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Wissenswertes 28


Forts. von WW 27 - Flüchtlingsdrama Irak -

- Dies ist die am schnellsten wachsende Flüchtlingskrise der Welt, sagt Kenneth Bacon von der amerikanischen Hilfsorganisation Refugees International.

Der Nahe Osten hat nichts Gleichartiges erlebt, seitdem 700.000 Palästinenser in die Flucht getrieben wurden, als 1948 der Staat Israel errichtet wurde.

Für die Nachbarländer wird der Flüchtlingsstrom ständig beängstigender, und Jordanien und Syrien haben klar gefordert, daß auch andere einen größeren Teil der Bürde übernehmen müssen. Jordanien hat noch von vorher 1,8 Millionen palästinensische Flüchtlinge, und hat jetzt noch rund eine Million Iraker zusätzlich bekommen. Für ein Land mit 5,5 Millionen Einwohnern wird die Situation daher dramatisch.

Mittelfristige Besucher - Die Jordanischen Behörden nennen die Iraker "mittelfristige Besucher". Sie haben nicht um internationale Hilfe gebeten und arbeiten nicht mit UNHCR zusammen. Amman verweigert auch die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis für diejenigen, die schon da waren, und man hat begonnen, diejenigen zu deportieren, deren Papiere nicht in Ordnung sind.

Die Grenze ist jetzt geschlossen für männliche Iraker zwischen 17 und 35 Jahren.

Syrien hat ebenfalls bis zu 1 Million irakische Flüchtlinge aufgenommen, bezeichnet diese aber als "Touristen" und "illegale Einwanderer".
Das Land leidet unter großer Arbeitslosigkeit und verweigert den Irakern die Arbeitserlaubnis. Jetzt wurde die Grenze ebenfalls geschlossen, und man verlangt Bezahlung für Heilbehandlungen.

Dies ist also der Segen nach amerikanischer Lesart, wenn ein Land mit Rohstoffen für die Neocons aufbereitet werden soll. Eins ist klar: die Menschen interessieren in keinster Weise und scheinen voll dem Plan der Reduzierung der Weltbevölkerung ausgeliefert, der ja schon seit langem verfolgt wird. Es wird wirklich Zeit, daß diese Bastion des Satans mit allen Hintergrund- und Hilfstruppen in die Wärme ihres Chefs gejagt wird. Es darf gehofft werden, daß die FUFOR-Sondernachricht stimmt, daß Bush bereits in Hausarrest sitzt. Die Welt hat die Grenze der Lügenhaftigkeit ihrer Politiker aller Couleur seit langem überschritten; der Abpfiff ist überfällig!

Hier noch eine Lesermeinung aus Norwegen zu obigem Artikel:
"Keine Flüchtlinge aus Irak nach Norwegen! Wir haben den Krieg nicht unterstützt! Norwegen hat im Nahen Osten nie Imperialismus betrieben. Warum sollen wir leiden für die Sünden anderer Länder? Warum sollen wir Horden von haßerfüllten und brutalisierten Irakern aufnehmen, die es nicht fertigbringen, den Unterschied zwischen einem Norweger und einem Amerikaner zu sehen? Ironisch genug wird ein vermehrter Flüchtlingsstrom aus Irak ausgerechnet der einzigen Partei helfen, die den Krieg unterstützt hatte: FRP (Fremskrittsparti). Die kriegen Zulauf (wegen ihrer zuwanderungskritischen Politik). Norwegen wird mehr polarisiert, und wer weiß, wo das alles endet."

Es werden also Freiwillige gesucht, die die Suppe auslöffeln sollen. Sicher wird Frau Merkel sich an ihren Auftrag erinnern, die Bevölkerung auszutauschen, weil K 300 die Deutschen endlich weghaben will. Es bieten sich hervorragende Möglichkeiten, hier gewaltige Fortschritte zu erzielen, insbesondere mit unverzüglicher "Eindeutschung". In Norwegen wird das Thema Zuwanderung mit Elan diskutiert, weil dort die Grenzen ebenfalls längst erreicht, wenn nicht gar bereits überschritten sind, mit allen beschriebenen Nebenerscheinungen multikrimineller Art. Nur in der BRD wird das "Volk" ja gar nicht erst gefragt - wie lange lassen wir das noch mit uns machen?
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Wenn ein Gemeinwesen verrottet - 30 junge Frauen in einem Massengrab in Sverdlowsk in Zentralrußland gefunden. Die Gebeine stammen aus einem Bordell. (Zit. Dagbladet.no v. 4.2.07)

D
ie Mädchen wurden gekidnappt, zur Prostitution gezwungen und dann von den Zuhältern ermordet, entweder weil sie sich verweigerten, oder um Spuren zu verdecken. 8 Männer wurden jetzt in dieser Sache festgenommen. Haupttäter sind zwei Brüder und ihre Vettern. Mehrere der Täter haben selbst Kinder (Mädchen) im selben Alter wie ihre Mordopfer. 15 Mädchen konnten bisher identifiziert werden. Aber es liegen weitere 13 bis 15 unidentifizierte Mädchen in dem Massengrab.

Die schaurige Geschichte, die jetzt ausgegraben wird, handelt von einer örtlichen Gemeinschaft in der Verrottung, und um eine Polizei, die die Geschichte aller Verschwundenen geheimhielt. Die Begründung war, daß sie die Verbrecher nicht warnen wollten.
Die Zeitung Komsomolskaja erzählt die Geschichte von Olja Bubnova und Vika Jusjkova, die verschwanden, als sie eine Tour machten am 13. Juli 2005. Die beiden Mädchen waren 15 und 13 Jahre alt als sie verschwanden. Aber weil sie oft bei der anderen übernachteten, verging mehr als ein Tag, bevor die Eltern ihr Verschwinden bemerkten. Oljas Mutter sagt zur Zeitung:

Der letzte Brief - Nach ein paar Tagen kam ein Brief von Olja. Da stand: "Mamma, sei nicht besorgt, wir sind zusammen mit Freunden nach Moskau gefahren. Wir kommen bald zurück". Alle gekidnappten Mädchen scheinen gezwungen worden zu sein, solche Briefe zu schreiben. In ihrem Brief schrieb Vika, sie sei mit Freunden unterwegs. Aber es gab weder eine Adresse noch eine Telefonnummer in dem Brief, die Eltern gingen zur Polizei.

M
enschen verschwinden - Olja wurde identifiziert durch den Pullover, den sie anhatte. Vika wegen ihrer Uhr. Olja wurde mit einer Hacke ermordet, Vika wurde erwürgt, zeigt die Obduktion. Aus der Kleinstadt Niznij Tagil im Ural verschwinden ständig Menschen. Die Stadt hat rund 400.000 Einwohner und ist eine verkommene russische Provinzstadt, ein Ort, von dem junge Menschen gern wegfahren. In Nisjnij Tagil verschwanden in den beiden letzten Jahren 1409 Menschen. 947 davon wurden gefunden, 462 bisher nicht.
- Es ist gewöhnlich, daß Menschen, die verschwinden, in größere Städte ziehen, um Arbeit zu finden und sie geben keinen Bescheid, erklärt die Polizei.
- Wir wollen keine Wellen machen, um den Mördern nicht zu zeigen, daß wir auf deren Spur sind, sagt die Polizei zur Zeitung. Im Zeitraum 2002 bis 2005 wurden 30 Mädchen gekidnappt und gezwungen, im Bordell der Brüder zu arbeiten. Diejenigen, die sich nicht fügten, wurden erst vergewaltigt und dann ermordet. Die anderen arbeiteten und wurden ermordet, um Spuren zu beseitigen, meint die Polizei.

Alle Verhafteten kommen aus Nisjnij Tagil, wo die Haupttäter eine Firma mit Getränken haben. Die Brüder heißen Eduard und Dimitrij Tsudinovs. Sie wurden in dem Dorf Levikha geboren, wo das Massengrab gefunden wurde.
Die Behörden sagen, daß die Brüder auf Ausschau nach Mädchen waren in Nisjnij Tagil und den umliegenden Dörfern. Unter den Verhafteten ist auch ein Charmeur, der oft Mädchen verführte. Er konnte fast immer unmittelbaren "Erfolg" haben.
Er war es, der die Mädchen ins Bordell bekam, eine Wohnung im Zentrum der Stadt. Er bat wie meist "zum Tee". Dann bekamen die Mädchen die Wahl: Entweder prostituierst du dich, oder wir bringen dich hier und jetzt um!
Die Ermittler sagen, daß Olja und Vika sich wahrscheinlich verweigerten und unmittelbar umgebracht wurden.

Es kommt der Tag, da ist auch diese Pest aus der Welt verschwunden, und der ist gar nicht mehr so fern, da bin ich sicher! Man erinnere sich nur, daß ein gewisser Menschenfischer, der hier auf unsere Kosten seine elende Dressurnummer als "Außenminister" mimte, großzügig Visa in Rußland erteilen ließ, die in eine bestimmte Richtung deuteten. In Nisjnij Tagil haben wir ein Beispiel, wie es "die Kleinen" machen - wie es die "Großen" machen, fördern ganz andere Ausgrabungen zutage.
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Und noch eine dringende Warnung vor einem Killerstoff: Metamfetamin

Ein 18Jähriger starb gestern im Krankenhaus von Elverum, nachdem er sich höchstwahrscheinlich eine Dosis Metamfetamin gesetzt hatte. Festgenommen wurde ein anderer 18Jähriger, der angab, daß er den Stoff selbst hergestellt hatte. (Zit. dagbladet.no v. 4.2.07)

Russisches Roulette - es wird auf das schärfste vor diesem Stoff gewarnt: Es ist so wie mit anderen Stimulantien für das Zentralnervensystem - manchmal verträgt man größere Dosen, beim nächstenmal stirbt man an geringeren Dosen, ohne daß einer erklären könnte, warum. Metamfetamin kann aus mehreren Ursachen töten. Eine Überdosis kann zu Gehirnblutungen führen und / oder zum tödlichen Herzinfarkt. Jedes Jahr gibt es Todesfälle mit diesen Drogen. Amfetamin ist schon stark genug, aber Metamfetamin ist noch wesentlich potenter.

Die Polizei in Norwegen geht davon aus, daß Amfetamin inzwischen sehr verbreitet ist, und daß 30% der Umsätze Metamfetamin sind. Jedes Jahr gibt es deswegen Todesfälle.

Schon die Herstellung kann gefährlich sein. Einige Methoden der Herstellung können zu Explosionen und Bränden führen.
Kein Gegengift wirkt - der Stoff ist ganz neu, die Wirkungen unbekannt, deshalb kann der Gebrauch fatal sein. Schon gar nicht ist die Stärke des Stoffes abzuschätzen, also besteht höchste Lebensgefahr! Der 18Jährige bekam alle erreichbaren Gegenmittel im Krankenhaus, aber nichts wirkte!

Sollten sich Kinder demnach plötzlich für Chemie interessieren, dann kann dies mit selbstgemachtem Dop zusammenhängen. Es kann nicht genug gewarnt werden!
 
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5.2.2007 Amerikanische Geheimdienste widersprechen dem Präsidenten - Nur dünne Beweise für die Unterstützung Iraks durch den Iran. (Zit. dagbladet.no v. 5.2.07)

Bild: (Bush) Klagt Iran an: Das Weiße Haus klagt Iran an, irakische "Aufrührer" zu versorgen, aber der amerikanische Geheimdienst stellt dies in Frage.

Präsident Bush und nahe Mitarbeiter haben ihre Sprache gegen Iran in der letzten Zeit verschärft und klagen iranische Stellen an, irakische "Aufrührer" der Shijamuslime mit tödlicher Waffentechnologie zu versorgen. Dem widerspricht der Geheimdienst: Iran und Syrien können kaum dafür verantwortlich gemacht werden, hinter der Gewalt in Irak zu stehen, schreibt Newsweek.
Amerikanische Beamte mit Zugang zu geheimen Informationen sagten zur Zeitschrift, daß die Beweise gegen iranische Stellen bestenfalls zweideutig genannt werden können.
Von einzelnen Stimmen wird behauptet, daß Iran irakische "Aufrührer" mit infraroten Sensoren versorgt habe, die zum Auslösen von Bomben geeignet seien. Aber auch das versehen Analytiker mit einem Fragezeichen.
Solche Sensoren haben viele Anwendungsmöglichkeiten. Diese sind frei erwerblich über den Ladentisch in Iran für billig Geld, und können von wem auch immer leicht über die Grenze geschmuggelt werden. Iranische Stellen müssen dazu nicht unbedingt beitragen, heißt es.

Amerikanische Beamte in Bagdad riefen vorige Woche zu einer Pressekonferenz in Bagdad, um angebliche Beweise für Irans zentrale Rolle im irakischen "Aufruhr" vorzulegen, diese wurde jedoch abgeblasen. Hintergrund soll gewesen sein, daß Uneinigkeit darüber herrschte, welche behaupteten Beweise sich überhaupt gegen Iran fanden, schreibt Newsweek.
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6.2.2007 Erster Fall von Meuterei in der US-Army. Lieutenant Watada öffentlich: Als ich die betrügerischen Argumente las, die die Bush-Regierung gebrauchte, um den Krieg anzufangen und weiterzuführen, war ich schockiert. Jetzt steht Lt. Watada vor dem Kriegsgericht.

Aber zuvor noch eine Original-Meinung eines US-Kämpfers aus einem Blogg, der über das (wahrscheinliche) Märchen handelt, daß Vietnam-Veteranen zuhause angespuckt wurden:

"Spitting on anyone (what little kids do to each other) deserves contempt, but so does serving in an armed force that seems like a modern extension of Waffen-SS (!)
After WWII there has been precious little glory or justification in any war the US has been involved in, and anyone with a smidgen of intelligence and integrity should just refuse to participate.
The ones who should be prosecuted are of course the politicians and the military leaders.
So do to Bush what he caused on Saddam, hang the godfucker!

Zurück zu Lt. Watada: Amerikanischer Offizier vor dem Kriegsgericht wegen Irak-Verweigerung (Zit. AP.no v. 5.2.07)

Lt. Ehren Watada im amerikanischen Heer weigerte sich, nach Irak zu gehen und an einem Krieg teilzunehmen, den er für ungerechtfertigt hält. Jetzt steht er vor dem Kriegsgericht in den USA mit der Anklage, seine Mitsoldaten im Stich gelassen zu haben.

Die Rechtssache gegen Watada sollte am Montag auf der Militärbasis Fort Lewis im Staat Washington im Nordwesten der USA eingeleitet werden. Er riskiert bis zu 4 Jahre Gefängnis wegen Befehlsverweigerung und für einen Offizier unangemessenes Verhalten.
- Ich konnte mir niemals vorstellen, daß unser oberster Führer das Vertrauen mißbrauchen würde, das wir ihm erwiesen. Als ich über die betrügerischen Argumente las, die die Bush-Regierung gebrauchte, um diesen Krieg anzufangen und weiterzuführen, war ich schockiert, sagte Watada öffentlich.

"Mißbraucht" - Wenn der Präsident mein Vertrauen mißbrauchen kann, dann muß ich jetzt von meiner Seite dasjenige kritisch betrachten, was er jetzt von mir will, heißt es weiter in der Aussage. Nach der Anklage waren diese öffentlichen Äußerungen geeignet, die Kampfmoral der Soldaten zu schwächen, die bereits nach Irak geschickt worden waren.

- Er hat Mitsoldaten verraten, die jetzt Dienst in Irak tun, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde, Kapt. Dan Kuecker auf einem vorbereitenden Treffen in der Sache. Der Richter in der Sache, Otl. John Head, hat die Ansicht zurückgewiesen, daß Watadas Äußerungen von der Meinungsfreiheit geschützt seien.

Amnesty International weist darauf hin, daß, wenn Watada verurteilt und ins Gefängnis gesteckt wird, er als Gewissensgefangener betrachtet werden muß. Das Recht auf Militärdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist niedergelegt in einer Reihe von internationalen Verträgen, so AI.

Krieg rechtswidrig? - Watadas Verteidiger Eric Seitz meint, daß die Frage, ob und inwieweit der Krieg in Irak rechtswidrig ist, eine wesentliche Grundlage für das Verfahren sein muß. Die eigenen Regeln des Heeres schreiben vor, daß Krieg in Übereinstimmung mit dem UN-Vertrag zu führen ist, sagt er.

Aber das Gericht hat dieses Argument zurückgewiesen und meint, es sei Watadas Verhalten und nicht die Politik der USA, die vom Gericht zu prüfen sei. Somit könne der Angeklagte seine Verteidigung nicht damit begründen, der Krieg sei rechtswidrig, sagt Richter Head.

Für amerikanische Antikriegsaktivisten ist Ehren Watada ein Held. Sie haben eine eigene Netseite eingerichtet, auf der Watada u.a. vom südafrikanischen Friedensnobelpreisträger, dem früheren Erzbischof Desmond Tutu, gelobt wird.

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Neue Korruptionsanklage gegen Olmert. Angeklagt, eine stattliche Subvention für Fabrik eines Kollegen gesichert zu haben. (Zit. dagbladet.no v. 6.2.07)

Isarels Staatsminister Ehud Olmert, der schon von vorher in einem Ermittlungsverfahren in Verbindung mit dem Verkauf der größten Landesbank steht, ist wegen eines weiteren Falles von Korruption angeklagt.
Der israelische Fernsehsender Channel 10 meldet am Montag abend, daß Olmert angeklagt ist, weil er einem Parteikollegen eine staatliche Stütze von (umgerechnet) 10 Mio nkr für eine Fabrik verschafft haben soll.
Dies soll geschehen sein während seiner Zeit als Handels- und Industrieminister in der letzten Likud-Regierung, wobei der Empfänger ebenfalls Likud-Mitglied war.
Ein Sprecher der israelischen Reichsrevision weist darauf hin, daß Olmerts damaliges Ministerium durchleuchtet wird, aber Olmert selbst nicht.

Dann wundert man sich aber, woher die Anklage kommen soll. Aber lassen wir das und sehen lieber, was sein Chef derzeit treibt...

Der Präsident wird der Vergewaltigung beschuldigt. Israel wartet gespannt auf Katsavs eigene Einlassung.

Bild: Das, was jetzt eine sexuelle Anklage gegen Präsident Katsav darstellt, sorgte für hohe Wellen, als Ehud Olmert letztes Jahr im Oktober Putin in Rußland besuchte: In Anwesenheit einiger Journalisten bat Putin seinen Gast, seinen Präsidenten zuhause zu grüßen und ihm zu sagen, "daß wir alle neidisch sind".

Putins Sprecher brauchten mehrere Tage, um der Öffentlichkeit zu erklären, daß die Journalisten nicht mitbekommen hatten, daß dies als Scherz gemeint war.

(dagbladet.no) Moshe Katsav riskiert, der erste amtierende Präsident Israels zu sein, der vor das Reichsgericht gestellt wird, nachdem der Reichsanwalt sich heute entschlossen hat, den Präsidenten wegen Vergewaltigung anzuklagen.
Dies ist der schwerste von vielen Anklagepunkten gegen den Präsidenten, der in konstantem Gegenwind lebte, seitdem ihn eine weibliche Angestellte letzten Herbst angezeigt hatte. Das ist aber nicht die Frau, auf die sich die Vergewaltigungsanklage bezieht, sondern nur eine von vielen, die sich meldeten, nachdem die Lawine losgegangen war.

Für Mittwoch hat der 61jährige Präsident eine Pressekonferenz angesetzt. Die Spannung dreht sich um die Frage seines Rücktritts, bevor seine Amtszeit im Juli ausläuft. Bis dahin hat er dieselbe Immunität wie ein Diplomat, wenn nicht mindestens 90 von 120 Mitgliedern der Knesset sich dafür entscheiden, daß er sofort vor Gericht gestellt wird. Nach israelischem Recht bekommt der Präsident zunächst die Gelegenheit einer Erklärung, bevor der Reichsanwalt den formellen Beschluß zur Anklage faßt.

Rache für Rausschmiß - Die Anwälte von Katsav sagen, er sei unschuldig in bezug auf Vergewaltigung und Machtmißbrauch; die Anhörung wird aufdecken, daß er falschen Anschuldigungen ausgesetzt ist. Die Anwälte behaupten, daß mehrere Frauen mit erfundenen Geschichten kommen aus Rache dafür, daß sie entlassen worden waren, so das Nachrichtenbüro AP.

Der Ärger begann für den Präsidenten, als eine Frau ihn wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung anzeigte, als sie in der Präsidentenwohnung von 2003 - 04 angestellt war. Dann kam eine Anzeige wegen ähnlichen Sachverhalts von einer weiteren Frau, die für Katsav arbeitete, als er Touristminister von 1998-99 war. Danach folgten zwei Frauen mit einer Anzeige wegen Machtmißbrauchs und sexueller Belästigung in der Zeit als Präsident, die 2000 begann.

Die ermittelnden Staatsanwälte wollen, daß der Präsident wegen zweier Vergewaltigungen angeklagt wird. Der Reichsanwalt aber will "nur" die Vergewaltigung im Touristministerium zulassen.Bezüglich der drei Frauen, die in seiner Präsidentenwohnung arbeiteten, werde er angeklagt wegen "aufgezwungenem Sex mit Gewalt".

Silbermünzen - Nach der Zeitung Haaretz umfaßt die Anklage auch Bedrohung von Zeugen, Abhören von Telefonen und Unterschlagung. Der Präsident soll Staatsgelder gebraucht haben, um Silbermünzen herstellen zu lassen, die er als persönliche Gaben verwendete. Sobald der Präsident im Sommer sein Amt abgibt, unterliegt er dem Gesetz wie jeder normale Bürger.
Der Präsident in Israel ist das Staatsoberhaupt mit wenig politischer Macht.

In guter Gesellschaft - Es wird ein schwacher Trost für den gebürtigen Iraner Katsav sein, daß nicht allein gegen ihn in der politischen Hierarchie ermittelt wird. Erst vor ein paar Tagen begannen die Ermittlungen gegen Ehud Olmert wegen seiner Rolle im Verkauf einer staatlichen Bank im Jahre 2005.

Aus älteren Tagen hat Olmert noch eine Sache am Hals, in der er erklären muß, warum er so billig an eine Wohnung kam über eine Wohnungsbaufirma, die "besondere Rechte" in Jerusalem bekommen haben soll.

Der Justizminister Haim Ramon verließ das Schiff letzten Oktober, nachdem gegen ihn wegen sexueller Belästigung ermittelt worden war.

Freunde bekamen die Jobs - Der Leiter des Außen- und Verteidigungskomitees der Knesset, Tzahi Hanegbi, ist unter Ermittlung mit dem Vorwurf, er habe 80 Freunde und Bekannte in wichtige Ämter ernannt, als er Umweltminister bis 2003 war.

Last not least der Verteidigungsminister Dan Halutz plagt sich mit Anklagen wegen Insiderhandel an der Börse.

Der Hedonismus der Endzeit treibt seine Blüten, kein Wunder, wenn bei Putin alle neidisch waren bei solch feucht-fröhlichem Staatstreiben. Wenn man die Anklage richtig interpretiert, dann ist das "erzwungene Sichverschaffen von Sex" anscheinend nicht so gravierend wie eine "Vergewaltigung" in Israel. Ich möchte nicht wissen, was dann in diesen Breiten unter "Vergewaltigung" zu verstehen ist. Den Mullahs ringsum müssen ja die Turbane wegfliegen bei solchen Nachbarn und ihren sonstigen Beschäftigungen, wenn sie nicht gerade Jagd auf Zivilisten machen. Ceterum censeo...
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8.2.2007  Während BRD-Deutschland mit Gewalt an seiner Fiat-Historie mit allen Mitteln bei der Stange gehalten wird, freuen sich andere Länder, wenn sie ein Stück "Nazi-Vergangenheit" wieder zu Ehren kommen lassen können. In Norwegen wurden jetzt staatliche Gelder bereitgestellt, um eine Nazi-Gedenksäule wieder aufzustellen. Die Nazi-Gedenksäule, die abgerissen und bei Stiklestad nach dem Krieg eingegraben wurde, kann wieder ausgegraben und ausgestellt werden. (Zit. AP.no v. 8.2.2007)

Bild: Vidkun Quisling am Rednerpult in Verbindung mit der Einweihung des 'Nasjonal Samlings bautastein' in Stiklestad im Sommer 1944.

Die Gelder sind bewilligt vom staatlichen ABM Utvikling, dem staatlichen Zentrum für Archive, Bibilotheken und Museen. Der Nazi-Gedenkstein wurde von der Nasjonal Samling im Sommer 1944 errichtet mit einer Feier im großen Stil, an der u.a. Vidkun Quisling teilnahm.

Es wurde eine große Treppenanlage und eine Brüstung um die Säule herum angelegt. Die Brüstung wurde dann mit einem Gipsrelief ausgeschmückt in Erwartung eines solchen aus Stein. Mit dem Frieden wurde die Säule abgerissen und in einer Grube begraben; die Brüstung wurde zerstört. Danach wurde das ursprüngliche Vorkriegsdenkmal wieder aufgestellt.

- Ich kann bestätigen, daß wir 80.000 nkr brauchen werden, um die Frage abzuschätzen, ob die Nazi-Säule wieder ausgegraben werden soll oder nicht; außerdem, was mit der Säule evtl. geschehen soll, wenn sie ausgegraben wird, erläutert der Konservator Per Steinar Raaen vom Nationalen Kulturzentrum Stiklestad.

- Wir werden ein gründliches Vorprojekt durchführen, in dem wir fachliche Begründungen ausarbeiten für die Wahl, die wir evtl. treffen müssen, darunter auch verschiedene Vermittlungskonzepte. Falls die Säule ausgegraben wird, werden wir uns überlegen, ob sie da sichtbar liegen bleibt, wo sie sich heute befindet, oder ob sie abtransportiert wird zu einer anderen Stelle.

Reaktionen? - Das Denkmal, das die Nazis entfernten, ist das sog. 'Olavsstötten', hergestellt aus Sandstein von Bornholm in Kopenhagen im Jahre 1805, aufgestellt in Stiklestad im Jahre 1807. Olavsstötten ist das älteste Monument in Norwegen, das noch steht, sagt Raaen.

- Die Frage nach der Ausgrabung der Nazi-Säule war schon viel früher aufgekommen und hatte starke Emotionen geweckt. Die Sache ist jetzt aber weniger delikat als vorher, meint er. Gleichwohl wird erwartet, daß die Sache wieder emotional werden könnte.
- Das Ergebnis der Beratungen soll im Dezember unserem Vorstand präsentiert werden, der dann entscheiden wird, was weiter zu tun ist, sagt Raaen.

Dies ist die Sachlage in einem Land, das angeblich unter dem schrecklichen Naziterrorismus gelitten hatte, in Wahrheit aber froh war, daß die Deutschen dem unmittelbar bevorstehenden Einmarsch durch Engländer und Franzosen (wegen der Erzbahn Kiruna - Narvik) zuvorgekommen waren. Sicherlich ist der Krieg keine schöne Erinnerung und weckt negative Emotionen, aber gleichwohl kann man sachlich darüber diskutieren, ob ein Nazi-Denkmal wieder aufgestellt wird, weil es eben auch zur Landesgeschichte gehört. Man stelle sich vor, hier in der BRD würde jemand solche Ideen auf die Tagesordnung bringen! Es darf nach wie vor in keinster Weise am deutschen Alleinschuld-Mythos gerüttelt werden, sonst würde Furchtbares passieren. Was denn? Die Wahrheit würde ans Licht kommen! Es hat immer mehr den Anschein, als sei dieses Ereignis das eigentliche 'Armageddon', das die Welt in ihrer bisherigen Form zusammenfallen lassen wird. Deshalb darf es auch keinen Friedensvertrag, keine Freiheit der Forschung und Meinung und kein Nachlassen in der Knebelung geben. Ein 'sanfter' Übergang von Minus nach Plus ist undenkbar, es gibt sofort einen gewaltigen Kurzschluß!  Möge dieser Schluß bald und kurz sein!
                                                                                 
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"Die USA werden überall in der Welt angegriffen" Es war auf einer Versammlung mit iranischen Offizieren der Luftwaffe, wobei Khamenei seine beißenden Angriffe gegen die USA vortrug. (Zit. AP.no v. 8.2.07)

'Wir werden die USA überall in der Welt angreifen, wenn sie uns angreifen', sagte Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei. Er machte es ganz klar, daß Iran keine Gnade kennen werde, wenn die USA oder andere auf die Idee kommen sollten, den Iran anzugreifen. Der Ayatollah sprach zu einer Versammlung mit Offizieren der Luftwaffe.

Es ist nicht ungewöhnlich, daß iranische Führer scharfe rhetorische Wendungen gebrauchen, wenn sie davon sprechen, wie sie reagieren werden, wenn es um eine Antwort auf einen Angriff gegen Irans Souveränität geht. Viele sehen dies als Versuch an, im Inland eine Stütze für seine Politik zu bekommen. Irans starre Haltung in der Atomfrage hat zu internationalem Druck gegen das Land geführt.

Zur Räson bringen - 'Einige Leute sagen, daß der amerikanische Präsident nicht in der Lage ist, die Konsequenzen seiner Handlungen zu überblicken, aber es ist durchaus möglich, diese Typen zur Räson zu bringen', sagte Khamenei.
- Amerikanische Analytiker und Politiker wissen genau, daß Iran sich niemals angreifen lassen wird, ohne darauf zu antworten, sagte Khamenei.
                  

Das stolze iranische Volk ist inzwischen zu einem Kleinod der Völkergemeinschaft geworden, dem nur volle Sympathie gezollt werden kann. Ein Volk, das sich als Einheit fühlen kann und darf mit einer Führung, die entschlossen ist, sich gegen heuchlerische und geradezu verbrecherische Angriffe von außen zu verteidigen - ist das nicht das Jahr 1939 in Reinkultur? Ein Volk, das nicht seine eigene Geschichte als Wechselbalg des Satans eingepeitscht bekommt von Kräften, die im Volk nichts zu suchen haben! Iran wird niemals untergehen, genausowenig wie das echte Deutschland, die Zeit wird's richten - und endlich die echten Wunden heilen, für die bisher nicht einmal ein läppisches Pflaster übrig war, weil die Wundärzte mit reinem Gift und immer neuen Viren hantierten. Der Patient ist scheintot, aber was zwei Weltkriege nicht vermochten, wird auch der dritte nicht fertigbringen, im Gegenteil!
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Merkwürdig - Norwegischer Abgesandter an der russischen Grenze abgewiesen. Der Senior-Berater Ingjerd Kroken vom Verteidigungsministerium wurde aus Rußland ausgewiesen. (Zit. AP.no v. 7.2.07)

TV 2 meldete am Abend, daß Kroken ausgewiesen worden sei, aber soweit AP.no informiert ist, soll er angehalten und an der Grenze nach Rußland abgewiesen worden sein. Kroken war ein Mitglied einer norwegischen Delegation im Land.
Die Episode geschah am Abend. Das Vtdg-Ministerium bestätigt gegenüber TV 2, daß Kroken ausgewiesen worden sei, will die Sache aber nicht weiter kommentieren.
Die norwegische Delegation war in Rußland in Verbindung mit einer Bewertung eines von Norwegen finanzierten Projektes zur Verschrottung von Atom-Ubooten auf der Kola-Halbinsel.

Was soll das jetzt wieder? Entweder schickt Norwegen Spione los, oder in der Gegend der Kola-Halbinsel und in Severomorsk tun sich ganz andere Dinge, die ausländische Fachleute nicht aus der Nähe zu sehen bekommen sollen. Rußland bereitet sich auf etwas vor: die Grenze wurde auf 25 km erweitert, es wurden Minen verlegt, die taktischen Uboote der Nordmeerflotte bekamen Atomwaffen, ein norwegischer Uboot-Fachmann wird nicht in das Land gelassen und an der Grenze zurückgeschickt - wirklich eine Reihe von Mosaiksteinchen, die nicht darauf schließen lassen, daß Rußland mit dem Ausbruch des Weltfriedens rechnet!
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Nochmals zur modernsten Art des Selbstmordes: Metamphetamin und GHB - Jetzt werden Hoffnungen auf ein neues einfaches Testmittel gesetzt, das Frauen vor einer geplanten Vergewaltigung schützen kann (Zit. AP.no v. 8.2.07)

Schottische Studenten haben einen Trinkhalm entwickelt, der davor warnt, wenn jemand Dop ins Getränk geschüttet hat. Sie haben nämlich einen Trinkhalm erfunden, der von selbst leuchtet, wenn das Getränk Stoffe enthält, die bisher dazu mißbraucht wurden, Frauen zu dopen als Vorbereitungshandlung zu einer Vergewaltigung.
Der Halm leuchtet demnach auf, wenn sich im Getränk Rohypnol oder GHB befindet.
Das Schlechte daran ist derzeit noch, daß das Getränk unter UV-Licht untersucht werden muß, damit der Halm etwas anzeigt.
Die Erfinder haben verkündet, daß dieses Saugrohr in kurzer Zeit in allen Restaurants der Welt verfügbar sein wird.
                                                  
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9.2.2007 Rußland rüstet umfassend auf - Verteidigungsminster Sergej Ivanov hat Geld und Befehl zum Handeln bekommen. Rußland rüstet kräftig auf mit Raketen, Ubooten, Flugzeugen, Helikoptern und Panzern. (Zit. AP.no v. 9.2.07)

Bild: Präsident Vladimir Putin und Vtdg.-Minister Sergej Ivanov inspizierten eine Topol-M mobile Raketeneinheit bei Teikovo, 250 km nordöstlich von Moskau im Dezember letzten Jahres.

Der Mann, der als starker Nachfolgekandidat von Putin im Jahre 2008 angesehen wird, zeigt seine Muskeln und gebraucht eine kühne Sprache über Rußlands bewaffnete Kräfte. Diese sollen wieder stark und mächtig werden. Rußlands große Öleinnahmen sollen gebraucht werden zur Topmodernisierung der militärischen Ausrüstung, große Waffensysteme und umfassendes Training in Heer, Marine und Luftwaffe, so daß das Land bereit ist, jedweder Herausforderung zu begegnen. Dies bis 2015. Aber schon jetzt können die Veränderungen festgestellt werden.
         
- Heer und Marine sind schon jetzt bereiter zum Kampf als jemals in der nachsowjetischen Periode. Die Aufgabe ist jetzt, über das Niveau der Sowjetzeit hinauszukommen, sagte der Vtdg.-Minister in einer Rede vor der Nationalversammlung Duma.

Und das Geld folgt diesen Ambitionen. In diesem Jahr wird Rußland 860 Milliarden Rubel für die Verteidigung gebrauchen. Dies ist eine Steigerung um 23% im Verhältnis zum Vorjahr. Vom gesamten Staatsbudget fließen jetzt 19% in militärische Vorhaben.

Einige Beobachter, darunter der bekannte Analytiker Aleksandr Golts, zweifelt daran, daß diese Pläne sofort umgesetzt werden können. Die russische Regierung hat die Verteidigungsindustrie jahrelang hungern lassen, so daß diese erst wieder aufgebaut werden muß, um die Befehle zu erfüllen. Jedoch lief der Export von avancierter Waffentechnologie die ganze Zeit unangefochten. Andere Analytiker sehen Ivanovs Äußerungen als Glied in seiner Kampagne als möglicher Nachfolger von Putin. Ivanov, der auch Schwedisch spricht, ist auch Vizepräsident. Bei verschiedenen Besuchen u.a. in Norwegen, hat er darauf hingewiesen, daß er auch Ahnung von wirtschaftlichen Fragen habe. Seine Äußerungen vor der Duma weisen in dieselbe Richtung, die Putin zeigte: Der Wiederaufbau eines starken Rußland, dem kein anderes Land ungestraft an der Nase kratzen könne, ohne dies quittiert zu bekommen.

Jede Menge Ausrüstung - Das sind keine Kleinigkeiten, in die die Gelder fließen: Dieses Jahr kommen 14 neue Atomraketen vom Typ Topol-M (SS-27 nach westlicher Terminologie), entgegen nur 4 Stück jeweils in den letzten Jahren. Rußland hat jetzt 40 Raketen dieses Typs aufgestellt. Ivanov kauft 4 militärische Satelliten samt Raketen zum Hochschießen. Daneben liegt ein Programm auf zum Bau von 31 neuen Marinefahrzeugen nebst 8 strategischen Raketen-Ubooten.

Ivanov meint, daß die Probleme mit der Erprobung der Uboot-Rakete Bulava ("Morgenstern") gelöst werden können. Es war für die Marine peinlich, als Putin 1994 selbst bei einem Fehlschlag außerhalb von Murmansk anwesend war.

Bombenflugzeuge - Auch die Luftwaffe wird nicht vergessen: bis 2015 soll diese 50 strategische Bomber vom Typ Tu-160 ("Blackjack") und Tu-95 ("Bear") bekommen. Aber das war noch lange nicht alles auf Ivanovs Liste: 6 Jägerschwadrone und 5 Helikopterschwadrone bekommen neue Flugzeuge (jede Einheit hat 18 bis 24 Flugzeuge).

Das Heer - volkstümlich "Stiefel auf der Erde" genannt, braucht nicht weit zu stiefeln. Ganze 7 Panzerbataillone und 13 motorisierte Bataillone (zusammen über 100.000 Mann) bekommen neue Ausrüstung, Fahrzeuge, Artillerie, Raketen, und natürlich die moderne Ausrüstung als Zubehör. Jetzt sollen es auch junge Offiziere besser haben, um die Autorität des Militärs zu stärken und die Qualität anzuheben, versprach Ivanov. Aber auf ein ernstes Problem ging er diesmal nicht ein - die Mißhandlungen junger Soldaten durch Offiziere und ältere Soldaten.

Rußland ist vollkommen davon abgekommen, die Wehrpflicht abzuschaffen, will aber seine bewaffneten Kräfte von heute 1,13 Mio auf rund 1 Mio bis 2015 reduzieren.

Rußland und die USA sind auf Kollisionskurs, nachdem Washington am 20.Januar Polen und Tschechien gebeten hatte, Raketen- und Radaranlagen in beiden Ländern aufzustellen. Dies als Verteidigung u.a. gegen Iran, der sich Mittelstreckenraketen angeschafft habe.

Putin warnte neulich auf einer Pressekonferenz gegen diesen "Reketenschutzschild" und betonte, daß Moskau mit anderen Mitteln antworten werde, denn er gehe davon aus, daß diese Anlagen gegen Rußland gerichtet seien. Besonders in Tschechien gibt es ebenfalls Widerstand gegen eine solche Raketenabwehr, die frühestens 2011 an Ort und Stelle sein könnte. Der frühere Präsident Havel ist dafür, aber es gibt die Forderung nach einer Volksabstimmung zu dieser Frage.

Ernster Fehler - Minister Ivanov sagte am Mittwoch, es sei ein ernster Fehler gewesen, 1987 die Vereinbarung einzugehen, alle russischen und amerikanischen Mittelstreckenraketen zu vernichten. Der Vertrag wurde von Gorbatschow und Reagan unterschrieben und wurde seinerzeit für einen erheblichen Beitrag zur Beendigung des "Kalten Krieges" bezeichnet. Gorbatschow bekam auch den Friedensnobelpreis teilweise aufgrund dieser Raketenvereinbarung. Die Raketenaufrüstung in Europa in den 80er Jahren schuf politische Hochspannung zwischen Ost und West. Nur Rußland und die USA haben kein Recht (mehr) auf solche Waffen, selbst wenn diese für uns von großem Nutzen wären, sagte Ivanov.
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11.2.2007  Hier haben wir die Lügen schwarz auf weiß - Douglas Feith war Staatssekretär bei Donald Rumsfeld und produzierte die Nachrichtenberichte, die die Chefs gerne sehen wollten. (Zit.AP.no v. 9.2.07)

Gab falsche Informationen über Saddam und Al Qaida. Der Mann, der für die Umsetzung der Politik im Pentagon verantwortlich war, Douglas Feith, produzierte falsche Nahrichteninformationen, um die Bush-Pläne einer Irak-Invasion zu stützen.
Dies ist das Ergebnis eines Berichts des Generalinspekteurs im Pentagon, der am Donnerstag bekannt gemacht wurde vom Führer des Verteidigungskomitees im Senat, Carl Levin.
Die Behauptung, daß es eine nahe und "symbiotische" Verbindung zwischen Saddam Husseins Irak und Al Qaida gab,stimmte nicht überein mit der Meinung der Nachrichtenorganisationen in den USA. Diese Behauptung von D. Feith hatte Bush maßgeblich für seine Argumentation für die Irak-Invasion gebraucht.

Vorprogrammiert - "Ein alternativer Nachrichtenprozeß wurde im Büro des Staatssekretärs Douglas Feith etabliert, der vorprogrammiert war, um wichtige Verbindungen zwischen Irak und Al Qaida aufzuzeigen. Sein Stab nahm dabei seine eigene Bewertung des Rohmaterials der Nachrichtendienste vor inklusive Schlußfolgerungen zweifelhafter Qualität und Glaubhaftigkeit", heißt es im Bericht.

Der Bericht zeigt, daß Feith zu Interpretationen des Nachrichtenmaterials kam, die wesentlich stärker waren als das, wofür die Nachrichtendienste einstehen konnten, was aber mehr auf der Linie lag, die das Weiße Haus und das Pentagon hören wollten.

Diese (falschen) Schlußfolgerungen wurden an die Öffentlichkeit und zu den Politikern im Kongreß gebracht und wurden aktiv verwendet u.a. vom Vizepräsident Cheney, der behauptete, daß Feiths Büro die beste Quelle sei für Erkenntnisse über Saddam und Al Qaida.

Vernichtende Verurteilung - Levin bezeichnet den Bericht als vernichtende Verurteilung von Feiths Büro, das eine wichtige Rolle spielte, die Unterstützung für den Irak-Krieg hochzupeitschen. Er sagt, daß Rumsfeld die zweifelhafte Nachrichtenaktivität von Feith guthieß und war selbst ein eifriger Befürworter der Invasion in Irak. Die angeblichen Verbindungen zwischen Al Qaida und Saddam Hussein waren eine der beiden Hauptgruppen in Bushs Argumentation für den Angriff auf Irak. Der andere Grund war die Befürchtung, der Irak habe Massenvernichtungswaffen. Beide stellten sich später als falsch, d.h. glatt erlogen, heraus.
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Wieviele Menschen starben und sterben immer noch täglich für die infamen Lügen der Neocons? Diese Enthüllungen, deren Richtigkeit wohl jeder Interesiserte und Aufgeklärte schon von Anfang an annehmen mußte, sind ein Schlag ins Gesicht der toten Zivilisten, Soldaten und deren Angehörige. Immer wieder beweist sich die Richtigkeit der Tatsache, daß  das amerikanische Volk eine Geisel von Verbrechern ist, die Ziele von noch ganz anderen Leuten ohne Rücksicht auf eigene Verluste durchzusetzen haben. Immer wieder beweist sich die Richtigkeit des kategorischen Imperativs, daß man nichts, aber auch gar nichts glauben darf, was aus Politikermund kommt, und man sehr gut beraten ist, genau vom Gegenteil auszugehen. Dies kann mit guten Gründen insbesondere auf hiesige politische Äußerungen übertragen werden. Wenn dem Volk z.B. erzählt wird, daß "die Wirtschaft brummt", "die Steuereinnahmen sprudeln wie nie zuvor", daß "die Stimmung gut sei" und ähnlicher Blah-Blah, dann kann daran in Wahrheit ersehen werden, wie erbärmlich die Situation wirklich ist. Es ist ein Jammer, daß so gut wie alle wesentlichen politischen Grundlagen auf reiner Lüge beruhen mit regelmäßig tödlichen Konsequenzen. Und daß diese Lügen noch fürstlich von den Belogenen honoriert werden müssen, ist ein Hohn, der vollends krank macht.
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Die norwegische Polizei untersucht Fälle von umherreisenden Beschneiderinnen, die junge Mädchen verstümmelm. (Zit. dagbladet.no v. 11.2.07)
Weibliche Beschneiderinnen kommen nach Norwegen als Tourist, um kleine Mädchen am Geschlecht zu verstümmeln. Dies bestätigen eine Reihe von Quellen in somalischen und äthiopischen Millieus, die Polizei und Experten, die gegen Beschneidungen arbeiten, schreibt Dagsavisen.

Zwei konkrete Fälle werden jetzt in Oslo erforscht. - Aber die Untersuchungen sind sehr schwierig. Die Personen waren sofort wieder außer Landes, bevor wir die Umstände beweisen konnten, sagt Finn Abrahamsen von der Osloer Polizei.
Immer jüngere Mädchen - Umherreisende Beschneiderinne wurden in den letzten beiden Jahren in Dänemark und Frankreich aufgedeckt. Gerd Fleischer in der Selbsthilfegruppe für Einwanderer und Flüchtlinge (SEIF) hat keine Zweifel, daß diese Leute auch in Norwegen tätig waren.
Wir bekommen Hinweise, aber keine Beweise. Teile des somalischen Milleus erscheinen mehr abgeschottet und mit strengerer Selbstjustiz als noch vor ein paar Jahren, sagt Fleischer zu Dagsavisen.
Der Zeitung zufolge werden die Mädchen in noch jüngerem Alter als vorher beschnitten, um zu verhindern, daß sie über diese Übergriffe berichten können. Bei den Somaliern ist das gewöhnliche Alter der Beschneidung von 6 bis 8 jetzt auf 2 bis 4 Jahre gesunken.

Werden aus dem Land gebracht - Die meisten Eltern, die ihre Töchter beschneiden lassen wollen, schicken diese außer Landes. Dagbladet.no hatte schon früher über Mädchen berichtet, die in das Heimatland ihrer Eltern geschickt werden zur Beschneidung.

Forts. WW 29