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Wissenswertes 18


30.9.2006 Jetzt ist die Wahrheit erwartungsgemäß heraus: Die UN-Beobachter im Libanon wurden durch eine israelische Präzisionsbombe ermordet. (Zit. AP.no v. 29.9.06 Übers. L.S.)

Israel benutzte eine Präzisionsbombe beim Angriff auf die UN-Basis in Süd-Libanon im Sommer. Dies ergab der Untersuchungebericht. Vier UN-Beobachter aus Österreich, Canada, China und Finnland wurden bei dem Angriff getötet.

Die Patrouillebasis der UN in Khiam wurde von einer 500-kg-Präzisionsbombe aus der Luft getroffen, hieß es in einer Verlautbarung der UN am Freitag. Am selben Tag wurde der Bericht der Untersuchungskommission an Kofi Annan übergeben.

Auch finnische Behörden bekamen Zugang zu dem Bericht, meldet das Nachrichtenbüro FNB. Einer der Getöteten war Finne. Der Angriff im Juli wurde von einer Reihe Länder kräftig verurteilt.

Die Beobachter sollen 10 mal das israelische Militär angerufen haben und baten um Beendigung der Bombardierung, bevor ihre Stellung getroffen würde. Auch Genralsekretär Kofi Annan reagierte stark auf die Bombardierung. - Ich bin schockiert und sehr besorgt über diesen offensichtlich gezielten Angriff, ausgeführt von israelischen Kräften, sagte Annan.

Auch wir als Holocaust-Nehmer unter Dauerbeschuß konnten nicht genug darauf hinweisen, daß es sich um reinen Mord eines Erz-Schurkenstaates handelte. Wir werden aber wohl kaum erleben, daß die betroffenen Länder fordern werden, die Mörder vor Gericht stellen zu lassen, denn dann wäre Israel erst einmal regierungslos. Wenn aber solche gezielte Ausschaltung von unliebsamen Zeugen an der Tagesordung ist, dann darf man sich fragen, was mit den deutschen Besatzungen der gerade ausgelaufenen Fregatten usw. werden soll, wenn diese ebenfalls Zeugen der sattsam bekannten israelischen Mentalität werden sollten? Wie zu hören war, kamen bereits israelische Offiziere an Bord, um den "deutschen Beitrag" höchstpersönlich auf israelische Art zu leiten. Es bleibt dann wohl nicht aus, daß diese Schiffe sehr schnell in Massaker verwickelt werden, die der BRD elegant in die Schuhe geschoben werden. An den heimkehrenden (sofern dies überhaupt zugelassen wird) Psycholeichen unserer Soldaten wird man erkennen, was getrieben wurde. Leider wird hiervon kein Wort in der Judenpresse zu lesen sein. Jostein Gaarder hat recht, Kaare Willoch ebenfalls: nur eine zionistenfreie Welt ist eine gute Welt!
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3.10.2006 Als ich heute meine Zeitung nicht im Schlitz fand, wurde ich stutzig - war heute nicht irgendetwas, vielleicht ein Extra-Feiertag? Der Blick in meinen Kalender klärte mich auf - Tag der deutschen Einheit nennt sich dieser Regentag. Irgendwo hat eine Frau Merkel auch wieder getönt, daß irgendetwas "umgesetzt" werden müsse, das heißt wohl, daß ein brillanter politischer Plan wieder einmal nicht beim Volk angekommen ist. Vielleicht hat sie auch gesagt: es war einmal ein Augiasstall, gefüllt mit dem Mist von ungezählten Politikergenerationen seit 1948, genannt BRD, nach ihren eigenen Worten ein "Sanierungsfall", an dem natürlich nur das Volk selber schuld ist. Heute feiern wir also die Tatsache, daß bisher nicht ausgemistet wurde, sondern man den Stall vergrößerte und damit auch die Mistmacher. Wen oder was sollte man wohl umsetzen? Statt umsetzen sollte das Wort "rausschmeißen" viel polulärer werden, nur wird man dies nicht von unseren Sonntagsrednern hören. Hier eine kleine Episode von Samstag auf der Straße:

Ein Bekannter hatte einen Mrokkaner im Auto, einen Elektriker, der wohl seine langen Leitungen überprüfen sollte. Nach einigen Artigkeiten, ob es denn in Marokko für Elektriker keine Arbeit gäbe und ob hier nicht genügend deutsche Elektriker auf der Straße sitzen und ob Kameltreiber nicht auch ein sehr schöner Beruf sei (haben Sie was dagegen ?), sagte er zum Schluß, was man sich mit offenen Ohren merken sollte: wörtlich: "wir werden demnächst Deutschland aufbauen!"

Das muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Wer ist "wir"? und was heißt "aufbauen"? In einer Email war heute zu lesen, daß wir den Jihad haben, wenn den Muslimen hier die Sozialhilfe gestrichen wird. Ist hier bereits der nächste Gottesstaat nach muslimischem Verständnis beschlossene Sache? Meine Lebensgefährtin sagte spontan, daß das nichts anderes heißt, als daß wir hier demnächst abgeschlachtet werden, damit Deutschland dann nach Gusto der Imame "aufgebaut" werden kann. Mich würde wirklich interesseieren, was in den Moscheen gepredigt wird, ich glaube, wir würden unseren Ohren nicht trauen. Vielleicht kann jemand mal bei anderen Muslimen nachfragen, auf was wir uns denn hier einrichten dürfen, wenn von denen Deutschland aufgebaut wird. Auf jeden Fall wird für Deutsche endgültig kein Platz mehr sein, wenn Mohammed hier der neue Bauherr ist. Und mit diesen Gedanken im Kopf soll man sich das Geschwafel von Frau Merkel und anderen Traumtänzern anhören, die dem Volk die deutsche "Einheit" verkaufen wollen. Wenn man es nicht wüßte, könnte man immer nur staunen über die Dressurfähigkeit von Politikern, die jedem Zirkus zur Ehre gereichen würden.
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Was noch nachzutragen bleibt: Aftenposten hat daran gedacht - am letzten Sonntag, den 1.10.2006 war 60. Jahrestag der Nürnberger Prozesse. (Zit. AP.no vom 30.9.06 Übers. L.S.)

Aftenposten schreibt: Der Prozeß nach dem 2. Weltkrieg endete mit 12 Todesurteilen, Sonntag (1.10.) ist das 60 Jahre her. Wenige der Angeklagten bekannten sich schuldig. Noch weniger zeigten Zeichen von Reue. Zwölf wurden zum Galgen verurteilt. Am 1. Oktober dieses Jahr ist es 60 Jahre her, daß der Prozeß abgeschlossen wurde.
Das internationale Militärtribunal, das die Anklagen gegen Adolf Hitlers nächste Mitarbeiter verhandelte, fand, daß die meisten sich schuldig gemacht hatten wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das galt zuallererst der Tötung (drapene) von Millionen Juden.
Aber die meisten der Angeklagten wurden auch schuldig befunden wegen "Verschwörung gegen den Weltfrieden" und indem sie einen Angriffskrieg geplant hätten. Neben den zwölf Todesurteilen wurden drei zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt, vier zu langen Haftstrafen, und drei wurden freigesprochen.

Die Urteile wurden verkündet nach einem Prozeß, der 218 Tage gedauert hatte im Justizpalast von Nürnberg. Wenn dieser Prozeß weltumspannende Aufmerksamkeit auf sich zog, lag das nicht nur an dem grausamen Inhalt der Anklagen.

(jetzt kommt ein wichtiger Absatz:)

Es war auch das erstemal in der Geschichte, daß eine Regierung und Mitglieder dieser Regierung juristisch zur Verantwortung gezogen wurden für Verbrechen, die im Namen der Regierung begangen worden waren. Weder dem deutschen Staat als solchem noch dem deutschen Volk wurde diese Verantwortung zugeschrieben.


Die vier Siegermächte - USA, Sowjetunion, Groß Britannien und Frankreich - waren nach langen Diskussionen darüber einig geworden, wie der Prozeß geführt werden sollte. Diese Regeln und Erfahrungen des Prozesses wurden später anderen internationalen Tribunalen zugrundegelegt.

Im Laufe der elf Monate Prozeßdauer wurden 236 Zeugen gehört, 300.000 schriftliche Zeugenaussagen gewürdigt und 5.330 andere Dokumente ausgewertet. Das Protokoll geht über 4 Mio Wörter und füllt 22 Bände, alles zusammen rund 15.000 Seiten.
Nürnberg wurde wohl als Prozeßort gewählt, weil die Stadt eine große Rolle in der Nazi-Propaganda gespielt hatte. Die NSDAP hielt ihre Länderversammlungen dort, und diese enormen Massenaufmärsche waren Thema für gekonnt regissierte (dyktig regisserte) Propagandafilme.

Einer der Angeklagten, Gerhard Ley, Leiter von Hitlers Arbeitsfront, beging in seiner Zelle Selbstmord. Hermann Göring, Chef der Luftwaffe, den Hitler als seinen Nachfolger bestimmte, nahm Gift, nachdem er sein Todesurteil erhalten hatte.

Man merke sich ganz genau: weder der deutsche Staat noch das deutsche Volk wurden für die Taten der Regierung verantwortlich gemacht. Ja aus welchem Grund sind wir denn bis heute noch besetzt, haben keinen Staat, mit dem ein Friedensvertrag geschlossen werden kann, dafür aber einen zionistischen Überwachungsverein, der dafür sorgt, daß juristisch "Unschuldige" seit 60 Jahren bis aufs Blut ausgesaugt werden und stets Politiker bekommen, die das angeblich "schlechte Gewissen" im Volk wachhalten und u.a. die Volksplünderung weiterhin mit allen Mitteln perfektionieren? Die Lügen nehmen kein Ende. Es steht eindeutig fest, daß Deutschland als solches und das deutsche Volk nicht nur freigesprochen, sondern niemals auch nur angeklagt waren. Der Bundesrechnungshof mag sofort die Bleistifte spitzen und den Anspruch des Volkes auf die Plünderungen und daneben auf Schadensersatz für unschuldig erlittene Sippenhaft ausrechnen. Und damit dürfte wohl auch klar sein, daß diese Umstände allen Politikern stets bekannt waren, aber das Volk "politisch korrekt" belogen wurde. Was Aftenposten weiß, weiß hier jeder Diätenempfänger, nur für das Volk gibt es wie immer eine andere, politisch korrekte, "Wahrheit"! Und politisch korrekt ist im Moment, daß hier "Einheit" gefeiert wird. Ich schlage vor, daß der bayerische Landeshaushalt schon einmal Sondermittel für den Justizpalast in Nürnberg zur Verfügung stellt für die demnächst stattfindende zweite Runde gegen Folgeregierungen. Nach der Sprach"reform" wird es doch wohl noch so etwas wie "Folksfarat" in Multi-Kulti-Deitsch geben, wenn die Schreibkräfte der Justiz dies schon mal in ihre Automatik abpeichern wollen.

Eins fällt noch auf: Wenn man über Hitler lesen will z.B. als Künstler, dann muß man in die skandinavische Presse schauen. Daß der deutsche originale Kriegsfilm "Kampf um Norwegen" ein großer Publikumserfolg wurde, sei nur am Rande erwähnt. Auch die Diktion "det gjaldt först og fremst drapene pa millioner av jöder" "das galt nicht zuletzt der Tötung von Millionen Juden" zeigt, daß Aftenposten anscheinend zähneknirschend die "Millionen" erwähnt hat, aber NICHT schrieb, daß dies 6 Millionen waren, und NICHT schrieb, daß diese ERMORDET oder gar VERGAST wurden. Man muß eben zwischen den Zeilen lesen. Aber ich will Sie nicht langweilen.
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Nur kleine Fische? Mystisches Massensterben von Anjovi-Fischen an Spaniens Stränden verblüfft Forscher (Zit. AP.np v. 20.9.2006 Übers. L.S.)

Bild: Spanischer Strand gedeckt voll mit verendeten Fischen. Experten können keine sichere Antwort darauf geben, warum Millionen von Fischen an diesem Strand in Nord-Spanien gestrandet sind.

Millionen von Fischen schwammen direkt an Land in Spanien - Unerklärlich, sagen Forscher.
Bild: Mehr als drei Tonnen Fisch sind gestrandet.
Bild: Freiwillige räumten am Freitag auf.

Die Fische wurden Freitag am Strand von Colunga, 56 km östlich von Gijon in Nord-Spanien gefunden, meldet die Nachrichtenagentur AP. - Wir haben mehr als 3 to bisher gefunden, sagt Luis Laria, Chefkoordinator einer Umweltgruppe, die eng mit den Behörden zusammenarbeitet. Er sagt, daß es nicht sicher sei, was den Massentod verursacht hat. - Unsere Hypothese im Moment ist die, daß die Fische versucht haben zu fliehen vor einem natürlichen Feind und durch ein Unglück am Strand landeten, sagt Laria.
Die EU verhängte vor zwei Monaten ein Verbot gegen den Anjovi-Fischfang an Spaniens Nord- und Frankreichs Westküste als Versuch, diese Fischart vor der Ausrottung zu retten. Obwohl Anjovis aus aller Welt importiert werden, ist die spanisch / französische Sorte die teuerste und begehrteste.
Katastrophe - Wären die Anjos leben geblieben, hätten dies 100 to Fisch werden können. - Das ist eine Katastrophe. Wir können die nicht mehr fischen, weil sie so selten geworden sind, und dann nehmen sie sich selbst das Leben, sagt Laria.
Experten haben die Fische untersucht, aber keine Spuren giftiger Chemikalien gefunden, die Ursache des Sterbens gewesen sein könnten. - Es ist möglich, daß der Schwarm vor hungrigen Delfinen oder Tunfischen flüchten wollte, sagt L.
Die hohe Wassertemperatur (bis 25 Grad) kann auch zur Verwirrung beigetragen haben.


Was ist mit unseren Nahrungsmitteln los? Meine Nachbarin hat auf ihrem Feldstück Kartoffeln geerntet, die garantiert "öko-mäßig" heranwuchsen. Diese Kartoffeln lösten sich nach kurzer Zeit praktisch auf, wurden farbig und ungenießbar. Ein anderer Bauer erntete mal gerade 1/7 vom üblichen Ertrag, ebenfalls unter besten Bedingungen. Die letzten Pflaumen hängen als Dörrobst am Baum. Wie schon im Frühling fehlen die Insekten. Keine Spur von Hornissen, Wespen usw., die sich am Fallobst berauschen. Wie im Frühling herrscht tiefste Stille im Garten, und die Arten sind nur noch als einzelne Belegexemplare vertreten. In den Läden kosten Obst, Gemüse und Kartoffeln inzwischen Vermögen, während hier die Ernte von heute auf morgen verfault. Wenigstens sehen die Leute langsam ein, daß dies mit den täglichen Jauchebombern zu tun haben kann, die in unverschämter und aufreizender Weise jauchen wie nie zuvor. Aber das sind ja nur harmlose Passagierflieger, die ein paar "Kondensstreifen" hinterlassen! Meine lieben Politiker, auch dafür wird es die Quittung geben, schon allein aus dem Grund, uns für so bescheuert zu halten, daß wir eure Ammenmärchen glauben! Aber die Hungersnot ist deutlich unterwegs, wohl dem, der sich nicht mit Nahrung aus den CIA-Labors über Wasser halten muß!
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Und noch etwas aus israelischen Hirnen, die ja jetzt wieder Yom- Kippur-generalüberholt für neue Greueltaten sind:
"Israelischer Minster meint, Nasrallah gehört liquidiert". (Zit. AP.no 30.9.06 Übers L.S.)

Israel sollte den Führer der Hisbollah Hassan Nasrallah bei der ersten sich bietenden Gelegenheit liquidieren, sagt Israels
Infrastrukturminister Binyamin Ben Eliezer. - Wir müssen Nasrallah bei der ersten Gelegenheit liquidieren, denn er ist die Verkörperung von Bosheit, nicht nur für uns, sondern für Muslime und auch Christen, sagte Ben Eliezer im israelischen Militärradio am Mittwoch.
Ben E., der früher auch Verteidigungsminister war, gehört der israelischen Arbeiterpartei an, die Olmerts wichtigster Koalitionspartner ist.

Öffentlicher Aufruf eines Ministers zum Mord im Rundfunk für die Armee! Israel ist eben das Gesetz, und alle "kultivierten" Politiker glauben das auch noch. Und Frau Merkel will uns einreden, daß wir für so eine Bande "besondere Verantwortung" haben!? Wenn diese Bundeskanzlerin sich auch nur einen Deut um das Recht kümmert, dann kann sie sich nur verantwortlich dafür fühlen, daß solche Kreaturen schleunigst hinter Schloß und Riegel verschwinden, um anschließend die Anklagebank in Den Haag zu besudeln. Das Volk sieht diese Verantwortung sehr deutlich, nur steht hier immer noch die Justiz dem Recht im Wege, ein Phänomen, das die Verseuchung der Gesellschaft nicht treffender charakterisieren kann!
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Ratzinger (pardon, Papst Benef..., also nochmal): Sir Papst Bededikt Nr.16 glaube ich, wird mit Pädophiliesachen in Verbindung gebracht: Papst Benedikt XVI war eingebunden in einen systematischen Versuch, den Mißbrauch katholischer Priester an Kindern geheimzuhalten, nach einem britischen Dokumentar. (Zit. AP.no 2.10.06 Übers. L.S.)

Über 20 Jahre lang gebrauchte der Papst, früher bekannt als Kardinal Joseph Ratzinger, ein geheimes Dokument von 1962, darüber, wie sich Bischöfe verhalten sollen gegenüber Beschuldigungen wegen Mißbrauchs von Kindern. Das Dokument beinhaltet einen Kodex über Geheimhaltung mit Anwendung des Kirchenbanns, berichtet das Dokumentarprogramm BBC Panorama. Pater Tom Doyle, der vom Vatikan entlassen worden sein soll und die Art und Weise seiner Sache kritisiert haben soll, verweist BBC gegenüber auf dieses Dokument. Doyle sagt, es lag eine explizite schriftliche Anweisung zur Deckung von Mißbrauch an Kindern vor. Während diese Anweisung unterstrich, daß der Vatikan die volle Kontrolle haben müsse, wurden die Opfer mit keinem Wort erwähnt.

BBC Panorama behauptet auch, daß sie sieben Priester aufgespürt haben, die wegen Pädophilie im und um den Vatikan verfolgt würden. Der Erzbischof von Birmingham, Vincent Nichols, sagt, BBC "mißinterpretiere" die zwei Dokumente aus dem Vatikan.

Der Zölibat beschränkt sich halt nur auf die Ehelosigkeit, aber was heißt das schon?
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4.10.2006 Der finale Billionen-Dollar-Crash - Aus einem ganz normalen Börsenbrief, heute in der Post:

"Ich rate Ihnen dringend: bringen Sie Ihr Vermögen in Sicherheit. Die Börse befindet sich seit 2000 in einer langjährigen Abwärtsphase. Aktuell geben ALLE wichtigen Indikatoren Verkaufssignale! Die dilettantische Geldpolitik der US-Notenbank und das völlig außer Kontrolle geratene Billionen-Dollar-"Spiel" mit Derivaten werden zum Zusammenbruch des Weltfinanzsystems führen. Handeln Sie sofort!" (das heißt: geben Sie uns schnell Ihr Geld, weil Sie es sowieso verlieren) Interessant ist nur, daß der globale Finanzchrash nicht mehr verheimlicht wird, da dieser ganz offenbar nicht mehr zu verhindern ist. Es handelt sich allerdings nicht um eine "dilettantische" Geldpolitik der US-Notenbank, sondern um ein abgekartetes Spiel, das genauen und gewollten Regeln folgt, soweit diese von den Mächtigsten überhaupt noch steuerbar sind.) Aber einige Passagen sind lesenswert:

"Für mich sind die US-Notenbank sowie der langjährige gefeierte Chef Alan Greenspan und sein Nachfolger Ben Bernanke die Hauptschuldigen am kommenden Zusammenbruch des Weltfinanzsystems. Das jahrelange zügellose Öffnen der Geldschleusen führt zum Untergang des Weltfinanzsystems. Einzelne Krisen konnten durch eine fehlgeleitete "Gelddruckpolitik" der US-Notenbank zwar relativ schmerzfrei überwunden werden, aber es entstanden immer größer werdende wirtschaftliche Ungleichgewichte - ein riesiges Leistungsbilanzdefizit, eine ausufernde Staatsverschuldung, eine negative Sparquote, die Spekulationsblase bei den Wohnimmobilien und eine viel zu hohe Inflation.

Auf jede Krise an den Finanzmärkten kannte die US-Notenbank in den vergangenen Jahren nur eine einzige Antwort: das Öffnen der Geldschleusen.

Es gibt jede Menge Beispiele:

- 1987 fielen die Aktienkurse in wenigen Tagen um 40%. Als Notfallmaßnahme führte Greenspan dem Markt massive Liquidität zu. Anschließend kam es immer wieder zu Krisen, die nach demselben Prinzip gelöst wurden: Es wurde massenhaft Geld gedruckt.

- 1990, als es zur Sparkassenkrise in den USA kam
- 1992 während der weltweiten Rezession
- 1995 bei der Mexiko-Krise
- 1997 bei der Asien-Krise
- 1998 bei der Rußland-Krise und der LTCM-Hedgefonds-Krise, die bereits damals fast das gesamte Weltfinanzsystem zum Einsturz brachte. Und auch
- 2000, als die Aktienblase platzte, "bewältigte" die US-Notenbank diese Krise durch Zufuhr von neuem Geld, d.h. Liquidität in Form von billigen Krediten.

Es mußten zunehmend aggressivere Maßnahmen ergriffen werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Anfang der 90er Jahre genügte es, die Zinsen auf 3% zu senken, zehn Jahre später mußte der Zinssatz auf 1% gesenkt werden. Wie die Notenbank bei der nächsten Krise reagieren könnte - z.B. als Reaktion auf das Platzen der Immobilienblase - hat der jetzige Notenbankchef Bernanke bereits erklärt. Er sprach von "unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen":

- Bargeld könnte mit einer Art "Verfallsdatum" versehen werden. So würde die Regierung die Bürger zwingen, ihr Geld sehr schnell auszugeben.
- Die US-Notenbank könnte praktisch alles kaufen, was sie möchte, zum Beispiel Devisen.
- Käufe realer Güter und Dienstleistungen
- Käufe amerikanischer Wertpapiere

Die drei letztgenannten Maßnahmen würden wiederum mit frisch gedrucktem Geld bezahlt werden, erklärte die Notenbank. Wozu dieses scheinbar so geniale System führt? Ein Teil des Staates macht Schulden bei einem anderen Teil des Staates - der Notenbank -, die dafür frisch gedrucktes Geld verwendet. Das ist im Prinzip natürlich keine neue Idee, eine geniale Idee schon gar nicht. Denn sie führt in den inflationären Bankrott. Hyperinflation ist die zwangsläufige Folge. Diese zerstört Ihr gesamtes Vermögen - Papiergeld taugt dann höchstens noch zum Heizen. Aber anders als bei der Hyperinflation von 1923 gibt es heute noch ein ganz anderes Störfeuer, dessen Auswüchse erst durch die exzessive Gelddruckpolitik der US-Notenbank entstehen konnten: die völlig außer Kontrolle geratenen Hedgefonds und das höchst explosive Billionen-Dollar-Spiel mit Derivaten.

Ein starkes Geldmengenwachstum und die Suche nach immer höheren Renditen haben in den letzten Jahren zu einem unglaublichen Wachstum in der Hedgefonds-Branche geführt. Das geschätzte Anlagevermögen der Branche hat sich in nur 6 Jahren verdoppelt - auf unglaubliche 1,1 Billionen US-Dollar. Hedgefonds sind nichts anderes als moderne Finanzabenteurer, die mit hochriskanten Wetten auf Finanzwerte jonglieren. Damit nicht genug: Sie hebeln auch noch ihre Rendite, indem sie durch Kreditaufnahme ihr Fondsvermögen um das Mehrfache vergrößern. Diese Wetten laufen auch über private Buchmacher abseits jeder Börse und jeder Kontrolle zwischen privaten Parteien.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Hedgefonds die Grundmauern des globalen Finanzsystems zum Einsturz bringen. Einen großen Unterschied gibt es noch: Sollte die Wette nicht aufgehen, dann sind nicht nur die Gelder der Investoren, sondern auch noch extrem hohe Kredite unwiederbringlich verloren (d.h. sie haben den Besitzer gewechselt, denn Geld geht nicht "verloren")

Eigentlich kaum zu glauben: Bis heute unterliegen die rund 8000 Hedgefonds kaum Kontrollen. Sämtliche Versuche, eine stärkere Regulierung durchzusetzen, sind aufgrund einer offenbar wirksamen Lobby-Arbeit der Hedgefonds fehlgeschlagen.

Wie explosiv das Spiel der Hedgefonds mit Finanzderivaten ist, zeigte sich bereits 1998, als der HF LTCM nur durch massive Finanzspritzen in Milliardenhöhe vor einer Pleite bewahrt und somit das Weltfinanzsystem vor einem potenziellen Kollaps gerettet werden konnte. Jochen Sanio, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), erklärte, es sei nicht die Frage, OB, sondern lediglich WANN sich eine Krise wie damals bei LTCM wiederholt.

Die Lieblingsspielwiese der HF ist der Derivatemarkt. Dieser umfaßt ein unvorstellbares Volumen von 285 Billionen US-Dollar und ist damit fast 5 mal so groß wie das weltweite Brutto-Inlandsprodukt. Man kann aus diesen Zahlen schließen, wie stark sich der Derivatemarkt von der realen Wirtschaft losgelöst hat. Während der Derivatemarkt ursprünglich der Absicherung gegenüber Risiken wie z.B. einem Ölpreisanstieg oder einem Kreditausfall diente, ist er mittlerweile zum ultimativen Instrument der Spekulanten für die Jagd nach der maximalen Rendite mutiert.
Der erfolgreichste Investor aller Zeiten, Warren Buffet, bezeichnete Derivate wegen ihres hohen Risikos für das weltweite Finanzsystem bereits als "finanzielle Massenvernichtungswaffen".
Eines der risikoreichsten und gleichzeitig am schnellsten wachsenden Segmente des Derivatemarktes ist der Handel mit sog. Kreditderivaten. Diese versetzen einen Kreditgeber in die Lage, das Kreditausfallrisiko von einem Kredit zu trennen und als Derivat zu emittieren. Derjenige, der das Derivat annimmt, erhält dafür eine periodisch zu zahlende Prämie und muß im Falle des Kreditausfalls für den notleidenden Kredit aufkommen. Den Part des Emittenten übernehmen dabei in der Regel die global agierenden Investmentbanken, z.B. die Deutsche Bank, und den Part des Risikoabnehmers übernehmen in der Regel Versicherungen und Hedgefonds.
Das weltweite Volumen des Kreditderivatmarktes ist in weniger als 10 jahren von 50 Milliarden US-Dollar auf 8,4 Billionen angewachsen und ist somit die am schnellsten wachsende Derivateklasse überhaupt.

Nach der konjunkturellen Abkühlung werden Kreditausfälle immer wahrscheinlicher. Das rasante Wachstum dieses Segments fand in einer Zeit niedriger Zinsen und seltener Kreditausfälle der Schuldner statt. Somit konnten sich die Abnehmer der Kreditderivate auf ihre ansehnlichen Prämien freuen, ohne sich Gedanken über mögliche Kreditausfälle zu machen, die sie evtl. übernehmen müssen. Aufgrund der in den USA, Japan und Europa in den letzten Monaten stattgefundenen Zinserhöhungen und der konjunkturellen Abkühlung in den USA wächst nun langsam aber sicher die Gefahr umfangreicher Kreditausfälle. Und jetzt kommt die Sollbruchstelle des ganzen Systems:

Kreditderivate, die auf besonderes problematischen Krediten basieren, liegen laut Experten zu über 80% bei Hedgefonds. Also bei denjenigen Investoren, die ihre Rendite hebeln, indem sie ihre Investitionssumme um ein Mehrfaches durch Kredite vergrößern. Die größten Risiken für das Finanzsystem überhaupt liegen somit bei Investoren, die sich jeglicher Kontrolle entziehen! Folglich weiß niemand, welche Risiken sich mittlerweile im System aufgebaut haben, und niemand wird dies herausfinden, ehe nicht das ganze System auf einmal wie ein Kartenhaus eingestürzt ist.

Stellen Sie sich vor, was passiert, wenn bei der kommenden Rezession in den USA schlagartig große Konzerne wie Ford oder GM in Konkurs gehen. Unternehmen wie diese haben Schulden in dreistelliger Milliardenhöhe. Alle Hedgefonds würden auf einen Schlag versuchen, ihre Kreditderivate loszuwerden, und der Wert dieser Derivate würde gegen Null fallen. Dies würde zwangsläufig reihenweise zu Konkursen unter den Hedgefonds führen, die wiederum bei Banken insgesamt mit Beträgen von ca. mehreren Billionen Dollar verschuldet sind. Unweigerlich würden Hunderte von banken Konkurs anmelden müssen und somit wären die Ersparnisse von Hunderten Millionen Menschen weltweit wertlos. Wer sollte ihnen ihr Geld dann noch zurückgeben? Die Banken haben das Geld der Kunden ja dann bereits verzockt.

Weitere Gefahr: Der Beginn einer zyklischen Baisse. Und diese zyklische Baisse, das bedeutet ein Abwärtstrend innerhalb eines übergeordneten, langjährigen Abwärtstrends, wird bereits in den kommenden Wochen zu dramatischen Kursverlusten führen. Seit dem Jahr 2000 befindet sich der amerikanische Aktienmarkt - und mit ihm auch der DAX - in einer Abwärtsphase. Innerhalb dieser langjährigen Abwärtsphase, die statistisch gesehen MINDESTENS acht Jahre und maximal 20 jahre dauert, kommt es immer wieder zu zyklischen Auf- und Abwärtsbewegungen. Besonders tückisch sind die kurzen Erholungsphasen innerhalb eines langfristigen Abwärtstrends, auch Bärenmarktrallyes genannt. Denn sie gaukeln vielen Anlegern vor, es handele sich bereits um den Beginn eines neuen, langjährigen Aufwärtstrends. Lassen Sie sich nicht täuschen - bei der drei Jahre dauernden Hausse an den Aktienmärkten, die im Mai 2006 beendet worden ist, handelte es sich um nichts anderes als um eine Bärenmarktrallye! Der Irrglaube, bei jeder kleinen Erholung in den kommenden Monaten könnte es sich um eine Fortsetzung der Bärenmarktrallye handeln, wird zahlreiche Anleger eine ganze Menge Geld kosten. Denn die nächsten Jahre werden nicht nur von stark fallenden Aktienmärkten, sondern auch von steigenden Inflationsraten geprägt sein.
Und fallende Aktienmärkte gepaart mit Inflation führen - im schlimmsten Fall - dazu, daß das Vermögen wegschmilzt wie Butter in der Sonne. Ab etwa Mai 2006 haben die Portfolios bereits wichtige Signale gegeben: Die Kursgewinne sprudelten nicht mehr so kräftig wie in den drei Jahren zuvor. Nach und nach wurden vor längerer Zeit gekaufte Aktien ausgestoppt. Andere Papiere stiegen zwar anfänglich, fielen dann aber im Gleichklang mit der Korrektur der Indizes wieder zurück. Außerdem wurde es immer schwieriger, neue Kaufkandidaten zu finden. Ein ernstes Signal! Denn es wird zu empfindlichen Kurseinbrüchen kommen, wahrscheinlich sogar zu einem Crash, der einen jahrelangen Abwärtstrend an den Börsen einläuten wird.

Warnzeichen Nr.1: Die US-Wirtschaft steht kurz vor einer Rezession. Dies beweisen immer mehr Konjukturzahlen. In der Vergangenheit wurde jede Rezession von einer ausgeprägten Aktienbaisse begleitet, die ausnahmslos auch die europäischen Märkte erfaßte. Am verheerendsten auf die Wirtschaft in den USA wird sich das Platzen der Immobilienblase auswirken. Immobilienspekulation wurde Volkssport. Die Häuser wurden beliehen, die Kredite in den Konsum gesteckt. Dadurch bekam die Wirtschaft Anschub. Die wirtschaftliche Erholung in den letzten drei Jahren war eng mit den gestiegenen Immobilienpreisen gekoppelt. Gleichzeitig erreichten die Hypothekenkredite, die negative Sparquote und die Gesamtverschuldung in den USA ebenfalls neue Rekorde. Wenn die Immobilienblase platzt, zieht dies automatisch die gesamte Wirtschaft in den Abgrund.

Daß sich überhaupt solch eine Riesenblase im Immobilienmarkt bilden konnte, hat auch noch einen ganz anderen Grund: Seit einigen Jahren lagern Banken und Hypothekenfirmen ihr Kreditrisiko aus. Beispielsweise werden "mortgage backed securities" von Hypothekenfinanzierern wie Fannie Mae oder Ginnie Mac begeben. Sie bündeln eine Vielzahl von Immobilienkrediten zu einem Paket und verkaufen darauf basierende Anleihen. Es existieren aber auch weitaus komplexere Formen wie etwa "collateralized mortgage obligations", bei denen die zugrundeliegenden Hypotheken in Tranchen mit unterschiedlichen Risiken eingeteilt sind. Diese werden einzeln verkauft und bringen bei höherem Risiko unterschiedliche Erträge.

Durch die Auslagerung des Kreditrisikos an Dritte - diese Wertpapierkategorie ist in den USA mittlerweile die wichtigste auf dem US-Anleihenmarkt - nehmen es die Banken mit der Überprüfung der Kreditwürdigkeit nicht mehr so genau. Im Gegenteil, die Banken offerieren immer dubiosere Hypothekenvarianten: Kredite ohne Einkommensnachweis; Kredite, bei denen keine Tilgungen verlangt werden, oder Kredite, bei denen sich der Kreditbetrag jeden Monat erhöht. Jetzt bricht das System mit munterer Kreditvergabe, immer weiter steigenden Immobilienpreisen und den damit verbundenen hohen Konsumausgaben zusammen:

- Höhere Preise, niedrigere Mieteinnahmen. Verhältnis- Hauspreis / Jahresmiete vor 11 Jahren 15, jetzt bei 21.
- Verkäufe gehen zurück bereits um 6,8%.
- Deutlich weniger Kaufinteressenten

Wenn die Immobilienblase platzt, droht die Katastrophe: Im vergangenen Jahr gingen 55% des Bruttoinlandprodukts auf Tätigkeiten zurück, die in Zusammenhang mit dem Immobilienboom stehen.

Warnzeichen Nr.2: Eine inverse Zinsstruktur - der präziseste Indikator für Rezession und Baisse.

Wenn die kurzfristigen Zinsen höher als die langfristigen sind, nennt man dies eine inverse Zinsstruktur. Die Vergangenheit hat gezeigt: Wann immer die Zinsstruktur über mehrere Wochen invers war, reagierte die Börse mit einer Baisse und die Wirtschaft mit einer Rezession. Das heißt: man zahlt für kürzere Laufzeiten mehr Zinsen als für lange, obwohl das Risiko bei langen Laufzeiten grundsätzlich höher ist. Seit den 70er Jahren kam das nur viermal vor, und jedesmal stürzte die US-Wirtschaft in eine tiefe Krise.
Eine inverse Zinsstruktur entsteht entweder wenn die Notenbank die kurzfristigen Zinsen durch Zinsanhebungen in die Höhe treibt oder wenn Anleger eine Konjunturschwäche befürchten und ihr Kapital vermehrt in langfristigere Zinspapiere stecken und damit die Renditen drücken. Eine neue Untersuchung der US-Notenbank Federal Reserve hat sogar ergeben, daß eine inverse Zinsstruktur der präziseste Einzelindikator für eine drohende Rezession ist. Die US-Wirtschaft kühlt bereits deutlich ab:

- Anstieg Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal um 2,5% nach 5,6% im ersten.
- Konsumklimaindex der Universität Michigan fiel stark seit Dezember
- Die lange Zeit rückläufige Arbeitslosenquote ist im Juli zum erstenmal wieder gestiegen von 4,6 auf 4,8%.

Dieser Trend wird sich in den nächsten Monaten verschärfen.

Warnzeichen Nr.3: Die Angst vor Stagflation ist berechtigt - die tatsächliche Inflationsrate liegt bei ca. 8%!

Die US-Inflationsrate steigt bereits seit Jahren, von 2,7% in 2004 auf 3,4% in 2005. Im Juni 2005 wurde mit 4,3% die kritische 4%-Marke überschritten. Aufgrund jahrelanger Manipulationen an den Inflationsstatistiken gibt die offizielle Inflationsrate in den USA aber nicht annähernd die tatsächliche Geldentwertung wieder. Dem Statistikexperten John Williams zufolge läge die Inflationsrate bis zu 4% höher, wenn man alle Manipulationen an der Statistik seit der Carter-Ära herausrechnen würde! Folglich liegt die tatsächliche, unmanipulierte Inflationsrate in den USA bereits bei rund 8%!

Und eine Rezession gepaart mit hohen Inflationsraten ergibt die hoch gefürchtete Stagflation. Viele Anleger in den USA erinnern sich noch an die lange Stagflationsphase der 70er Jahre. Obwohl die Aktien 1982 auf dem gleichen Niveau geblieben waren wie 1966 - nominal betrachtet also seitwärts gelaufen waren -, kam es aufgrund der hohen Inflationsraten zu einem Kaufkraftverlust von rund 80%!

Warnzeichen Nr.4: Der Diskontsatzindikator gibt ebenfalls ein Verkaufssignal.

Der US-Diskontsatzindikator ist bestechend einfach und gleichzeitig extrem treffsicher. Dieser Indikator gibt ausschließlich Verkaufssignale, und das äußerst selten. Seit 1915 gab er insgesamt nur acht Signale: im Januar 1920, August 1929, April 1969, Mai 1973, Oktober 1977, September 1987, Mai 2000 und Mai 2006.

Der Indikator gibt ein Signal, sobald der Diskontsatz (= kurzfristiger Zinssatz, zu dem Banken sich bei der Zentralbank refinanzieren) von einem niedrigen Niveau kommend 6 Prozent erreicht. Dieser Indikator kündigte die beiden größten Aktiencrashs des vergangenen Jahrhunderts an, auch die beiden schlimmsten Baissen nach der Großen Depression - den Bärenmarkt von 1973/74 und von 2000 bis 2003. Wer auf die drei weiteren Signale gehört hätte, hätte sich ebenfalls vor großen Verlusten schützen können: 1920 und 1969 kam es zu starken Kurseinbrüchen und 1977 kam es in den Folgejahren zu einer starken Inflation - obwohl die Kurse 1982 scheinbar auf dem gleichen Stand waren, betrug der reale Verlust über 40%! Ein Indikator also mit beängstigender Trefferquote. Das aktuelle Signal kam diesmal im Mai 2006.

Warnzeichen Nr.5: Der erstaunlich akkurate Präsidentenzyklus - neues Tief im Herbst.

Die Aktienmärkte werden unter Druck kommen. Es handelt sich um den 4-Jahres-Zyklus, auch Präsidentenzyklus genannt. Wie man am langfristigen S&P 500-Chart erkennen kann, ist dieser Zyklus sehr genau. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es alle vier Jahre zu teils sehr heftigen Kurseinbrüchen. Die Erklärung: In den ersten beiden Jahren ihrer Amtszeit sind die Regierungen in den USA bereit, für die Wirtschaft unangenehme Maßnahmen durchzusetzen. In der zweiten Hälfte ihrer Amtszeit hingegen widmen sie sich ausschließlich dem Ziel der Wiederwahl und verteilen großzügig Wahlgeschenke. Sollte der Präsidentenzyklus auch diesesmal recht behalten, dann kommt das nächste 4-Jahres-Tief diesen Herbst. Das wird auch für Deutschland gelten.

Warnzeichen Nr.6: Charttechnisch ist die Trendwende ebenfalls klar erkennbar: fallende Aktienkurse.

Nachzuvollziehen am Philadelphia Housing Index 2003 bis 2006; am NASDAQ 100 Index 2003 bis 2006; beim Dow Jones, der eine gefährliche Doppel-Top-Formation ausgebildet hat.

Auch Deutschland ist keine Insel - Einem starken Abwärtstrend an den amerikanischen Leitbörsen können sich DAX, MDAX und TechDAX nicht entziehen. Neben dieser starken Korrelation des deutschen Aktienmarktes mit den amerikanischen Börsen spricht aber auch ein weiterer wichtiger Punkt für einen schmerzhaften Abschwung bei den deutschen Indizes: Ein hoher Stand des ifo-Geschäftsklima-Index ist der perfekte Kontraindikator für den DAX!

Für den ifo-Index werden monatlich rund 7.000 Unternehmen aus verschiedenen Branchen der deutschen Wirtschaft befragt. Die Unternehmen bewerten dabei sowohl ihre gegenwärtige Geschäftslage als auch ihre Erwartungen für die folgenden sechs Monate. Leider kann man diese Beurteilungen der Manager nicht für bare Münze nehmen. Sie tendieren dazu, positive wirtschaftliche Trends in die Zukunft fortzuschreiben. Erst wenn auch der Letzte gemerkt hat, daß die Wirtschaft abkühlt, fällt der ifo-Index - dann natürlich sofort mit Vollgas.

In der Vergangenheit hat sich der ifo-Index als hervorragender Kontraindikator für den DAX erwiesen. Jedesmal, wenn die deutschen Manager richtig euphorisch wurden, ging es daraufhin an der Börse steil abwärts.

- Beispielsweise folgte nach der Wiedervereinigungseuphorie ab Mitte 1990 eine zweijährige Phase mit deutlichen Kursabschlägen beim DAX von bis zu 33%!

- Besonders optimistisch laut ifo-Index waren die deutschen Manager auch im Jahre 2000. Jeder, der diesen Stimmungsindex richtigerweise als Kontraindikator wertete, konnte sich noch gerade rechtzeitig vor den anschließenden massiven Kursverlusten beim DAX von bis zu 73% retten!

Klare Aussage für Deutschland: Hören Sie auf die Manager und Politiker - und glauben Sie genau das Gegenteil! Derzeit befindet sich der Index sogar noch über der Euphorie von 2000.

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5.10.2006 Es geht munter weiter - Größte Hedgefonds-Pleite seit LTCM, mitgeteilt von Lothar Komp

Bei der größten Hedgefonds-Krise seit der LTCM-Pleite von 1998 verlor Amaranth Advisors LLC innerhalb von zwei Wochen zwei Drittel seines Investorenkapitals mit Wetten auf künftige Erdgaspreise, rund 6 Mrd Dollar. Daneben platzt die amerikanische Immobilienblase: zwei Detonatoren für das Weltfinanzsystem.

Eine Weile lief alles bestens. Doch im September 2006 ist die Amaranth-Pflanze plötzlich verdorrt. Amaranth Advisors LLC, ein 9 Mrd Dollar schwerer Hedgefonds, hat innerhalb von zwei Wochen 65% seines Investorenkapitals mit Wetten auf künftige Erdgaspreise eingebüßt und steht vor dem Zusammenbruch. Gemessen am verlorenen Kapital, rund 6 Mrd Dollar, handelt es sich um die weltweit größte Pleite eines Hedgefonds seit dem Untergang von LTCM im September 1998, der damals das Weltfinanzsystem an den Rand des Abgrunds brachte. Beide waren in Connecticut ansässig.

Es wurde gewettet und spekuliert. In den vergangenen Jahren lag der 
Erdgaspreis im April immer deutlich unter dem vom März. Auf diesen historischen Befund verwettete Amaranth Milliarden von Dollars, die man vorher von Banken, Versicherungen und nicht zuletzt von Pensionsfonds eingesammelt hatte. Die Wette ging verloren. Die speziellen Derivatkontrakte von Amaranth kann man sich als doppeltes Termingeschäft vorstellen: Dem Einkauf eines beträchtlichen Volumens an Erdgas zur Auslieferung im April 2007 und einem gleichzeitigen Leerverkauf von genausoviel Erdgas zur Auslieferung im März 2007. Man spricht von einem Leerverkauf, wenn man etwas kauft, was man gar nicht besitzt, sondern erst nach Abschluß des Verkaufs einkauft. Mit anderen Worten: In der Erwartung fallender Preise kauft man im April und verkauft alles im März. Daß nun der März 2007 in der realen Zeitrechnung dummerweise vor dem April 2007 liegt, und man daher im März eigentlich noch gar nichts zum Verkaufen besitzt, ist eine Einschränkung, von der man sich an den Derivatbörsen längst befreit hat. Beim Handel mit Papier-Erdgas stellt eine solche Verdrehung überhaupt kein Problem dar.

Um den Gewinn pro eingesetztem Kapital noch einmal drastisch zu erhöhen, hat Amaranth diesem doppelten Termingeschäft eine weitere Variante hinzugefügt. Die Differenz zwischen dem Preis im März und April 2007 wurde von dem doppelten Termingeschäft abgetrennt, und Amaranth investierte nur noch in diese Differenz. Dies verspricht enorme Gewinne, wenn der Erdgaspreis im März 2007 um zwei oder drei Dollar über dem im April 2007 liegt, aber Totalverlust, wenn die Preise gleichbleiben. Und genau das wurde befürchtet. Jedenfalls gehen die anderen Spekulanten an der Nymex anhand der Hurrican-Prognosen für den Herbst und Winter gegenwärtig davon aus, daß der jährliche Preiseinbruch diesmal schon im Dezember stattfindet. Und weil der Unterschied der Erdgas-Terminpreise für März und April 2007 zum jetzigen Zeitpunkt verschwunden ist, ist Amaranth jetzt pleite, ganz unabhängig davon, wie sich die tatsächlichen Erdgaspreise im Frühling nächsten Jahres entwickeln sollten.

Fast exakt 8 Jahre nach dem LTCM-Unfall war also wieder einmal ein unverzüglicher Einsatz des aus der FED, dem US-Finanzministerium und den führenden Banken bestehenden "Plunge Protection Teams" gefordert, um einen großen Hedgefonds vor dem Untergang zu retten. Man hielt es diesmal, anders als 1998, für ratsam, keine melodramatische und publikumswirksame Nacht-und Nebel-Aktion zu veranstalten und dadurch unnötig Staub aufzuwirbeln. Damals waren die Chefs der 16 größten Banken der Welt, auch der Deutschen Bank, binnen weniger Stunden aus ihren Büros, Betten und Golfplätzen abgeholt und zu einem Notstandstreffen in die Räumlichkeiten der New Yorker FED verfrachtet worden, um dann einen gemeinsamen "Bail-Out-Plan" zuzustimmen, ob sie nun mit LTCM unmittelbar verstrickt waren oder nicht.

Schon am 20. September konnte Amaranth-Chef Nicholas Maounis die gute Nachricht verbreiten. In seinem Brief an die Investoren teilte er mit, daß sich unglücklicherweise zwischen dem 1. und 19. September mehr als 6 Mrd Dollar oder 65% des Kapitals verflüchtigt hatten, es seien also immer noch 3 Mrd Dollar vorhanden. Weitere Verluste werde es nicht geben. Denn man habe einer "Dritten Partei" sämtliche Kontrakte verkauft. Dieser Schritt, so Maounis, war notwendig, "um die Terminierung unserer Kreditfazilitäten zu verhindern und das Risiko einer konsequenten, erzwungenen Liquidierung durch unsere Kreditoren zu vermeiden."

Zugleich wurde den Medien von "zwei an den Verhandlungen beteiligten Personen" zugesteckt, daß es sich bei der "dritten Partei" um zwei finanzkräftige Unternehmungen handelt: die Investmentbank J.P. Morgan Chase und der 12 Mrd Dollar schwere Hedgefonds Citadel Investment Group mit Sitz in Chicago. Die werden es schon richten. Man darf darüber spekulieren, ob und in welcher Weise J.P. Morgan und Citadel für ihre gute Tat zum Fortbestand des Derivatekasinos durch die FED oder das US-Finanzministerium entschädigt werden.

Selbst wenn es gelingen sollte, die Derivatekontrakte von Amaranth ohne großes Aufsehen aus der Welt zu schaffen, so wird es eine lange Liste von Opfern geben. Da wären zunächst die Investoren von Amaranth. Ein entsprechendes Bekenntnis haben inzwischen u.a. die Pensionsfonds der Stadt San Diego und des Unternehmens 3M abgegeben. Auch Caisse de Depot et Placement du Quebec, der größte Rentenfonds Kanadas, hatte bei Amaranth investiert. Immerhin ist der momentan für Stellungnahmen nicht zugängliche Amaranth-Mitarbeiter, der die Erdgas-Wetten ausgearbeitet hatte, ein Kanadier, der 32jährige Brian Hunter. Er machte den Abschluß in angewandter Mathematik, versuchte es erst bei der Deutschen Bank und durfte dann bei Amaranth mit Milliarden zocken. Ein "Bloomberg"-Team besuchte nun sein Büro in Calgary, konnte aber außer leeren Schreibtischen und heruntergefahrenen Computern nur eine halbleere Flasche mit Hochprozentigem entdecken.

Die wichtigsten Kreditgeber von Amaranth waren J.P. Morgan und Merril Lynch. Sie werden einiges abschreiben müssen. Weitere Opfer sind vermutlich auch diejenigen Unternehmen, die Kredite von Amaranth erhalten haben. Denn neben Erdgaskontrakten hatte sich Amaranth auch mit Hochrisikokrediten beschäftigt, etwa Kredite zur Finanzierung von Private-Equity-Übernahmen. Diese Kredite wurden nun in Windeseile an andere Investoren verkauft. Die neuen Besitzer werden sich in Kürze an die jeweiligen Schuldner wenden und gewisse Forderungen stellen. Zu diesen Schuldnern zählen das deutsche Kabelunternehmen TeleColumbus, das deutsche Mobilfunkunternehmen Debitel, der britische Autozulieferer IT Automotive, und der engliche Fußballclub Manchester United.

Selbst wenn die Amaranth-Pleite in ihrer Dimension nicht mit der schon bald drohenden Implosion der amerikanischen Immobilienblase vergleichbar ist - bei letzterer steht ein tausendfach höherer Betrag an Hypothekenkrediten und zugehörigen Derivaten auf dem Spiel - so wirft der Fall erneut die Frage nach der Regulierung der spekulativen Fonds auf. In den USA hat die Regierung Bush gerade die bis dahin bestehenden Verbote für Rentenfonds, in Hedgefonds zu investieren, aufgehoben.

In Deutschland hatte sich dagegen der Chef der Finanzaufsicht BaFin, Jochen Sanio, für eine weltweite Regulierung von Hedgefonds stark gemacht und diese als "schwarze Löcher" des Finanzsystems bezeichnet. Seither steht Sanio kräftig unter Druck, und man fordert seinen Kopf. Erst gab es einen Betrugsfall in der BaFin-Computerabteilung und anschließend eine heftige Auseinandersetzung zwischen Sanio und dem Personalrat.

Es fällt schon gar nicht mehr auf, daß hier von Hochgrad-Wahnsinnigen die Rede ist, z.B. von 32jährigen Tagedieben, die im Leben noch keinen Handschlag ehrliche Arbeit geleistet haben, aber die Pensionen und Ersparnisse von Millionen Menschen verzocken, weil sie an krankhafter Spielsucht, unendlicher Gier und absolutem Größenwahn leiden. Man braucht sich nur diese Ackermänner, Breuers und ähnliche Pfauen anzusehen und daneben ihre Taten, für die sie sich Abermillionen bezahlen lassen, und dazu das menschliche Elend, das diese Hampelmänner in die Welt setzen, um zu wissen, mit was für einer Sorte von cerebralen Mutanten es die Welt zu tun hat. Die Politiker stehen ihnen in nichts nach, abgesehen vielleicht von ein paar Stellen vor dem Komma bei ihren "Diäten". Wenn man sich überlegt, daß General Motors den Autobau nur noch als Scheingeschäft und reine Nebenbeschäftigung betreibt, um Verluste zum Abschreiben zu produzieren, das Hauptgeschäft aber auf Finanztransaktionen der erwähnten Art liegt, wenn man bedenkt, daß die Deutsche Bank selbst eine Hedge-Fonds-Blase von rund 12 Billionen Euro aufgeblasen hat und alle anderen kräftig mitpusten, dann kann man sich vorstellen, wie groß der Knall werden wird, wenn diese Bomben hochgehen. Daß der Welt hier auch noch "seriöse" Geschäfte vorgespiegelt werden und immer mehr der letzten Anleger zu Investitionen überredet werden, ist ein Zeichen, daß man es nur noch mit Wahnsinnigen zu tun hat, die wie einst den Tanz um das "Goldene Kalb" mit allen Abartigkeiten als Randerscheinungen zelebrieren. Was soll man von von solchen "Führungskräften" anderes erwarten als ein Armageddon der Superklasse, wenn diese wie 1929 nicht mehr aus dem Fenster springen, sondern vorher noch ein Feuerwerk mit ihren Bunker-Busters veranstalten, um ihren Abgang zur Hölle im passenden Ambiente zu gestalten. Die Saurier wurden schon einmal von der Erde geputzt, wir leben schon wieder im Zeitalter der Saurier, denen es genauso ergehen wird, und zwar schlagartig wie damals. Alle Zeichen deuten darauf hin, daß dieser Schlag unmittelbar bevorsteht - welch ein Segen für den Kosmos! Daß auch ein Segen für die Welt übrigbleibt, ist lange prophezeit, und es wird endlich Zeit! Wenn wir nicht wüßten, daß das Verhalten dieser "hohen Herren" einem festgelegten Drehbuch entspricht, müßte längst eine Massenpartei zur Abschaffung der Intelligenz existieren, denn der Beweis wird täglich an höchsten Stellen erbracht. Wenn die Natur dieses Prinzip verfolgen würde, müßte jeder dumm und reich sein. Dem Gegenteil wird die Zukunft gehören!
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6.10.2006 Mystische Schilder an der Grenze - Russland vermint seine Nordgrenze zu Norwegen (Zit. AP.no v. 6.10.06 Übers. L.S.)

Die Aufschrift kann nicht mißverstanden werden. "Minen" steht da auf roten Schildern, die hinter dem russischen Stacheldraht- und Alarmzaun längs der norwegisch-russischen Grenze im äußersten Norden plaziert sind.
Nur zwei Monate, nachdem Russland eine spezielle Grenzzone auf 25 km im Norden ausgeweitet hat, tauchten Minenschilder am russischen Grenzzaun auf. Die Schilder stehen auf der Rückseite des Stacheldrahtzauns, der ein gutes Stück innerhalb der russischen Seite der Grenze steht, und obwohl sie etwas nach Heimarbeit aussehen, kann über die Warnung keine Unklarheit herrschen: "Minen".
- Das kennen wir hier noch nicht, sagt Aase Dons Lindrupsen vom Grenzkommissariat in Kirkenes. - Das ist nie erwähnt worden in den rund 60 Treffen, die wir während des Jahres mit der russischen Grenzwacht hatten, und wurde auch nicht erwähnt, als die Frage nach der erweiterten Grenzzone aufgenommen worden war mit dem Chef der Grenzwache Oberst Aleksandr Belokon am 30. August, sagt sie.

Aber die Russen haben gesagt, daß immer noch Sprengmittel in der Gegend aus den harten Kämpfen von 1944 herumliegen, als die Deutschen aus Kola und Ost-Finnmark vertrieben wurden.

Unzugänglich - Die Minenschilder stehen in einer Gegend, in die Außenstehende nicht ohne weiteres hineinkommen. Den Zaun entlang liegt ein Sandstreifen, der regelmäßig geharkt wird, so daß Eindringlinge erkannt werden können. Der Zaun hat auch Alarmdrähte mit Berührungskontakt direkt zur Grenzwache. Diese Wache, die dem Sicherheitsdienst FSB untersteht, patroulliert auch regelmäßig an der Grenze. Die Warnung wurde erst vor kurzer Zeit entdeckt und entspricht nicht der UN-Konvention über Minenwarnung: ein rotes Schild mit Totenkopf, zwei gekreuzten Knochen und der Aufschrift "Gefahr! Minen!"
Der Gewährsmann von AP.no, der auch das Foto machte, nur etwa 100 m von der früheren Grenzstation entfernt, sagt, daß die Schilder erst vor kurzer Zeit aufgetaucht seien. Er war diesen Weg schon öfter gefahren.

Die russische Botschaft in Oslo konnte die Sache gestern nicht kommentieren. Dem norwegischen Generalkonsulat in Murmansk ist ebenfalls nicht bekannt, daß die Grenze zu Norwegen vermint sein könnte. Der Grenzzaun wurde in den 50er Jahren errichtet, und keiner weiß, ob dort Minen während des "Kalten Krieges" verlegt waren, als die Grenze sozusagen geschlossen war und nur von wenigen hundert Menschen jährlich an der Übergangsstelle Storskog überquert wurde. Nach einer Absprache zwischen Norwegen und Russland sollen alle Fragen zur 196 km langen gemeinsamen Grenze zwischen dem Grenzkommissariat und der russischen Grenzwache besprochen werden. Dies gilt auch für Grenzverletzungen und illegale Grenzübertritte.
- Dieses Jahr hatten wir keine Fälle, daß Leute versucht hätten, nach drüben zu kommen, sagt Lindrupsen. Letztes Jahr kamen zwei Personen illegal von drüben. Aber in Murmansk gab es dieses Jahr vier Prozesse gegen illegale Grenzgänger, schreibt B-port.com im Net. Im August wurden zwei Männer aus Kamerun vor Gericht gestellt, früher wurden Leute aus Kamerun, Nepal und Nigeria an der Grenze aufgegriffen, vor Gericht gestellt und in Murmansk verurteilt.
Sowohl früher als auch noch mehr heute ist es sehr schwierig, die Grenze illegal zu überqueren. Der Grenzzaun und der Pasvik-Elv sind zwei Hindernisse, und auf dem Weg zwischen Murmansk und Kirkenes liegt auch die Kontrollstelle Titovka ca. vier Meilen von der Grenze entfernt.

Grenzzone wurde ausgeweitet - Aber ab Anfang August wurde es noch schwieriger, in die Grenzzone zu kommen und sich dort aufzuhalten. Die Zone wurde von 5 auf 25 km ausgeweitet, und damit fielen die Ortschaften Nikel und Zapoljarnyj in eine geschlossene Zone. Alle russischen Staatsbürger brauchen eine Sondererlaubnis, um dorthin zu kommen. Norwegische Touristen dürfen sich frei bewegen, wenn sie ein Visum für diese Orte haben, erläutert das russische Generalkonsulat in Kirkenes. Aber sowohl Gouverneur Jurij Jevdokimov als auch russische Betriebe und Privatpersonen haben vor den Problemen gewarnt, zu denen die neue Grenzzone führt. Der russische Grenzwachchef Belokon sagt, daß die neue Zone abzielt auf Terrorismusbekämpfung, grenzüberschreitende Kriminalität und Kriminalität innerhalb der Grenzzone.

Wie gesagt haben die Norweger mit den russischen Stellen stets engen Kontakt gehabt über alle Grenzfragen. Sie wissen nichts von Terrorismus oder Grenzkriminalität da oben. Der Job war stets äußerst gemütlich, die Kontakte freundschaftlich. Allenfalls flog mal eine Sylvesterrakete in russisches Gebiet, was aber keinen Atomalarm nach sich zog. Plötzlich scheint aber alles anders. Wir erinnern uns, daß im März dort oben eine große NATO-Übung abgehalten wurde, an der 11 NATO-Staaten teilgenommen hatten. Dabei geschah auch das tragische Panzerunglück. Ebenfalls in diesem Jahr testete Norwegen seine ungeliebten Streubomben in der Gegend, weil man sich gegen eine "Invasion" schützen müsse. Im Sommer fiel angeblich ein großer Meteorit vom Himmel, dem "Hiroshima-Qualität" nachgesagt wurde. Es war jedoch nichts zu finden. Dieser "Meteorit" kam zufällig aus Richtung Westen geflogen. Ich glaube, das Gebiet ist militärpolitisch hochinteressant.
Was von der russischen Marine den 2. Weltkrieg überlebt hatte, war schlecht geführt, miserabel ausgebildet und unzureichend ausgerüstet. Doch sie entstand gewaltig neu unter Führung von Flottenadmiral Sergej Gorshkow. Während die westliche Welt ihr Kriegsgerät verschrottete, bauten die Russen ihre Flotte aus. Allmählich wurde aus einer winzigen, nur zur Küstenverteidigung fähigen Marine eine Hochsee-Angriffsflotte von beeindruckender Stärke.
In den 50er Jahren operierte die sowjetische Flotte ausschließlich in Gewässern ihres Hoheitsgebietes. Anfang der 60er Jahre stieß sie gelegentlich in das Nord- und Eismeer vor; Mitte der 60er Jahre - kurz nach der Kuba-Krise - war die sowjetische Flagge ein alltäglicher Anblick im westlichen Antlantik, und ab 1968 wurde sie mit einer starken sowjetischen Flottenpräsenz im Mittelmeer gekoppelt. Heute operiert die Flotte weltweit. Gorshkow befehligte bis in die neueste Zeit immer noch alle Flotten - die Kaspische Flottille, die Einheiten der Pazifischen, der Schwarzmeer-, der Baltischen und der Nordmeer-Flotte.
Diese Nordmeer-Flotte ist die wichtigste Seestreitmacht. Gestützt auf eisfreie Basen im Bereich des Inlandhafens Murmansk, ist sie die einzige, die über einen unbeschränkten Zugang zum Atlantik und damit zu allen Weltmeeren verfügt.

Die Flotte ist sozusagen die Degenspitze. Schon in den 80er Jahren unterstanden dort dem Kommando von Flottenadmiral Jegorow 800 Kriegsschiffe, dreiviertel der Zweitschlag-Kapazitäten. Seweromorsk, das Flottenhauptquartier an der Ostseite der Kola-Bucht, und Poljarny, die U-Boot-Basis am gegenüberliegenden Westufer, sind Einsatzhäfen für rund 100 U-Boote, die mit Kernwaffen bestückt sind (mit Neubauten jeden Monat ein neues nukleares U-Boot auf den Werften von Sewerodwinsk, Leningrad, Sudomekh und Gorki), daneben Begleitschiffe verschiedener Größe, konventionelle U-Boote und Kreuzer. Diese Streitmacht wird wiederum von rund 400 Kampfflugzeugen beschützt, die auf 16 Allwetter-Flughäfen mit festen Rollbahnen verteilt sind, und von einer Landstreitmacht, die aus mindestens zwei Panzergrenadier-Divisionen und einer Marineinfanteriebrigade besteht. Als Eingreifreserve stehen mindestens 7 sofort einsatzfähige Luftlande-Divisionen mit einer Mannschaftsstärke von jeweils 7000 Soldaten bereit.

Das Hauptquartier der russischen Nordmeerflotte und die wachsende Zahl der "defensiven" Landstreitkräfte auf der Halbinsel Kola sind nur 70 Meilen von der Ostgrenze des NATO-Partners Norwegen entfernt. Die NATO-Strategie ging immer davon aus, daß Norwegen allein niemals einen russischen Vorstoß zum Stehen bringen könnte. Militärisch hat sich Norwegen auf einen Guerillakrieg eingerichtet. 330.000 Soldaten Heimwehr und Reservisten operierten in sechs Mann starken Gruppen, die mit konventionellen Waffen ausgerüstet sind über tragbare Panzerabwehr - und Luftabwehrraketen verfügen. Sie sollen einen russischen Vorstoß stören und verzögern.