimension haben die zunehmenden Spannungen zwischen Russland und der NATO? Ist Tschernobyl der Schlüssel? Ein paar Gedanken zur Lage.

Bereits zum 200jährigen Unabhängigkeitstag der USA im Jahre 1976 begannen die Sowjets mit ihrem skalaren "Woodpecker"- Interferometersender, die USA elektronisch zu agitieren. Man wollte ein gewaltiges Erdbeben im Großraum von Los Angeles erzeugen, indem die russische Skalarwaffe auf dieses Gebiet gerichtet wurde. Schließlich mischte sich im April 1986 eine kleine geheime US-Aktionstruppe in den fortschreitenden Aufbau dieses Erdbebens ein. Mittels einer speziellen elektronischen Vorrichtung zerstörte diese Gruppe einen der weit entfernten russischen Skalarsender, der nicht zufällig dem AKW von Tschernobyl angegliedert war. Hierbei kam es in dieser Sendeanlage zu einer gewaltigen elektro-magnetischen Entladung. Diese wiederum induzierte die Explosion des Atomreaktors. Es handelte sich daher keineswegs um einen echten 'Super-Gau', denn dann wäre kein Reaktor mehr vorhanden gewesen. Durch eine andersartige Explosion wurde nur das strahlende Material in die Atmosphäre gesprengt und führte zu ganz erheblichen Verstrahlungen in alle Welt.
Der KGB befahl die Geheimhaltung der wahren Ursachen. Wissenschaftler sind in den Reaktor gestiegen und haben sich gewundert, da die Schäden nicht mit der offiziellen Version in Einklang zu bringen waren, es gab Selbstmorde wegen dieser Umstände, die Schichtarbeiter wurden als 'Sündenböcke' zu langen Haftstrafen verurteilt. Und weiter:
   Den Hinweis, daß das Erdbeben vor der Katastrophe kein natürliches Beben, sondern ein durch eine Skalarwaffe erzeugtes künstliches Beben war, erhielt Werner Altnickel aus dem Artikel "Landpartie mit Geigerzähler" von Martin Ebner aus dem Jahr 2003. In diesem Artikel wurde Prof. Lengfelder vom Otto-Hug-Strahleninstitut interviewt, der diese Informationen weitergab.
   Und so setzt sich schließlich das ganze Bild zusammen, das auch in einer WDR/ARTE-Sendung aufgezeigt wurde: Die USA hatten von der Skalarwaffe erfahren. Im April 1986 mischte sich eine kleine geheime US-Aktionsgruppe in den Vorgang ein, bei der die Sowjets dabei waren, ein gewaltiges Erdbeben in den USA im Raum L.A. zu erzeugen. Schließlich - man befand sich im Kalten Krieg - zerstörte diese US-Gruppe einen der russischen Skalarsender, die nicht weit entfernt vom AKW Tschernobyl standen. Dadurch kam es bei dieser Skalarantennenanlage zu einer gewaltigen EMP- Entladung, die dann den 'Gau' im AKW auslöste. Denn eines blieb bei allen Untersuchungen ungeklärt: Woher kam der bläuliche Lichtschimmer, die mehrfarbigen Lichterscheinungen, die kurz vor der Katastrophe zu sehen waren?
   Am 28.7.1976 kam es zu einem großen Erdbeben in Tangshan, China. Hunderttausende Menschen starben dabei. Bevor das erste Beben auftrat, leuchtete der Himmel um 3:42 Uhr nachts taghell auf. Die mehrfarbigen Lichter waren bis zu 200 Meilen weit zu sehen. Die Blätter an zahlreichen Bäumen sowie angebauter Salat waren anschließend einseitig verbrannt. Solche Erscheinungen treten bei Skalar- und HAARP-Technologien auf - aber nicht bei einem normalen Erdbeben.

  Was folgt daraus? Wir müssen annehmen, daß diese Skalartechnik schon so weit entwickelt ist, daß um den halben Erdkreis zielgerichtete Erdbeben ausgelöst oder Ziele zerstört werden können. Nehmen wir an, daß der geplante Raketenschild in Polen und Tschechien nur ein Vorwand ist, um solch eine moderne Skalaranlage vor der Haustür Putins zu platzieren. Die Ziel- und Einwirkungsmöglichkeiten im russischen Gebiet wären doch optimal. Jetzt versteht man auch die Äußerung von Condoleeza Rice besser, daß die Angst vor ein paar Raketen in Polen "lächerlich" sei. Das würde sich aber drastisch ändern, wenn noch ganz andere Anlagen im obigen Sinne gleich mitinstalliert würden. Man bekommt vielleicht eine Ahnung, warum Putin so strikt gegen jedwede Installation von was auch immer, sein muß, und daß sogar eine merkliche Abkühlung der Beziehungen zum Westen in Kauf genommen wird. Im übrigen weiß ich nicht genau, ob eine Rakete von Iran oder Nord-Korea in Richtung USA auch nur in die Nähe von Polen und Tschechien kommen würde. Wenn schon die internationalen Flugrouten von Europa nach USA über den Pol fliegen, dann wären Abfangraketen in Nord-Norwegen, auf Island oder Grönland wohl wesentlich besser positioniert, als gerade in Polen. Und ich kenne keinen, der z.B. hier in der BRD Angst davor hätte, eine Rakete von Präsident Ahmadinejad oder aus Nord-Korea auf den Kopf zu bekommen. Diese Geschichte ist genauso lächerlich. Also könnten gewisse Hintergedanken im Spiel sein, die Putin so scharf reagieren lassen.

Diese Waffentechnik bedeutet weiter, daß Herr Bush z.B. jedes AKW in der BRD aufs Korn nehmen könnte, oder ein Lager mit seinen Atomsprengköpfen, oder gar den Reichstag in Berlin. Wenn unsere Damen und Herren Politiker dies jeweils mitgeteilt bekamen, dann kann man sich vorstellen, warum so perfekt gespurt wird. Allerdings kann man eine solche Erpressung nicht dem Volk verkaufen. Dann kam der § 130 oder die fortdauernde Besatzung oder die "unverbrüchliche Garantie für Israel" oder, oder... Jedenfalls hängt der Fisch am Haken, was von hier aus nicht zu ändern ist. Möge daher das amerikanische Volk aufwachen, bevor es zu spät ist! Die Impeachment-Anträge gegen Cheney und auch Bush sind schon ein sehr guter Weg. Möge die Welt vor einer Torschlußpanik dieser Apokalyptiker verschont bleiben!
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1. Mai 2007 Aus gegebenem Anlaß wird in diesen Zeiten viel über Geld, das Wesen das Geldes, die Eigentümer des Geldes und die 'Zinsknechtschaft' diskutiert, die zu Recht als Mutter allen Übels angesehen wird. Als Beitrag hierzu ein Auszug aus einer klassischen Abhandlung aus dem Jahre 1930 mit dem Untertitel "Zins und Volk":

Vor hundert Jahren, als das deutsche Volk - nach dem Zusammenbruch seines politischen Mittelalters, jenes ungeheuerlichen "römischen Reiches deutscher Nation" - die ersten friedlichen Grundlagen seiner Volkwerdung schuf, die ihm dann unter Bismarck Früchte trug, bewegte sich der politische Streit um die Pole: Zoll und Volk.
Unter jenem "römischen" Reiche und seinen "privaten", d.h. der Volksverbundenheit beraubten
(Anm: 'privare' heißt wegnehmen, rauben, demgemäß ist das 'Privatrecht' das Recht der Räuber, ein Widerspruch in sich; 'Privateigentum' ist geraubtes Eigentum, deshalb bildet dieses 'Privatrecht' mit den Hauptsäulen 'Eigentum' und 'Erbrecht' die Grundlage des modernen Raubrittertums)
römischen Rechte waren deutsche Erde und deutsches Volk zum Eigentum einiger hundert Landherren herabgewürdigt worden, die - mit wenigen Ausnahmen - unter "Eigentum" nicht mehr nach deutscher Weise ein der Oberhoheit des Volkes unterworfenes Teilrecht, sondern nach spätrömischem Verfalldenken die Befugnis zu willkürlichem Gebrauch verstanden.
   Aus solcher Befungnis leiteten sie auch das "Recht" ab, den Verkehr der Untertanen durch "ihr" Gebiet mit Zöllen zu belasten und versäumten nicht, etwaige deutschrechtliche Auflehnungsversuche gegen diese Anmaßung mit schönen Gründen zu beschwichtigen;
  
insbesondere stellten sie die Zölle gern als einen gerechten Ausgleich für die kultur-schöpferische Mühewaltung hin, die der Landherr durch Instandhaltung der Straßen und Anregung und Sicherung des Verkehrs auf sich nahm. Und obwohl Napoleon die meisten dieser Landherrschaften hinweggefegt hatte, waren noch Dutzende von Binnenzollgebieten vorhanden, und
   die Frage entstand: Soll das erwachte Volk sein schaffendes Zusammenwirken weiterhin durch diese "heiligen römischen" Rechte zerstückeln lassen, oder soll es diese Rechte wieder dem obersten aller Rechte, der Lebensgrundrichtung der Volksgemeinschaft, unterwerfen zum Heile seiner schöpferischen Kräfte? - Lange währte der Streit, dis die Zollschranken fielen. Und das Ergebnis war: der glänzende volkswirtschaftliche Aufschwung, der Deutschland zur Weltmacht emporhob!
   Alle Argumente, die von privater Willkür zur Unterstützung der Zollansprüche aufgeboten worden waren, brachen zusammen.

Heute nun steht der Zoll nicht mehr im Brennpunkte der Lebensfragen des Volkes. Es ist zwar noch immer nicht so geordnet, wies es zur Entfaltung der schöpferischen Kräfte der Völker wünschenswert wäre, aber eine solche Ordnung hat zur Voraussetzung die Ordnung des anderen, grundlegend gewordenen Verhältnisses: Zins und Volk! Je geringer der Zins, desto leichter die landwirtschaftliche und industrielle Betriebsverbesserungsmöglichkeit und desto unnötiger auch die schützenden Zölle. Und wie vor hundert Jahren der Kampf gegen die Zollwillkür nicht etwa der radikalen Beseitigung aller Zölle oder gar der Erträge des Landeseigentums galt, sondern nur ihrer Fruchtbarmachung im Dienste des Ganzen, so läßt sich auch ein Kampf gegen die Zinswillkür denken, nicht durch Zinsverbote oder kommunistische Bekämpfung der Erträge des Geldeigentums, sondern durch Eingliederung des Geld- und Zinswesens in die Volkswirtschaft. Solche Eingliederung besteht bis jetzt nur dem Namen nach, etwa wie die früheren Landherren sich gern als Landesväter bezeichneten; in Wahrheit regiert die Privatwirtschaft das Geld und die Zinsen fließen allein ihr zu. Regierte die Volkswirtschaft das Geld, so würden auch die Zinsen ihr zufließen, so wie ihr bereits Zölle zufließen. Sie hätte dann eine ewig mit ihrem eigenen Wachstum Schritt haltende Einnahmequelle, denn für alle Unternehmungen, die das Zusammenwirken des Volkes zur Voraussetzung haben, gäbe sie sich dann selbst Kredit, den sie aus den aus den Einnahmen der Unternehmungen zu ihren eigenen Gunsten tilgte und verzinste. So käme ihr die geometrische Progression des Zinseszinswachstums zugute, die sie zu neuen Kulturschöpfungen immer edlerer Art verwenden könnte, nicht, um mit der Privatwirtschaft in Wettbewerb zu treten, sondern um alle die Aufgaben zu erfüllen, für welche die Kräfte im Volk vorhanden sind, aber von der Privatwirtschaft wegen ungenügender Verzinsung nicht unternommen werden. Insbesondere kämen dann alle langfristigen Kulturwerke zur Durchführung, die erst nach Jahrzehnten Erträge abwerfen. Die Volkswirtschaft als Ganzes bedarf ja der Zinsen nicht, um in dem allgemeinen Wachstum aller Kräfte, das im Zinseszinstempo vor sich geht, ihren Rang zu behaupten, wie es die Privaten tun müssen, wenn die eben darum nicht unter das allgemeine Zinsniveau heruntergehen können. Die Volkswirtschaft kann vielmehr, falls keine Zinsen eingehen, schon die schöpferische Anlage als solche als Gewinn betrachten, sofern das Volk dabei gedeiht und die proletarische Frage verschwindet, weil ja dann alle zu tun haben. Sie hätte im Vergleich mit dem gegenwärtigen Zustande, auch bei zinslosen Unternehmungen schon den Vorteil, daß sie selbst keine Zinsen mehr an private Gläubiger zu entrichten brauchte, weil sie dann, infolge der Kreditgewährung an sich selbst, d.h. an ihre eigene Zukunft, ihr eigener Gläubiger wäre. Man überschlage einmal, was dies auf lange Zeiträume hinaus bedeutet! Wir scherzen über die hundert Millionen goldenen Erdkugeln, die im 20. Jahrhundert den Wert eines zur Zeit Christi auf 5%ige Zinseszinsen gelegten Pfennigs darstellen, aber wir ziehen nicht die Folgerungen für das Völkerleben daraus, sondern haben bisher die ungeheueren Gewinne aus solch langfristigen, durch Geschlechter hindurch sich vererbender Zinsverpflichtungen dem Volke Rothschilds überlassen, das klug genug war, sich nicht in Fehden zu zerreiben und darum nicht, wie die anderen, mit jeder Generation aufs neue von vorne zu beginnen brauchte. So hat dies Volk in wenigen Jahrhunderten Zinspolitik die Verfügung über die Milliarden erlangt, die sonst den Völkern selbst hätten zugute kommen können.

Wie wurde das möglich? Nur durch die Torheit der Aufnahme von Anleihen durch den Staat in allen den Fällen, wo er volkswirtschaftlich wertvolle Unternehmungen plante. In diesen Fällen hätte er - wie schon Adam Müllers vorbildliche "Elemente der Staatskunst" 1808 betonten, - statt die Erträge Privaten zu versprechen, sich selbst Kredit geben und diesen Kredit als Geld in Umlauf bringen können. Da Hand in Hand mit solcher Geldschöpfung sich die volkswirtschaftliche Wertschöpfung der Unternehmungen entwickelte, standen dem neuen Gelde auch immer neue Güter oder Dienste gegenüber, in die es sich umsetzen ließ; eine Inflationsgefahr hätte also erst durch den Verbrauch der neugeschaffenen Werte entstehen können; aber auch nach Maßgabe dieses Verbrauchs hatte ja der Staat sein Geld aus den Erträgen wieder zu tilgen, genau wie im Falle der gegenwärtigen Anleihetilgungen auch. Der Unterschied zwischen der gegenwärtigen privatwirtschaftlichen und der zu erstrebenden volkswirtschaftlichen Zinsordnung ist also der, daß der Zinseszinszuwachs dann nicht mehr am Markte des Volkes zehrt und nur wenigen Privaten zugute kommt, sondern daß neben den privatwirtschaftlichen Zinszuwachs mildernd der volkswirtschaftliche tritt, der die proletarisierenden Schäden der privaten Zinswirtschaft durch kulturschöpferische Unternehmungen ausgleicht. Dadurch wird zwar das Zinsniveau, nicht aber der Wert des Geldes sinken. Vielmehr wird an Stelle des sinkenden Zinszuwachses in Geld ein Wertzuwachs der Kaufkraft des Geldes treten, der unendlich über den höchstmöglichen bisherigen Zinszuwachs hinausgeht. Man stelle sich doch vor, wie alles sich verbilligen muß, wenn zu den bisherigen Leistungen der Privatwirtschaft die neuen kulturellen Erfindungen und Entdeckungen der Volkswirtschaft treten, die nur bei geringem oder gar keinem Zinsertrage also nur bei Volkskredit, nicht bei Privatkredit möglich sind! Und trotz der Verbilligung wird dann niemand Not leiden, weil die Volkswirtschaft alle in der Privatwirtschaft entbehrlich werdenden Kräfte neuen Zielen zuführen kann, die grundsätzlich so unerschöpflich sind wie der ewige Selbstkredit des Volkes. Wie nach Unterordnung des Zollwesens unter die Volkswirtschaft erst die Gewerbe zur Blüte kamen (Anm.: und nicht etwa durch Freihandelszonen!)  so werden nach Unterordnung des Zinswesens unter sie erst die Künste sich entfalten. Und die Kultur, die in den letzten Jahrhunderten infolge der Willkür der privaten Zinsherrschaft um ihr stetiges, in sich selbst sich Vertiefendes gebracht wurde, wird dann seelische Kräfte wecken, deren wunderbarer Unerschöpflichkeit wir jetzt noch so stumpf gegenüberstehen wie die Menschen des Mittelalters der Unendlichkeit des Himmels. Dann werden, wie einst die Landherren, so künftig die Geldherren einsehen, daß auch sie selbst am besten fahren, wenn die gesellschaftliche Wertentfaltung sich nicht um ihre privaten Zinsvorteile dreht, sondern um die sonnige Schöpferkraft der Völker!

Wir wissen alle, daß Geld heute nur durch vorherige Verschuldung des Staates bei einer kleinen aber feinen externen Elite entsteht. Diese Herrschaften sind dadurch gekennzeichnet, daß sie nicht wie wir zu den 'reifenden', sondern zu den 'greifenden' Seelen gehören. Diese verfolgen als letztes Ziel und Lebenszweck die umfassende Anhäufung allen Geldes und allen Besitzes bei sich. Sie haben die Staaten der Welt dazu gezwungen, ausschließlich bei ihnen zinspflichtigen Kredit aufzunehmen und betrachten jeden Staat, der etwa eigenes Geld schaffen will, oder aus diesem System ausbricht, als "Schurkenstaat", der regelmäßig mit Gewalt zu "bekehren" ist unter dem Etikett der "Demokratie" oder als "Terrorist". Daher wird die Verschuldung immer größer, eine Tilgung kann gar nicht stattfinden. Es gibt nur Schuldgeld, jeder Geldschein ist der Schuldwechsel des Staates, der nur, meist als neue private Schuld, weitergegeben wird. Die Wortbedeutung "Geld" mag im Deutschen an "Gold" erinnern, aber das ist nicht richtig. Die Engländer sprechen von "guilt", also "Schuld", und die Norweger haben das Wort "gjeld", das nichts anderes als Schuld im Sinne von Schulden-Verpflichtung bedeutet. Diese "greifenden" Seelen haben ihre Ideologie heute herrschend gemacht, und sie sind gerade dabei, die letzten Aufräumungsarbeiten in der Welt zu erledigen, die ihre globale Herrschaft endgültig sichern sollen. "Divide et impera!", also "teile und herrsche!" ist das wichtigste Axiom dieser Strategie. Überall sehen wir dieses Gesetz wirken: trenne das Volk von seinem Rechts-, Glaubens- und Traditionssystem, bringe jeden gegen jeden - und herrsche! Es ist keine größere Lüge vorstellbar als die Behauptung, daß "alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht"! Auch hier ist zu sehen: virtuell als (getrennter) Verfassungsbegriff ist "das Volk" zum Souverän erhoben, in dessen Name angeblich auch "Recht" gesprochen wird. Nur wenn man wissen will, wer denn tatsächlich "das Volk" ist, dann wird dieses nicht zu finden sein. Das können Sie z.B. ausprobieren, wenn Sie den Beweisantrag im Prozeß stellen, "das Volk" zu der Frage zu vernehmen, ob es sich "verhetzt" fühlt. Sie werden sehr schnell belehrt werden, daß es den Zeugen "Volk" nicht gibt, was durchaus der täglichen Erfahrung entspricht.Trenne das Volk von seiner tatsächlichen Macht und herrsche in Ruhe! Wir bekommen es täglich vorgeführt. Kann das so weitergehen? Und wo bleiben die Kirchen, denn gegen die 'greifenden Seelen' müßten sie ganz besonders missionieren. Ich berufe mich auf Jesus Christus, der sagte "Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber Schaden an seiner Seele nimmt?" Aber genau dieser Trend soll mit aller Gewalt global durchgesetzt werden, offenbar mit Zustimmung und Hilfe der Kirche. Hat Jesus unrecht, oder ist er nicht mehr maßgeblich in der westlichen Religion? Hugo Chavez zeigt, wie der Umschwung einzuleiten ist; wir haben allen Anlaß, für sein Wohlergehen zu beten!
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4. Mai 2007 In der norwegischen Zeitung wird unter den Lesern diskutiert, ob und wann der 3. Weltkrieg stattfindet, oder ob wir schon mittendrin sind. Besonders Putin wird argwöhnisch beäugt, nachdem er seine Rüstung deutlich aufmöbelt und wohl auch aus der Abrüstungsvereinbarung über den Abbau von konventionellen Waffen, insbesondere Mittelstreckenraketen, aussteigen will. Unruheherde gibt es genug, in Sachen Iran scheint ein Stillstand eingetreten zu sein, Bush und Cheney geraten mehr und mehr unter Druck durch angeregte Impeachmentverfahren in immer mehr Staaten der USA. Inzwischen rollen Köpfe, wozu wohl hoffentlich auch demnächst derjenige des sympathischen Kriegstreibers Wolfowitz gehören wird. Im Personalkarussel in Israel wird Olmert der nächste sein, der Zeit und Gelegenheit bekommen wird, im Pflichtfach 'Krieg gegen Libanon' nachzusitzen. Was die Gerichte demnächst zu der gesamten Führungsspitze sagen werden, soll wohl durch vorzeitigen Abgang aus dem Rampenlicht genommen werden. Aber die norwegischen Blogger sind nicht davon überzeugt, daß es demnächst zu einem Krieg kommt. Dafür gibt es aber genug andere Probleme, auf die ein Hinweis lohnt. Zum Beispiel werden wir es erleben, daß Deutschland am Hindukusch nicht nur "verteidigt" wird, sondern daß dort auch demnächst der kommunale Wahlkampf zu führen ist. Unsere Damen und Herren Politiker werden sich in Zukunft die Mühe machen müssen, die Drahtzieher für die Wahl ihrer "neideitschen" Wähler in ihren Jurten in Steppe und Taiga aufzusuchen, daran führt kein Weg vorbei - Norwegen macht es bereits vor. Ahmadinejad hat derzeit auch eine größere Krise durchzustehen. Die Sittenwächter haben in diesen Zeiten nichts Wichtigeres zu tun, als ihn heftig zu kritisieren, weil er seiner alten Lehrerin bei einem Klassentreffen einen Handkuß gegeben hat! Man stelle sich diesen Affront gegen den Islam vor! Ist es doch verboten, weibliche Personen zu berühren, mit denen man nicht verwandt ist. Und dann sowas! Ob Ahmadinejad das heil überstehen wird, bleibt abzuwarten, die Wogen gehen jedenfalls hoch. Ob dies ein Anschlag von Bush oder dem CIA war, bleibt auch noch zu klären. Die Staatsführungen und die guten Sitten - ein unerschöpfliches Thema, zumal auch in England sich der nächste Fall Christine Keeler / Profumo zu entwickeln scheint mit sehr peinlichen Offenbarungen und Konsequenzen. Doch zu etwas anderem: Ein englischer General im deaktivierten Zustand sagt:

Räumt eure Niederlage in Irak ein und fahrt nach Hause! (Zit. ap.no v. 3.5.2007)
   "Räumt eure Niederlage ein und fahrt nach Hause!" sagt ein pensionierter britischer General über das Engagement von USA und Großbritannien in Irak.
General Sir Michael Rose sagt, daß die "Aufrührer" recht daran tun, die Okkupationstruppen aus dem Land zu pressen. Er meint, USA und Großbritannien haben im Irak "nichts zu suchen".
- Es können Leben gerettet werden - Es sind die Soldaten an der Front, die mir erzählt haben, daß der Krieg, den sie führen, ein hoffnungsloser Krieg ist, und daß es nicht möglich ist, diesen zu gewinnen. Je schneller wir beginnen, über politische und keine militärischen Lösungen zu reden, desto schneller können sie heimkommen, und deren Leben kann gerettet werden, sagte Sir Michael Rose im BBC-Programm Newsnight am Samstag Abend.
   Als er gefragt wurde, ob dies auch heiße, die Niederlage einzuräumen, zögerte er ein bißchen und antwortete: wir müssen ganz klar die Niederlage einräumen, stellte er klar fest.
   Rose war früher in Bosnien als militärischer Führer und hat ein Buch herausgegeben 'Washington's War: From Independence to Iraq'. In diesem Buch zieht er Vergleiche zwischen dem ersten amerikanischen Präsidenten George Washington, wie dieser seine Truppen im Unabhängigkeitskampf gebrauchte, und wie heute irakische "Aufrührer" gegen amerikanische und britische Soldaten kämpfen.
Die irakischen 'Aufrührer' empfinden dies auf dieselbe Weise wie die Amerikaner in ihrem Freiheitskampf. Ich entschuldige nicht deren grausame Handlungen, aber ich verstehe gut, warum diese gegen die Amerikaner kämpfen, sagte Rose.
Kriegsrecht - Rose hat sich in der Vergangenheit als massiver Gegner des Irak-Krieges hervorgetan, und er meint, daß der Premier Tony Blair vor ein Kriegsgericht gestellt werden muß wegen des Irak-Krieges.

Deshalb wird er wohl auch in den "Ruhestand" versetzt worden sein, weil seine Auffasssung es an politischer Correctness fehlen läßt. Man hat gefälligst wie der regierende Hosenanzug mit Hurra und Hallo für Freiheit, Demokratie und Globalismus in den Kreuzzug zu ziehen, auch wenn dabei Verfassung und Strafgesetz vergewaltigt werden. Wenn schon diese Elendsfiguren an der Spitze der Abgreifertruppe vorführen, daß es weder das eine noch das andere mehr gibt, warum zum Donnerwetter, glauben dies nicht auch die Instanzgerichte, wenn es um brave Leute geht, die darauf hinweisen!? Wo sind eigentlich "unsere" Generäle, die sich einmal ähnlich deutlich äußern wie der Kollege Rose? In der Türkei hat das Militär die Regierung gerade abgemahnt - geht das denn hier nicht?
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Norwegen macht es vor: Die nächste Kommunalwahl kann in Pakistan entschieden werden. (Zit. ap.no v. 2.5.2007)
 Familienoberhäupter in Pakistan spielen eine aktive Rolle dabei, wem norwegische Wähler mit pakistanischem Hintergrund ihre Stimme geben. Dies sagt der Forscher Jon Rogstad am Institut für Gesellschaftsforschung.
- Es findet eine kollektive Mobilisierung statt, die außerhalb der Landesgrenzen liegt und über ein Netzwerk in Norwegen koordiniert wird. Familienoberhäupter sitzen im anderen Land und haben großes Interesse daran, wer gewählt wird, sagt der Soziologe Jon Rogstad in Oslo.
   Norwegische Wähler mit pakistanischem Hintergrund nehmen regen Anteil an der Demokratie. Besonders aktiv sind diese in Oslo, wo eine norwegisch-pakistanische Bevölkerung von beinahe 20.000 dabei ist, Kommunalpolitiker in Oslo mit pakistanischem Hintergrund zu den am meisten unterstützten Politikern in Norwegen zu machen.
   Moscheenbesuch und Teilnahme am pakistanischen Nationalfeiertag sind obligatorischer Teil des Wahlkampfes für die meisten Parteien, und bei der Wahl zum Storting (norweg. Parlament) reiste Kristin Halvorsen, derzeit Finanzministerin der SV sogar auf Wahlkampftour nach Pakistan.
  Dennoch sind wenig Wähler mit pH (pak. Hintergrund) speziell an Lokalpolitik interessiert. Während 70% der ethnischen Norweger behaupten, "sehr" oder "ziemlich" an Lokalpolitik interessiert zu sein, sagen nur einer von vier Wählern mit pH dasselbe.
  Das ist eines der Paradoxe, das Rogstad in seinem Buch "Demokratisk Fellesskap" (demokratische Gemeinschaft) anspricht, in dem er die politische Teilnahme unter ethnischen Minoritäten in Norwegen untersucht: Personen mit türkischem, pakistanischem oder bosnischem Hintergrund.

Überraschend - Viele Mittel, die jetzt von Minoritätswählern benutzt werden, sind traditionelle Einsatzmittel in norwegischer Politik. Rogstad unterstreicht, daß es nichts Neues ist, weder den Transport zum Wahllokal zu organisieren, oder Konzentrationskampagnen für einzelne Kandidaten quer durch die Parteien aus Gründen, die nicht unbedingt etwas mit reiner Parteipolitik zu tun haben müssen - besonders für die Frauenbewegung war dies immer wichtig.
   Das Neue ist die internationale Dimension: Jetzt ist es nicht nur die Familie in Norwegen, die an der Wahl beteiligt ist, sondern auch einflußreiche Familienmitglieder in Pakistan nehmen teil an der Diskussion, welche Kandiadaten oder welche nicht volle Unterstützung bekommen sollen.

Rogstad war überrascht, wie viele Fakten auf diesen Umstand hinwiesen. - Man hat Personen im Ausland, die kein Teil des politischen Systems sind, die an der Organisation teilnehmen. Wie verbreitet und wie wichtig das alles ist, wissen wir noch nicht genau, aber es gibt ein erkennbares generelles Muster dafür.
Familienbande wichtig - Politiker mit pH, mit denen ap.no sprach, bekräftigen sehr, daß Familienbande eine wichtige Rolle dabei spielen, wenn man Wahlkampf in norwegisch-pakistanischem Millieu macht. Dies wird nicht selten bestritten und zurückgewiesen. Ich kann das nicht bestätigen, sagt z.B. der SV-Politiker Akhtar Chaudry zu ap.no. Er meint auch, daß die Medien hier übertreiben. - Die Familie ist wichtig, aber es ist nicht so, daß man nur einen davon greifen muß, um automatisch neunhundert Wähler hinter sich zu haben. Aber wenn man es fertigbringt, eine Debatte darüber in Gang zu setzen, wie wichtig es ist, wählen zu gehen, dann geht dies in alle Gruppen, und zwar rasant, sagt Chaudry.
Wichtig für die Älteren - Kamil Azhar, Politiker in der Arbeiterpartei, der selbst Aufsehen in den Medien erregte - mit einem festen Platz im Stadtrat - als seine Eltern vor der Oslo-Wahl 2003 fertig ausgefüllte Stimmzettel mit dem Kreuz bei seinem Namen austeilten, meint, daß die Familienbande für die Jüngeren weniger bedeute.- Pakistaner in Norwegen, jedenfalls die erste Generation, sind im allgemeinen mehr mit Politik in Pakistan befaßt und haben weniger Einfluß auf die Jüngeren, meint er.
- Aber daß die Familienoberhäupter in Oslo etwas zu sagen haben, das kann ich nur bestätigen. Darin sehe ich nicht unbedingt etwas Negatives, wenn sich dies positiv auf die Beteiligung auswirkt, sagt Azhar.
- Wird Ihr Familienoberhaupt Wähler vor der Herbstwahl mobilisieren? - Ha ha, mein Vater und die anderen werden den Leuten schon sagen, daß die für mich stimmen!

Wer geht diesen Gedanken denn einmal bei den Pseudowahlen in unseren Gefilden nach? Ich kenne niemanden, der hier einen der amtierenden Tragikomiker gewählt hat, und so schnell wird sich wohl auch keiner finden lassen, jedenfalls nicht unter den Stimmberechtigten ohne "pH" oder "MH". Aber scheint es nicht so, daß die Bundeswehr an allen Standorten der Welt angeblich "Deutschland verteidigt", in Wahrheit aber nur das Wählerpotential zu hofieren hat, das die Nationalabwürger hier an ihre Freßtröge gebracht hat? Wenn man die untersuchten und erkannten Fakten aus Norwegen nach hier überträgt, kann so manches Licht aufgehen, warum "Deutschland" ausgerechnet am Hindukusch "verteidigt" werden muß. Oder sind dies etwa schon die neuen deutschen Reichsgrenzen nach Art. 23 RV neu? Man könnte richtig ins Grübeln geraten.
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7. Mai 2007 Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich morgen so eine Art einjähriges Jubiläum, denn bereits genau vor einem Jahr fragte ich z.B., wo denn die Bienen geblieben sind. Jetzt haben wir die Antwort, daß ganze Bienenvölker ins Nichts verschwunden sind, und daß damit auch in Verbindung mit der extremen Trockenheit wichtige Nahrungsmittel ins Nichts verschwinden werden. Dies wird in den Nachrichten im fröhlichen Plauderton z.B. kurz als "historische Mißernte" angekündigt, um dann locker zu den nächsten Lügen überzugehen, aus denen die "Nachrichten" fast ausschließlich bestehen. Es gab über das Jahr praktisch nichts Gutes zu berichten, im Gegenteil: Abscheulichkeiten aller Art wechselten sich ab und scheinen kein Ende zu nehmen. Die Staaten, die für sich die größten moralischen Ansprüche reklamieren, werden von den widerlichsten Subjekten regiert, die die Hölle aufzubieten hat, und der Rest der willfährigen ekelerregenden Mitläufer behauptet, von Ihnen und mir "gewählt" worden zu sein. Das Volk wird zum Beobachtungsobjekt unter Generalverdacht gemacht, und amoklaufende Minister mit Terrorviren zwischen den Ohren haben längst jedes Maß verloren, wenn es um die Einführung des Staatsterrorismus geht. Leider wird ihnen dabei immer weniger in den Weg gelegt, von einer wirksamen Kontrolle ganz zu schweigen. Die Damen und Herren träumen offenkundig von einem Europa der Politkommissare mit einer Verfassung, die von Geheimlogenbrüdern ausgearbeitet wurde, um die globale Herrschaft der "Auserwählten" sicherzustellen. Es ist immer wieder tragisch zu beobachten, wie sich Millionen und Milliarden von einer Handvoll Wahnsinnigen gängeln lassen, obwohl sie erklärtermaßen und auch tatsächlich die "Macht" haben. Aber: divide et impera! Solange jeder für sich allein dasteht, nützt dies überhaupt nichts, der total verkommene David wird den großen Goliath immer wieder mit perfider Verlogenheit und übelsten Tricks besiegen. Aber es rumort weiter, und es wird der 8. Mai kommen, der einmal ganz klar als das dargestellt wird, was er war: der Auftakt zum größten Völkermord und feigen Gemetzel an Wehrlosen durch großartige "Sieger", die in ihrer Abschaummentalität diese Massenvernichtungen, begangen am deutschen Volk, auch noch als "Befreiung" indoktrinierten. Aber Verkommenheit reicht nicht aus, das deutsche Volk zu vernichten, auch nicht 62 Jahre übelster Zersetzungsmachenschaften. Die "Sieger" haben sich dagegen selbst zersetzt, und der Endkampf geht nur darum, die endgültige Verrottung zu verschleiern und hinauszuzögern. Aber die Weichen sind gestellt, eine Weltherrschaft kann nicht auf Lüge und Verkommenheit aufgebaut werden, diese Bäume werden bestimmt nicht in den Himmel wachsen! Und das liegt nicht an uns, sondern an den geistigen Gesetzen, die keine Ausnahme dulden. Möge daher der 8. Mai 2007 der Tag der endgültigen Befreiung sein; die Chancen sind gut. Ich gedenke unserer Toten, Geschändeten und Ermordeten, ihr Tag wird kommen!
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Und hier ein überblick über die Verrottung der "Sieger" aus dem Blickwinkel der Profis:
Die 8,7 Billionen Staatsschulden der USA werden die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise reißen - und den Dollar gleich mit! Diese Fakten sprechen eine mehr als deutliche Sprache:
- Die Regierung Bush hat alleine mehr neue Schulden angehäuft als alle vorherigen Regierungen seit 1775 zusammen!
- Die 378 Milliarden Dollar Kosten für den Irakkrieg betragen das Achtfache dessen, was die USA für den Einsatz im 2. WK ausgegeben haben ... und ein Ende ist nicht abzusehen.
- Momentan stehen Hypotheken im Wert von fast 6 Billionen Dollar aus. Wenn die Immobilienblase platzt, wird das wie ein Gashebel auf Inflation und Dollarverfall wirken
- Und auch in Deutschland liegen 2 Billionen Schulden verborgen, die heimlich, still und leise unter den Teppich gekehrt werden (und zwar ist nicht von den ohnehin schon vorhandenen 1,4 Billionen Staatsschulden die Rede!)

USA: 8.746.326.327.210,56 $ Schulden! Dazu kommen weitere 37 Billionen unter anderem von Bundesstaaten, Kommunen und Privathaushalten.

Die Spatzen pfeifen es vom Dach: Der Dollar ist erledigt! An jedem x-beliebigen Zeitungskiosk der USA konnte man bereits im Dezember 2005 diese Schlagzeilen lesen:
- Das Verschwinden des Dollar (Economist)
- Der niedergeschlagene Dollar (Fortune)
- Wieviel ist das in EURO? (USA Today)


Die FED läßt ihre Druckerpressen schon seit Jahren auf Hochtouren laufen. Die Geldmenge wächst weit stärker als die Wirtschaft. Und jetzt: Allein in der 3. Kalenderwoche 2006 stieg die Geldmenge M3 um mehr als 25 Milliarden Dollar.In dieser einen Woche erblickten 2.500 Millionen neue, bis dahin nicht existierende Dollars das Licht der Welt. (Das war auch eine der letzten veröffentlichten Zahlen. Denn am 23.3.2006 hat die Zentralbank beschlossen, diese Geldmenge M3 nicht mehr zu veröffentlichen).
  Und das passiert nicht nur ab und zu mal, sondern laufend. Es hat auch schon Wochen gegeben, wo dieser Wert bei 50 Millionen lag. Das hat natürlich fatale Folgen:
  Die Geldmenge ist heute doppelt so hoch wie noch 1995! Was bedeutet das? Die Inflation wird in bis heute nicht geahnte Dimensionen ansteigen. Und zum Auslöser der gigantischsten Schulden-Epidemie werden, die es je gegeben hat.
   Dieses marode System reagiert mittlerweile wie ein Drogenjunkie... nur damit man in der Presse schreiben kann, daß alles in Butter ist.
Und zwar nicht nur in den USA. Auch für Deutschland gibt es kein Entrinnen, das wird noch gezeigt. Die Schulden der USA, umgelegt auf jeden der 280 Millionen US-Bürger, sind das 31.236,88 Dollar. Stunde um Stunde steigt das Defizit um weitere 80 Millionen. Dabei stammen 7.000 Milliarden aus der jüngsten Vergangenheit aus den letzten 30 Jahren, was rund 87% der Schulden ausmacht. Dazu die weiteren Schulden der Bundesstaaten und Kommunen, die Investitionen der Industrie und die Kredite der Privaten. Das sind weitere 37 Billionen Dollar, oder 336% des jährlichen Bruttoinlandsprodukts!
In der gesamten Menschheitsgeschichte ist KEINE EINZIGE nicht durch Goldreserven gedeckte Währung überliefert, die nicht im Überfluß produziert wurde und irgendwann auf Null gefallen ist - also ihre gesamte Kraft verloren hat! Und der Dollar ist schon seit Ende des Bretton-Woods-Abkommens vom 15. April 1971 nicht mehr durch Gold gedeckt.

Für historische Beweise brauchen wir gar nicht einmal weit in die Vergangenheit zu reisen:
Deutschland war im 20. Jahrhundert schon zweimal bankrott, zum erstenmal während der Inflation von 1923. Und dann nach dem 2. WK 1948. Beide Male hatte die Bevölkerung geglaubt, daß ihre Reichsmark ihre Kaufkraft bewahren würde. Doch es kam anders. Als man für 1 Billion Mark gerade noch ein Brot kaufen konnte, gab es im November 1923 eine "Währungsreform" - und die wertlosen Papierschnipsel wurden im Verhältnis 1 Billion zu 1 in die neue "Rentenmark" umgetauscht.
  Und jetzt kommt der wichtigste Punkt: In diese Umrechnung wurden ALLE Vermögen einbezogen: positive wie negative. Also rein zufällig auch jene Staatsschulden, die der deutsche Staat zur Finanzierung des 1. WK aufgenommen hatte. Das bedeutet: Durch die Inflation und die anschließende Währungsreform befreite sich der Staat buchstäblich für einen "Appel und ein Ei" von seinen gigantischen Staatsschulden. Sind hier nicht gewisse Parallelen zu heute zu sehen? Immense Schuldenberge, Kriege, die den Staatshaushalt auszehren. Düstere Zukunftsaussichten.
   Und richtig weh tut es, wenn man folgende Zitate vergleicht:
  "Was die USA den ausländischen Staaten schulden, zahlen sie auch - zumindest teilweise - mit Geldscheinen, die sie einfach selbst drucken können, wenn sie das wollen", beobachtete der französische Staatspräsident Charles de Gaulle 1965 - also 42 Jahre vor Greenspan und Bernanke.
Und eben dieser neue Notenbankchef, auch "Helikopter Ben" genannt, sagte kürzlich:
   Die USA besitzen eine Technologie, Druckerpresse genannt, die es erlaubt, so viele Dollars herzustellen, wie sie wünscht ... und das im Wesentlichen ohne großen Kostenaufwand."
  
Er verdiente sich seinen Spitznamen durch seinen Vorschlag, aus Hubschraubern Geld auf die Bevölkerung herabregnen zu lassen...

Was den Staatsbankrott besonders gefährlich macht, ist: kein Präsident stellt sich hin und erklärt den Staat für pleite. Nein, man entledigt sich der Schulden viel eleganter: Wenn der Staat bankrott ist, wird er als Staat nicht verschwinden, sondern hinterher wie Phönix aus der Asche steigen - mit einer neuen Regierung, vielleicht sogar als eine neue Staatsform mit neuer Verfassung.
  Und von allen Schulden befreit, kann er dann die alten Fehler wiederholen, bis es einige Jahrzehnte später wieder so weit ist.. Und die Anleger zahlen wieder den größten Teil der Zeche. Auch 1923 wurden die Sparguthaben derjenigen, die dem Staat freiwillig oder per Zwangsanleihe Geld geliehen hatten, vernichtet. Gewinner waren ausschließlich Schuldner und Eigentümer von Grundstücken, Immobilien, Fabriken oder anderen Wertgegenständen. Die Amerikaner sind schon heute auf dem besten Weg dorthin. Ja, der Vorsitzende des US-Rechnungshofes, David Walker, hat dieses Problem sogar schon genau so angeprangert:
   "Man kann die Vereinigten Staaten mit dem Römischen Reich direkt vor dem Zusammenbruch vergleichen. Der finanzielle Zustand ist schlimmer als angekündigt, das Modell des Staates ist zerstört. Es muß sich mit Budget-Defiziten herumschlagen, nicht ausgeglichenen Zahlungsbilanzen, Rücklagen - und seiner Führung."

Was nirgends in der Presse steht: Der US-Bundeshaushalt und die Haushaltsschulden sind parteiübergreifender BLÖDSINN! Zusammen haben die beiden Parteien geduldet, daß mehr Schulden während der beiden Regierungsperioden von George W. Bush aufgenommen werden mußten, als unter ALLEN vorherigen Regierungen ZUSAMMEN!
  Selbst die Heritage Foundation, die eigentlich hinter Bush steht, glaubt, daß die Bundesdefizite bis 2020 auf 1 Billion Dollar PRO JAHR ansteigen werden! Ein großer Teil dieser Schulden wurde verursacht durch den ausufernden Krieg im Irak. Dieser Krieg hat bis heute schon fast 8 mal so viel gekostet wie die amerikanische Beteiligung im 2. Weltkrieg. Seit März 2003 stiegen die monatlichen Kriegskosten von 4,4 Milliarden auf 9,0 Milliarden Dollar.
  Pro US-Bürger sind das 315 Dollar. Das macht den Irakkrieg zum teuersten der letzten 60 Jahre. Zum Vergleich: Der 8 Jahre dauernde Vietnamkrieg kostete noch 5,1 Milliarden Dollar pro Monat. Selbst der Rückzug würde nochmal 5 bis 7 Milliarden Dollar verschlingen.

Anders ausgedrückt: 2005 schon 420,6 Milliarden. 2007 werden es 439,3 Milliarden sein. Und jeder einzelne Penny davon beliehen mit 4% Zinsen....Aus diesem Grund steigt der Verteidigungshaushalt so rapide an: 2002 waren es 310 Milliarden. Letztes Jahr schon 420,6 Milliarden. Und jeder einzelne Penny beliehen mit 4% Zinsen... Ist die Schmerzgrenze erreicht? Es kommt noch schlimmer! Nur wenige Menschen wissen, daß die Zahlen, mit denen die Politiker in Washington arbeiten, ein ziemlich marodes Zahlengebäude sind. Denn: Im US-Kongreß wird ausschließlich über die Zahlen des Finanzministeriums debattiert. Niemand betrachtet die Zahlen der FED, die erheblich zuverlässiger sind. Das ist eigentlich ein Riesenskandal: Wenn an der Wall Street Bilanzmanipulationen á la ENRON oder WorldCom bekannt werden, schlägt die Meldung ein wie eine Bombe. Aber wenn die Regierung ihr Defizit um 500 Milliarden Dollar (!) zu niedrig einschätzt, stößt man auf taube Ohren. Nur:
   Die Bilanztricks in Washington sind noch viel schlimmer als in der Wirtschaft: Erstens geht es um viel größere Größenordnungen. Bei den Manipulationen des Schatzamtes mit den Regierungsbehörden und der Sozialversicherung geht es seit dem Jahr 2000 um mehr als 2 Billionen Dollar.
Zweitens: die Regierung jongliert nicht einfach mit Zahlen herum, sondern mit ECHTEM GELD. Die Sozialversicherung wird ausgeplündert, indem das harte Geld, das eigentlich für künftige Sozialleistungen reserviert ist, einfach verpulvert wird.

Drittens betrifft dieses Verschuldungsproblem nicht nur die Amerikaner, sondern alle Bürger weltweit. Das ist aber nur den wenigsten bewußt. Jahrzehntelang haben sich die Regierungen aller großen Industrienationen Geld von den kommenden Generationen gepumpt. Jetzt stehen wir vor dem Tag der Abrechnung: Die Zukunft ist da, und WIR sind die so genannte kommende Generation, die die Schulden bezahlen muß!
Sind das schon die ersten Anzeichen eines Staatsbankrotts? Oder sind wir auf dem Weg dahin? Die USA waren zum Jahreswechsel 1995/96 zeitweise nicht einmal in der Lage, ihre Staatsdiener zu bezahlen. Weswegen sie sie mehrmals vorübergehend in unbezahlten Zwangsurlaub schickten..

Nun, mit Steuersenkungen, Terrorattacken und Kriegen in Afghanistan und Irak in den letzten viereinhalb Jahren sind die Staatsschulden jetzt schon um 2 Billionen höher als bei Bushs Amtsantritt! Als das Römische Reich zerfiel, als die Französische Revolution heraufzog und am Vorabend der Großen Depression in den 20er Jahren gab es erstaunliche Parallelen zur Schuldensituation heute. Und sie haben dieselbe Ursache:
Die Politik läßt die Staatsmacht ausufern, was schließlich zu exzessiven Schulden führt, die letztlich nicht mehr zu bewältigen sind. Der Wert des Geldes wird zerstört. Der Wohlfahrtsstaat ufert aus. Die Bevölkerung wird unter Vorwänden und leeren Versprechungen vieler ihrer Freiheiten beraubt.
Bekanntes Szenario der letzten 5 Jahre? Dieses Schuldenproblem ist nicht spezifisch amerikanisch. Auch Deutschland ist in höchstem Maße betroffen. Und zwar durch eine Zeitbombe, deren Ticken heute kaum zur Kenntnis genommen wird: Fragt man heute einen Politiker, warum die Staatsverschuldung in Deutschland so hoch ist, bekommt man wohl zur Antwort: "Das war der nötige Preis für die Wiedervereinigung!" Doch das ist eine fatale Illusion:
Nicht der 1,3 Billionen Euro-Schuldenberg wird Deutschland das Genick brechen, sondern es gibt noch einen zweiten Schuldenberg, der heimlich unter den Teppich gekehrt wird. Und der noch viel höher ist, weil seine Wurzeln lange vor der Wiedervereinigung liegen. Er wird ebenfalls eine wahre Schuldenepidemie auslösen, die dramatischer ist als alles, was es bisher in der BRD gab. Dieser gigantische schwarze Schatten, der über allen öffentlichen Haushalten liegt, sind die Pensionen und Zusatzleistungen für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes.
 
Man darf sich nicht davon beirren lassen, daß in der Presse nur von maroden Sozialkassen für Renten, Pflege und Gesundheit zu lesen ist. Diese Posten sind immer noch durch Umlagen oder Kapitaldeckung gegenfinanziert. Ganz anders sieht es dagegen bei den Pensionslasten des öffentlichen Dienstes aus: In den späten 60er und frühen 70er Jahren gab es massive Einstellungswellen, die in Kürze in ebenso massive Pensionierungswellen umschlagen werden! Umschlagen wird dann auch die Struktur der Staatsschulden: Bis 2030 müssen über 600.000 zusätzliche Pensionäre versorgt werden. Deren Pensionsansprüche übersteigen bis 2040 die Marke von 2 Billionen Euro. Sie werden dann der größte Einzelposten der Staatsschulden sein. Diese Zahl findet sich in keiner öffentlichen Statistik, obwohl sie heute schon unausweichlich ist.
Ja, der kürzlich veröffentlichte "Dritte Versorgungsbericht der Bundesregierung" ist so aufgebaut, daß sämtliche Zusammenhänge zwischen den Pensions- und Leistungszusagen sowie der Verschuldung VERSCHLEIERT werden. Ist das vielleicht der Grund, warum Spitzenfunktionäre der Beamtenlobby mit "Widerstand in einer ungeahnten und bislang noch unbekannten Weise" drohen, falls irgendjemand am Berufsbeamtentum "herumzündeln" sollte? Ja, man droht implizit sogar schon mit einem Beamtenstreik(!), der klar rechtswidrig wäre.
   Und jetzt kommt der Punkt, der dem Faß den Boden ausschlägt: Das Berechnungsmodell dieses "3. Versorgungsberichts" ist nämlich schlichtweg falsch! Es berücksichtigt folgende simple Tatsache nicht: Wovon werden die wachsenden Pensionen gezahlt? Aus defizitären Haushalten. Und wie werden die finanziert? Nun, über Kredite natürlich, in der Regel über Anleihen, die der Staat herausgibt. Und hier liegt der Hase im Pfeffer: Die Zinsen, mit denen sich die BRD bei anderen verschulden kann, werden schon bald STEIGEN. Denn  die Rating-Agentur Standard & Poors hat bereits angekündigt, daß der Bund auf der Liste der 15 Länder mit dem begehrten "AAA-Rating" (niedrigstes Ausfallrisiko) an letzter Stelle steht und bald herabgestuft wird.

Mehrere Bundesländer haben diese Prozedur bereits hinter sich. So wird die Finanzierung der Pensionen zum Gashebel für eine noch höhere Verschuldung, weil die Zinssätze für die öffentliche Kreditaufnahme steigen werden. Sie werden aber noch aus einem weiteren Grund steigen: Die Zinsen befnden sich deswegen in einem Aufwärtstrend, weil nur so die kommendee Inflation eingedämmt werden kann. Folge: Egal, was der Staat tut, er kann weder vor noch zurück!
Ausblick: Die BRD wird diesen dramatischen Schuldenzuwachs nicht überleben. Bei derart monströsen Größenordnungen kann sie im Jahr 2040 unmöglich in ihrer heutigen Form existieren.
Was die meisten auch nicht wissen: Nicht der Kollaps am Aktienmarkt ist die größte Bedrohung für private Vermögen, sondern der Zusammenbruch des Anleihenmarktes und von Währungen wie dem US-Dollar. Der Dollar ist jahrelang gestiegen. Darum nahm man oft an, der Dollar sei stark und stelle kein Risiko dar. Aber das stimmt nicht. Ausländische Investoren halten US-amerikanische Aktien und Anleihen im Wert von 4,6 Billionen US-Dollar. Sie sind der größte Eigentümer der meisten amerikanischen Werpapierkategorien - größer als die inländischen Banken, Versicherungen oder sonst ein Finanzsektor für sich genommen. Was, wenn diese kalte Füße bekommen? So wie es in der BRD passieren kann, wenn Geldgeber neuer Anleihen plötzlich über den ungedeckten Schuldenberg der Beamtenpensionen stolpern? Das Beispiel zeigt aber noch mehr: nämlich die Tatsache, daß es für eine Regierung nur eine Möglichkeit gibt, mit einem Defizit umzugehen: Schulden machen! Und das geht wieder nur durch den Verkauf von Anleihen und anderen Staatspapieren an die Öffentlichkeit, natürlich zu immer höheren Zinsen! Und genau hier wird der Punkt ohne Wiederkehr überschritten:
   Denn  schon bald sagen sich die Menschen, warum soll ich jetzt lausige 5%er kaufen, wenn der Staat demnächst 7 oder 8% Zinsen zahlt? Das bremst den Absatz, die Zinsen steigen noch schneller, die Preise für Anleihen mit niedrigem Zinssatz verfallen. In solchen Fällen purzeln die Preise für Anleihen manchmal genauso schnell wie Aktienkurse. Und dann breitet sich der Anleihen-Crash wie eine Epidemie binnen weniger Stunden weltweit aus. Denn alle bedeutenden Anleihemärkte der Welt sind genauso miteinander verbunden wie die Aktienmärkte und sorgen für Dominoeffekte.  
Beispiele gibt es genug:
   1987 fing der Anleihen-Crash in Japan an und griff dann auf die USA über. Der nächste Anleihen-Crash dürfte jetzt in New York beginnen. Und 1980 schlug der Crash so heftig und schnell zu, daß das Defizit außer Kontrolle geriet und Inflation und Zinsen stiegen. Niemand wollte Anleihen kaufen. Und es hat schon Tage gegeben, wo die Anleihenpreise an einem Tag um fast 10% gefallen sind. Und 10% bei Anleihen sind eine Menge! Das ist prozentual betrachtet fast so viel wie am schlimmsten Tag des Börsencrashs von 1929! Nur zur Erinnerung: Es ist nicht die Rede von riskanten Aktien, sondern von abgeblich super-sicheren Anleihen, die von einer ach so super-soliden US-Regierung ausgegeben wurden. Und in solchen Situationen will niemand mehr Anleihen kaufen: Am 11. Februar 1980 fanden die Händler nicht einmal mehr Käufer für die vergleichsweise kleine Menge von 5 Millionen Anleihen. In einer solchen Situation wird eine Regierung alles opfern - die Wirtschaft, die Unternehmensgewinne, Arbeitsplätze, einfach alles, nur um weiterhin Kredite aufnehmen zu können. Sie hat keine andere Wahl. Genau das ist 1980 passiert, und es wird auch das nächstemal passieren.

  Nur wenn der "American Way of Life" weiter aufrechterhalten werden kann, hat die US-Regierung Rückhalt bei der Bevölkerung. Damit das Leben auch weiterhin unbeschwert weitergeht: Die Amerikaner sparen nicht. Autos kaufen sie auf Pump und selbst Lebensmittel per Kreditkarte. Mit diesem Lebenswandel konsumieren sie schon seit 2004 Waren und Dienstleistungen in Höhe von 102% ihres Bruttoinlandsproduks. So eine Situation gibt es nirgends sonst auf der Welt. Anders ausgedrückt: Der Rest der Welt finanziert den USA 2% des Alltagskonsums. Das heißt:
Die Amerikaner fressen ihre eigene Wirtschaftsleistung förmlich auf. Und die ersten Anzeichen sind schon deutlich sichtbar:  Forts. WW 35