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Wissenswertes 16



16.9.06 Es besteht wieder einmal Veranlassung, Neuigkeiten aus aktuellen Rechtsfällen zu besprechen, die den Bürgern allerorten die größten Probleme bereiten. Hier einige Themen:

1.Die Nation ist voller Ebel-Jünger, die mit Ausweisen, Zertifikaten und Befähigungsnachweisen der anspruchsvollsten Art vom Herrn Reichskanzlerpräsident persönlich, gegen Gerichte und Behörden der BRD zu Felde ziehen. Schriftsätze sind geziert durch den Reichsadler, der regelmäßig das Bundesverwaltungsamt mit einem Bußgeldbescheid auf den Plan ruft. Der Inhalt gibt sodann Anlaß für weitere Klagen oder Bußgeldverfahren wegen Amtsanmaßung, Beleidigungen, Nötigungen, Urkundenfälschung und Betrug. Als weniger drastisch ist auch folgendes festzustellen bei Klägern, die sich offen als "Reichsbürger" vor Gericht einlassen:

a) Der Vorsitzende fragt beim Anwalt oder der Partei an, da er plötzlich Bedenken hat, ob die Prozeßfähigkeit überhaupt (noch) vorliegt, d.h. auf Deutsch, ob der / die Kläger noch alle Tassen im Schrank hat und den Prozeß überhaupt führen kann (vgl. §§ 51 ff ZPO). Dies ist die bequemste Art der vorläufigen Rechtsverweigerung, denn das Verfahren ist erst einmal blockiert. Je nach Gusto kann ein Nachweis zur Prozeßfähigkeit verlangt werden, dessen Anforderungen nach Belieben des Gerichts festgesetzt werden. So kann der Hausarzt hoch und heilig beteuern, daß sein Patient wirklich o.k. ist und immer seine Praxisgebühr in bar bezahlt. Der Richter wird sich jedoch auf den Standpunkt stellen, daß der Hausarzt zwar Facharzt für grippale Infekte, vegetative Dystonie,  kognitive Dissonanzen oder cerebrale Funktionsstörungen am Montagmorgen mit nachfolgender Krankschreibung ist, aber seinen Beteuerungen zur vorhandenen Prozeßfähigkeit wird er nicht ohne weiteres folgen wollen. Die Ansprüche werden also hochgeschraubt, denn eine Verfahrenserledigung durch kurzen Prozeß scheint sich aufzutun. Auch einen Herrn Ebel als Gewährsmann anzuführen, dürfte ein Schuß in den Ofen sein, denn bei den Gerichten wird sich herumgesprochen haben, daß dieser Herr als Musterfall des § 52 ZPO angesehen wird.

Diese Gefahren sind nicht zu unterschätzen, denn die Prozeßfähigkeit hängt nach § 52 mit der zivilrechtlichen Vertragsfähigkeit zusammen. Stellt sich heraus, daß Ihr Anwalt aufgrund eines unwirksamen Anwaltsvertrages für Sie vor dem Landgericht gekämpft hat, dann kann alles umsonst gewesen sein, denn Sie waren nicht wirksam vertreten und konnten gar keine Anträge stellen! Der Prozeßgegner wird jubeln und Sie in seinen Schriftsätzen selbstverständlich für irrenhausreif erklären, was schon die Klage oder Ihre Anträge offenkundig beweisen. Hieraus können sich ganze Ketten von Rechtsfolgen ergeben, die alle nur eins gemeinsam haben: Ihre Rechte verflüchtigen sich, während die Kosten rasant zunehmen. Also: äußerste Vorsicht beim Schwingen der "Reichskeule", auch wenn Leute, die davon prächtig profitieren, rigoros dazu raten. Sollten Sie allerdings Wert auf eine staatliche Hexenjagd, unerbittliche Gläubiger oder Haussuchungen der besonderen Art legen, dann ist dies natürlich das beste Mittel, um Probleme ohne Ende zu produzieren. Ich denke mal, es gibt schon genug "normale" Probleme, so daß diese Eskalation absolut irrational ist.


b) Sie wohnen in den "neuen Bundesländern" und gehören zu denjenigen, die sich stets durch eigene selbständige Arbeit über Wasser gehalten haben und keine Veranlssung sahen, in den Westen zu emigrieren. Das Finanzamt redet schon lange nicht mehr mit Ihrem Steuerberater und ignoriert sämtliche Erlärungen, Einsprüche usw. Dafür produziert es einen Haftungsbescheid nach dem anderen sowie Schätzungen am liebsten in Millionenhöhe für Firmen, die Sie schon in DDR-Zeiten nicht mehr hatten. Auf jeden Fall entstehen Steuerforderungen wie die Fliegenpilze, die rigoros per Haussuchung vollstreckt werden. Dabei geht alles mit, was Ihnen gar nicht gehört, natürlich unter sadistischer Ausnutzung des § 739 ZPO (Wird zugunsten der Gläubiger eines Ehemannes oder der Gläubiger einer Ehefrau gemäß § 1362 BGB vermutet, daß der Schuldner Eigentümer beweglicher Sachen ist, so gilt, unbeschadet der Rechte Dritter, für die Durchführung der Zwangsvollstreckung nur der Schuldner als Gewahrsamsinhaber und Besitzer). Das heißt auf Deutsch, daß die Vollstreckungsbüttel alles einpacken, was sie vorfinden. Das beschreibt das GG in Art.6 I wie folgt: "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung". Fragen Sie nach welchem "Staat" und welcher "Ordnung", dann wird man Ihnen Widerstand vorwerfen oder Beleidigungen und mitteilen, daß Sie gerade die staatliche Ordnung in voller Aktion aus der ersten Reihe mitverfolgen können. Passen Sie auf folgendes auf:

Ihre persönlichen Papiere interessieren natürlich am meisten, denn nichts ist für ... schöner, als in anderer Leute Intimsphäre herumzuwühlen. Holen Sie so viele Zeugen bei, wie Schergen erscheinen, und zwar so schnell wie nur irgend möglich! Sie werden diese Zeugen dringend benötigen, wenn Ihnen Widerstand oder Beleidigungen nachher vorgeworfen werden. Aber es kommt noch schlimmer: in einem aktuellen Fall war plötzlich ein Kuvert mit einem namhaften Geldbetrag verschwunden. Dieser Geldbetrag hätte ausgereicht, um sofort die Vollstreckung zu beenden, aber keiner hat etwas gesehen, und natürlich wird bestritten, daß dieser beschlagnahmt wurde, denn im Protokoll taucht er nicht auf. Diese Unterstellung dem vollstreckenden Finanzamt gegenüber wird natürlich nicht hingenommen, und mit Gegenanzeigen ist zu rechnen aus allen erdenklichen Gründen. Eine wirklich üble Situation, die sich zum neuen Standard entwickeln könnte. Also: vorher alles raus aus der Wohnung, was im Handumdrehen verschwinden könnte, insbesondere größere Geldbeträge, die Ihr Überleben sichern sollten. Dasselbe gilt natürlich für Schmuck und sonstige Kostbarkeiten, die sich plötzlich in Luft auflösen könnten. Richten Sie sich vorsorglich darauf ein, daß solche Situationen nicht entstehen können. Wie Sie dies tun, ist Ihre Sache, aber wenn die Wohnung erst wie ein Handgranatenwurfstand aussieht, dann weiß keiner mehr, was da war und was nicht. Es wird im Trüben gefischt, vergessen Sie dies nicht! In der ZPO steht nur etwas über die Zulässigkeit einer Haussuchung, nicht aber, wie diese durchzuführen ist. Daher gehen die Damen und Herren Hausdurchsucher in allen Fällen davon aus, daß sie zum staatlichen Abrißunternehmen gehören mit der stillschweigenden Verpflichtung, das brutalstmögliche Chaos anzurichten. Schließlich werden Sie gewissermaßen als Staatsfeind eingestuft, der sich mit teuflischer Intelligenz die abwegigsten Verstecke für seine Millionen ausgedacht hat. Es kann daher nur geraten werden, diese Millionen offen auf den Küchentisch zu legen, dort werden sie nie gefunden (vgl. la lettre cachée). Sollten Sie auch noch Jäger, Waffensammler, Waffenerbe oder gar Sportschütze sein, dann folgt der nächste Punkt:

c) Unabhängig davon, ob bereits genügend Gegenstände beschlagnahmt wurden, um die angeblichen Forderungen des Finanzamts abzudecken, dient die Haussuchung besonders Ihrer vollständigen Entwaffnung! Keine Gelegenheit ist günstiger, ein vermeintliches "Waffenlager" auszuheben, was insbesondere auf der Straße stolz der gesamten Nachbarschaft zur Schau gestellt wird. Sie können erleben, mit welch kindlicher Freude Kurz- und Langwaffen in der Luft geschwenkt werden, damit auch jeder Schaulustige hautnah mitbekommt, mit welchen "Terroristen" sie im selben Ort gewohnt haben. Wert wird gelegt auf besonders nachhaltige Rufschädigung, denn dann kommt der Staatsbürger auf keine dummen Gedanken mehr. Und wenn die ganze Aktion auch noch aufgrund einer nichtigen Erlaubnis des Gerichts durchgeführt wurde, weil auch das Gericht seine "BRD-ZPO" nicht kennt, dann kann man ersehen, welche Zielrichtungen verfolgt werden, und wie weit es mit dem staatlichen Privatrecht gekommen ist (privare, lat. = rauben). Wenn diese Ebel-Truppe es wenigstens fertigbringen würde, blitzschnell eine Kompanie Zeugen bei solchen Aktionen bereitzustellen, dann wäre schon viel gewonnen. Aber im nachhinein etwas großartig korrigieren zu wollen, ist sehr, sehr schwierig.
 
d) In der Zeitung ist zu lesen, daß der Staat plötzlich sagenhafte Steuereinnahmen verzeichnet. Wie das geht, habe ich eben beschrieben. Es gibt auch andere Varianten: beim "Schuldner" wird wirklich eine Million in bar gefunden. Es dauert keine halbe Stunde, dann liegt der Steuerbescheid über genau diese Million auf dem Tisch, und der Betrag wird sichergestellt (und munter weiter vollstreckt, versteht sich). Man hört immer wieder, daß die Steuerberater kaltgestellt werden, d.h. es interessiert das Finanzamt überhaupt nicht, was an Erklärungen abgegeben wurde, daß Einsprüche eingelegt wurden, oder sogar das Finanzgericht (natürlich vergeblich mit hohen Kosten)bemüht wurde. Manche Leute würden sagen, das ist eben der Effekt, daß es keinen Staat gibt, und jede "amtliche" Truppe nur noch als private Räuberbande unterwegs ist. Dann sollte in Zukunft aber sehr sorgfältig ein evtl. Notwehrrecht geprüft werden, das jedem zusteht, der in einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff verwickelt wird, auch und insbesondere dem "Staat" gegenüber, der seine Schergen ausschwärmen läßt, um die Bürger zu malträtieren. Die oben erwähnten (wünschenswerten) Zeugen, die sich ja alle rechtskundig nennen, könnten bei dieser Feststellung der Rechtslage von großem Nutzen sein, es soll ja schließlich alles rechtsstaatlich zugehen, und Schußwesten und Maschinenpistolen allein ersetzen nun mal keinen gültigen Haussuchungsbeschluß.

Ich wollte aber auf die Lage der Steuerberater zu sprechen kommen: Kann es sein, daß diese selber vor dem Finanzamt zittern, reihenweise ihre Zulassung entzogen bekommen und insolvent werden, weil sie für ihre Klienten nichts mehr ausrichten können bei der neuen Staats-GmbH? Vorläufig möchte ich meinen Ohren nicht trauen, aber genau das wird berichtet. Kein Wunder, wenn Steuerforderungen nach Bedarf produziert werden, wenn die Vollstreckung "ergiebig" erscheint, und der "Staat" über sprudelnde Steuereinnahmen jubelt (und daher behauptet, daß die Wirtschaft "brummt"). Wenn wir bereits so weit sind, dann könnte es sich lohnen, schleunigst einen Verein zur Bekämpfung der rechtswidrigen Haussuchungen zu gründen, der entscheidend zur Verfahrenskultur beitragen könnte, wenn er zu Hilfe gerufen wird.

2. Manche Praktiker in Heilberufen gehören einem Verband an, der nichts anderes tut, als seine Mitglieder in jeder Art und Weise abzuzocken. Schreiben an den Verband kommen nicht an, Sendungen gehen nicht zu und überhaupt scheint die Post vollkommen zu versagen, wenn es um wichtige Mitteilungen an den Verband, insbesondere die Kündigung, geht. Hier taucht das uralte Problem des Zugangs einer rechtserheblichen Mitteilung auf. Sie als Absender müssen beweisen, daß Ihr Schriftstück auch bei der Gegenseite angekommen ist. Der beste Zeuge nützt nichts, der beteuert, daß er gesehen hat, wie Sie Ihren Brief in den Briefkasten eingeworfen haben, auch wenn er ihn vorher noch schnell durchgelesen hat und genau weiß, was in dem Brief stand. Auch Einschreiben mit oder Rückschein können zurückgewiesen werden. Das ist peinlich, wenn das Schreiben auf den letzten Drücker kurz vor Fristablauf abgesandt wurde. Gegen diese Pest gibt es nur zwei sichere Möglichkeiten: erstens die Zustellung per Boten, d.h. den persönlichen Einwurf durch einen Zeugen oder selbst mit einem "Einwurfzeugen". Das geht aber nicht bei weiten Entfernungen, denn nicht jeder hat seinen Hubschrauber griffbereit. Wenn es also wirklich um wichtige Schreiben geht, die fristgemäß ankommen müssen, dann schicken Sie dieses Schreiben im Original an das zuständige Amtsgericht zur Gerichtsvollzieher-Verteilungsstelle und erteilen Sie einfach einen Zustellungsauftrag. Das Schreiben geht automatisch an den richtigen Gerichtsvollzieher, der dann die Zustellung bombensicher bewirkt, auch wenn keiner zuhause ist. Die paar Kosten könnten sich rentieren, wenn Sie sonst z.B. noch einen weiteren Jahresbeitrag zahlen müßten oder ähnlich unverschämt zur Kasse gebeten werden. Diese Methode ist verläßlich und wird z.B. bei der Vollziehung einer einstweiligen Verfügung verlangt, die zusätzlich im Parteibetrieb per Gerichtsvollzieher an die Gegenseite zugestellt werden muß, um "vollzogen" zu sein. Dies trotz Amtszustellung, die nebenher noch stattfindet. Manchmal scheint dies zum Geheimwissen zu gehören, was zahllose Anwaltsregresse beweisen.
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Wo die Deutschen forschen dürfen, z.B. auf Svalbard, wo mit Sicherheit keine neuen Holocaust-Dokumente auftauchen, sind sie jedenfalls erfolgreich: Gigantische Eidechse auf Svalbard entdeckt (Zit. Aftenposten 16.9.06 Übers. L.S.)

An der Mündung des Sauriertales auf der Nordseite des Isfjords auf Svalbard haben deutsche Forscher die Fossilien einer 10 Meter langen Fischeidechse entdeckt (fiskeögle). Die Echse ist das größte Reptil, das jemals auf Svalbard entdeckt wurde und lebte nach Angabnen von Geologe Dierk Blomeier am Norsk Polarinstitutt vor 240 Mio Jahren, meldet die "Svalbardposten".
Die Echse ist ganz, und die Stücke sind nicht zerfallen. Jeder Knochen ist da, wo er hingehört, etwas, was ganz sensationell ist, sagt Blomeier.
Aber: Erosion hat inzwischen den Kopf zerstört sowie Teile vom Oberkörper. Entdeckt wurde das Echsenskelett zuerst von den Russen im Jahre 2002, wurde aber nicht ausgegraben. Im Jahr danach bekam Dierk Blomeier Interesse daran und ersuchte den Polizeichef um Erlaubnis für weitere Ausgrabungen, die letzte Woche in Gang gekommen waren.

Ich finde die Berichterstattung immer wieder putzig, wenn ein Widerspruch nach dem anderen auftaucht: Deutsche, pardon, Russen, vollständig, ach nein, Kopf kaputt, Oberkörper auch, aber trotzdem sensationell. Bevor es jetzt die Blomeier-Echse in der Wissenschaft gibt, werden sich die Russen bestimmt an ihre Urheberschaft erinnern. Vielleicht einigt man sich ja auf Blomsky-Meierovka oder so ähnlich.
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Unerhört! Jetzt sind die Mode-Models schon halb verhungert und werden deswegen auch noch ausgeschlossen von ihrem Job! (Zit. Aftenposten 16.9.06 Übers. L.S.)

Foto: Eine sehr dünne Model-Dame mit ebenso sehr dünnem Seidenhauch als Bluse "Aus der Vorjahresausgebe von Pasarela Cibeles. Models, die sich im Grenzland befinden, so dünn zu sein, daß dies ungesund ist, wurden dieses Jahr heimgeschickt.
Fünf halbverhungerte Models heimgeschickt - Vor ein paar Wochen sagten die Verantwortlichen für die Modewoche in Paris, daß sie keine hunger-dünnen (syltynne) Models akzeptieren werden. Jetzt war Audition und sechs der 68 vorgestellten Models wurden gewogen und für zu leicht befunden.Die fünf, die von der Leitung heimgeschickt wurden, paßten nicht zu den angesetzten Kriterien eines gesunden Gewichts. Entscheidend war der Körpermasse-Index BMI, meldet die spanische Zeitung El Mundo.Es waren Experten für Ernährung und Essensstörungen, die für Messen und Wiegen der Models eintraten, die während der Modewoche auf dem Catwalk spankulieren wollten. Dieselben Experten schufen auch die Maßstäbe dafür, was als zu dünn und gesundheitsschädlich anzusehen sei.
Die Arrangeure haben die Namen der zu dünnen Models für sich behalten.

Bei der neuen deutschen Sucht nach Abartigkeit und dem dazu passenden Antidiskriminierungsgesetz hätte es das nicht gegeben! Eher wären fünf "normale" Damen rausgeflogen, denn wer hier die meisten Abartigkeitspunkte auf seinem Konto verbuchen kann, muß genommen werden. Abartigkeit ist Trumpf bis in die höchsten Spitzen von Staat und Gesellschaft. Da die normalen Deutschen auch auf diesen Gebieten hoffnungslos ins Hintertreffen kommen, haben wir wieder ein sehr schönes gesetzliches Mittel, um "Normalmenschen", die auch noch minderwertige Inländer sind, von allem auszuschließen, was eben zum "Normalen" gehört, wie z.B. Arbeit. Man kann derzeit sehr schön studieren, wie der Evolutionstheorie staatlich nachgeholfen wird: wenn schon keine Vorwärts-Evolution zu sehen war, dann ist jetzt klar bewiesen, daß diese wenigstens rückwärts funktioniert, und zwar rasant. Nur wird dies als "Fortschritt" bezeichnet, allerdings nur von denen, die auch fünf Arme und zwei Köpfe als Zeichen einer neuen Superrasse bejubeln, denen höchste Staatsämter gesetzlich garantiert werden müssen. Es läuft jedenfalls bestens. Die Tierschützer werden bald die berechtigte Forderung aufstellen, sofort alle Affen aus den Zoos freizulassen, da dies doch nun wirklich eine schamlose Diskriminierung darstellt, die einfach nicht mehr zeitgemäß ist, oder?
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(Probelauf für die Bush-Adminstration?) Am Dienstag wird Daryl Keith Holton, der erste seit 46 Jahren, auf den elektrischen Stuhl im Teilstaat Tennessee gesetzt. (Zit. AP 16.9.06 Übers. L.S.)

Daryl K. Holton wählte den elektrischen Stuhl anstatt der Giftsspritze. Holton (44), der nach nur ein paar Stunden ein Geständnis ablegte, nachdem er seine drei jungen Söhne und die Tochter seiner Ex-Frau erschossen hatte, soll plangemäß am Dienstag hingerichtet werden. Anstatt durch eine tödliche Injektion hingerichtet zu werden, die die am meisten gebrauchte Methode in den USA ist, hat Holton selbst die Wahl getroffen, dem Tod auf dem weit unbarmherzigeren elektrischen Stuhl zu begegnen.
Damit kann er am Dienstag der erste seit 46 Jahren in Tennessee und der zweite innerhalb von zwei Jahren in den USA sein, der auf diese Weise hingerichtet wird.
Nach dem Recht von Tennessee kann eine Person, die zum Tode verurteilt wurde, wählen, ob sie durch eine tödliche Injektion oder auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet werden will, falls sie den Rechtsbruch vor 1999 begangen hatte.
Holtons Verteidiger, Stephen Ferrell, will keinen Kommentar dazu abgeben, warum sein Klient die weniger humane Hinrichtungsmethode gewählt hat, schreibt das Nachrichtenbüro AP.
Ferrell arbeitet jetzt fieberhaft daran, die geplante Hinrichtung zu stoppen, mit der Begründung, daß Holton mental krank sei. Die Anhörung wird für Montag erwartet.
Holton tötete seine drei Söhne Stephen (12), Eric (6) und Brent (10) mit ihrer Halbschwester Kayla (4) kurz vor Weihnachten 1997. Er sagte ihnen, daß sie Weihnachtsgeschenke einkaufen wollten, als er sie bei deren Mutter abholte.
Etwa fünf Stunden später meldete er sich bei der Polizei und sagte, daß er die vier Kinder getötet habe, indem er sie in einer Reihe in der Autowerkstatt seines Onkels aufstellte und danach mit einem Gewehr erschoß.
Holton wurde für die Tötungen im Jahre 1999 verurteilt, obwohl seine Verteidiger im Prozeß darauf hinwiesen, daß der Vater von drei Kindern eine lange Historie mit geistiger Krankheit hinter sich hatte und unter einem posttraumatischen Streßsyndrom nach seiner Zeit im persischen Golfkrieg litt.
Der elektrische Stuhl ist in 10 Teilstaaten immer noch in Gebrauch. Neun dieser Staaten lassen den Verurteilten selbst über die Hinrichtungsmethode bestimmen. Im Teilstaat Nebraska hat inzwischen der Verurteilte keine andere Wahl, als sich auf den Stuhl zu setzen.
John Webster, Professor an der biomedizinischen Fakultät an der Wisconsin-Madison-Universität in USA, sagte zu AP, daß mehrere Staaten damit aufgehört haben, den elektrischen Stuhl zu benutzen, weil diese Art Hinrichtung kontroverser und grausamer ist als die mit Hilfe der Injektion.
- Das ist beschämend. Die Familie bekommt zum Schluß die Leiche und wird oft Brandschäden am Schädel, den Beinen und am Nacken finden, sagt Webster.

Für einen, der Zeuge bei der Hinrichtung war, ist es sehr unbehaglich, den elektrischen Schock zu sehen und die Reaktion darauf. Körpergeruch und die Luft riechen wie angebranntes Schweinefleisch, sagt der Professor.
Einige haben überlebt - Vor der Hinrichtung wird der Kopf rasiert, und ein Schwamm mit Salzwasser wird zwischen Kopf und einer Metallplatte plaziert. Ein weiterer Schwamm mit Metallplatte kommt an die Waden.
Danach wird ein Schalter umgelegt und ungefähr 2000 Volt Strom gehen durch die Metallplatten. Dieser elektrische Schock dauert ein paar Minuten. Danach wird untersucht, ob der Gefangene noch am Leben ist, und wenn ja, wird ein weiterer Schock zugeführt.

Eine tödliche Injektion sieht weniger unangenehm aus als der elektrische Stuhl, sagt Webster und fügt hinzu, daß es Episoden gegeben hat, in denen nicht genug Strom durch den Körper ging. Einige Personen haben das überlebt.

Wieviel Anteil an diesen Morden hat denn wohl Herr Bush senior? Wieviele Kriegskrüppel sind in andere Morde verwickelt, wenn sie sich nicht selbst umbringen? Im Anschluß an den Vietnamkrieg haben sich mehr Veteranen selbst umgebracht, als im ganzen Feldzug umgekommen waren. Wie werden die Soldaten enden, die in Irak waren? Die hohen Herren, die ohne Ausnahme selbst alle auf den elektrischen Stuhl gehören, werden sich einen Dreck um das Schicksal ihrer Soldaten scheren, genauso, wie ihnen die Opfer vollkommen egal sind. Es geht eben um ganz andere Dinge, die von Herrschaften verfolgt werden, die den Krieg als ihr ureigenstes Mittel vom Chefsessel aus steuern, und deren Marionetten "demokratisch gewählte Staatsoberhäupter" spielen. Die Namen sind bekannt, und es wird wirklich Zeit, diese wahnsinnsgesteuerten Humanoiden aus ihren Rattenlöchern zu holen und wie in alter Zeit dem Henker zu übergeben. Leider finden sich bisher keine Ankläger, und ein taugliches Gericht schon gar nicht. Aber das wird sich ändern!

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17.9.06
Synagoge in Oslo-Zentrum beschossen. Davidsstern als Zielscheibe, zwei Treffer, 10 hoch und 10 tief, der Rest ging mit vier Löchern in die Mauer (Zit. AP 17.9. Übers. L.S.)

Bild: Die Schußlöcher an der Synagoge sind gut sichtbar.
Die Polizei sucht nach einem bewaffneten Täter, nachdem in der Nacht auf die  jüdische Synagoge in Oslo-Zentrum geschossen wurde.
Bild: bewaffnete Polizei sperrt die Umgebung der Synagoge nachts ab.
Bild: Polizei jagt nach einem bewaffneten Täter nach den Schüssen

Bewaffnete Polizei sperrte die gegend um die Synagoge in der Bergstien 12 in St. Hanshaugen nach den Schüssen ab, die gegen 2.30 Uhr in der Nacht auf Sonntag abgefeuert wurden. Auch die israelische Botschaft wurde im Laufe der Nacht verstärkt bewacht durch bewaffnete Polizei und eine Sicherheitsabsperrung von 100 Meter Richtung Schloßpark.
Keine Personenschäden - Mehrere Schüsse wurden gegen die Synagoge abgefeuert, wahrscheinlich mit einer automatischen Waffe, meint die Polizei. Die Synagoge ist das jüdische Gemeindehaus und hat Einschläge nach mindestens 11 Kugeln (das Bild zeigte also nur einen Teil davon).

Wir konnten drei bis vier Einschüsse in der Fassade sehen rund um den Davidsstern, erzählt der Scanpix-Fotograf Morten Holm bei NTB.
Ein Mann in dunkler Kleidung soll vom Tatort gelaufen sein. Kurz nach den Schüssen haben Zeugen ein kleines rotes Auto mit zwei Insassen gesehen, das den Ort verließ. Danach wird jetzt gesucht.
Die Polizei sucht weiter. Es sollen keine Menschen in der Synagoge bei dem Vorfall gewesen sein. Das Gebäude gehört der Mosaischen Glaubensgemeinschaft.
Nach mehreren Zeugaussagen wird jetzt ein einziger Täter gesucht ohne konkreten Verdacht bisher.

Anne Sender vom jüdischen Vorstand findet den Vorfall traurig und erschreckend. - Das kam zu einer Reihe anderer Dinge in diesem Sommer und wird daher stark erlebt. Schüsse gegen ein Gotteshaus sind keine Alltagskost, sagt sie.
Vorigen Monat verrichtete ein Mann seine Notdurft auf der Treppe und zerstörte zwei Scheiben. - Vorläufig weiß ich nicht, was das zu bedeuten hat, sagt Sender, die sofort informiert wurde.
nach dem Vorfall im August bat die Mosaische Glaubensgemeinschaft um Extra-Schutz für die Synagoge, was jetzt erst recht gefordert wird.
- Wir müssen etwas Stabileres hinbekommen, sagt Sender, die den Vorfall jetzt mit Politikern erörtern will.

Dazu noch ein Beitrag: "Ein brutaler Aufwecker für Norwegen" (AP a.a.O.)

- Die Schießerei gegen die jüdische Synagoge in Oslo ist ein ernster Aufwecker (vekker) für die norwegische Gesellschaft, sagt Parlamentsrepräsentant Hans Olav Syversen (KrF = Kristlig Folkeparti)
- Der Angriff zeigt, daß die zunehmende Anzahl von gewaltsamen Anschlägen gegen jüdisches Eigentum in Europa jetzt auch Norwegen erreicht hat. Das ist sehr ernst. Der Angriff auf die Synagoge muß auf das stärkste verurteilt werden. Die Regierung muß die Verantwortung dafür übernehmen, daß die jüdische Minderheit in Norwegen in Sicherheit leben kann, sagt Syversen.

  Er sagt weiter, daß es nicht akzeptiert werden können, daß sich Juden in Norwegen unsicher fühlen, und daß der Angriff eine brutale Erinnerung für die Notwendigkeit einer Verstärkung des Kampfes gegen den Antisemitismus sei.
- Als Gesellschaft müssen wir klar sagen, daß wir keine Form von Mißhandlung oder Unterschiedsbehandlung von Minoritäten akzeptieren, sagt Syversen.

Herr Syversen, wie kommen Sie eigentlich auf die Idee, daß hinter dem Vorfall irgendein Antisemitismus steckt? Wie alle unbedarften Politiker glauben Sie einfach, was Sie glauben sollen und beweisen damit Ihre Einfältigkeit. Wie in der Presse zu lesen war, ist inzwischen ganz Oslo ein Schießstand, auf dem alle möglichen Gangs nach Herzenslust in der Öffentlichkeit herumballern. Vielleicht hat nur ein Gangster einmal seine Waffe vorführen wollen mit einer passenden Zielscheibe und wie üblich genug Promille im Blut. In den Nächten auf Sonntage gibt es meines Wissens keinen nüchternen Menschen auf Oslos Straßen. Nebenbei verschaffen sich die Gangster einen neuen Kriegsschauplatz, denn die Polizei rennt jetzt natürlich irgendwelchen "Neonazis" hinterher und läßt die Gangster mehr in Ruhe. Dümmer gehts nimmer!
Im übrigen kann es sich auch um die ersten Danksagungen der Libanesen oder ihrer Freunde handeln, die nur das wiederholen, was der Kettenhund Israel sich in den letzten Wochen geleistet hat. Nur hat das niemanden groß aufgeregt, Selbsthilfe ist daher angesagt. Auch Ihre Juden in Oslo werden sich daran gewöhnen müssen, daß die Zionisten überall vermutet werden, und diese angegriffen werden, wo immer man sie anzutreffen glaubt. Das ist sicher kein geeignetes Mittel und aus Sicht der Gesellschaft abzulehnen, aber solange Israel sich als blutrünstiger Schurkenstaat profiliert, kann für nichts garantiert werden. Erinnern Sie Ihre Juden bitte daran, daß der größte Aufarbeitungsbedarf bei ihnen selbst liegt und nicht das geringste getan wird, um hier Ordnug zu schaffen. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Es lebt sich gut in der vermeintlichen Opferrolle, aber die Realität sieht ganz anders aus. Es steht wie immer bei diesem Thema alles genau auf dem Kopf. Auch das scheinen Sie nicht zu wissen, Herr Syversen!
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19.9.06 Panzer in Bangkok - Gerüchte über Staatsstreich in Thailand (Zit. Aftenposten 19.9.06 Übers. L.S.)

Panzer blockieren den Verkehr, und 20 Soldaten stürmten das Regierungsgebäude in Thailand. Staatschef Thaksin Shinawatra erklärt den Ausnahmezustand. Aftenposten hat Notkontakte eingerichtet.

Es gehen Gerüchte über einen Staatsstreich in Bangkok, nachdem mindestens 10 Tanks den Verkehr blockierten in der Nähe des Regierungsgebäudes in Bangkok.
Mindestens 20 Soldaten gingen in das Gebäude in der Hauptstadt. Dies berichten Journalisten, die sich in dem Gebäude befanden. Staatschef Thaksin Shinawatra erklärt den Ausnahmezustand, und er soll den Chef des Heeres, General Sonthi Boonyaratglin gefeuert haben. Die Soldaten, die das Gebäude gestürmt haben, sollen zum abgesetzten Heereschef loyal sein.
Das staatliche Radio hat seine Sendungen abgebrochen. Eine TV-Station des Militärs hat seine normalen Sendungen abgebrochen und sendet stattdessen patriotische Lieder. Es werden Bilder der Königsfamilie gezeigt, und Lieder, die mit früheren Militärcoups assoziiert werden, werden auf dem Kanal gesendet, meldet Reuters.
Shinawatra ist gerade in New York bei einem UN-Treffen, plant aber seine Rückkehr am Donnerstag, einen Tag früher als geplant.
- Ich erkläre, daß Bangkok sich in einem ernsten Ausnahmezustand befindet, sagt Shinawatra zum Thailändischen TV.
Nach unbestätigten Gerüchten soll in kurzer Zeit eine Erklärung des Thailändischen Militärs erfolgen.
Staatschef Thaksin steht mitten in einer politischen Krise nach mehreren großen Demonstrationen gegen seine Regierung. Der Vizestaatsminuster in Thailand, Surakiart Sathirathai sagte zu CNN, daß er an eine baldige Beruhigung der Situation glaube.
- Wir haben Grund zu der Annahme, daß die sich jetzt zurückziehen werden, nachdem der Ausnahmezustand erklärt wurde, sagt Sathirathai am Telefon aus New York.
Der Vizestaatsminister meint, daß Thailand seine Freiheit verteidigen muß. - Ich hoffe, daß die Demokratie siegen wird, denn Thailand ist im demokratischen Prozeß weit gekommen, sagt er.
Der letzte Militärputsch  geschah in Thailand vor 15 Jahren.

Es tut sich was, die schwächsten Glieder der Kette beginnen zu reißen. Erst Ungarn, jetzt Thailand, Frankreich kann als latenter Dauerzustand angesehen werden. Es ist zu vermuten, daß die Völker nicht nur ganz klar erkannt haben, was die Demokratisierung und Globalisierung US-amerikanischer Art für sie bedeutet, sondern daß die Völker bereits zu den Waffen greifen, bevor die letzten Heuschreckenschwärme ihre Lebensgrundlagen in verbrannte Erde verwandeln konnten. Meine Sympathie gilt allen Völkern, die so klug waren, endlich auf unabhängige denkende Köpfe zu hören, die nicht zu diesem unseligen Demokratiemorast westlicher Couleur gehören, sondern die Selbstachtung, den Stolz und die wahren Interessen des Volkes im Auge haben. Mögen wir Beispiele dafür erleben, wie die kapitalistisch - zionistischen Ghoule weggefegt werden und ihren gerechten Lohn für die Versklavung der ganzen Welt bekommen. Niemand wird ersthaft bestreiten, daß es in Deutschland genauso kocht, und ein Wandel vor der Tür steht. Der Papst hat dafür gesorgt, daß die muslimische Welt abermals in Aufruhr geriet durch eine ohne Not gebrachte Anmerkung, die nur einen Zweck haben konnte: Polarisierung und Entfesselung neuer Gewalt. Möge er nicht das erste Opfer der Geister sein, die er herbeizwang.
Was diese Demokratieform wert ist, die von den Politikern angeblich so hochgehalten wird, haben soeben die Wahlen gezeigt. Dieser blanke Haß gegen eine demokratisch gewählte Partei zeigt in aller Deutlichkeit, welches Demokratieverständnis die amtierenden Oberdemokraten haben: Demokratie ist, wenn wir gewählt werden, alles andere ist schon fast als Terrorismus zu bezeichnen! Damit ist klar ausgesagt, daß denen die Demokratie absolut nichts bedeutet, wenn diese nicht zur Machterlangung und zum Machterhalt, selbstverständlich nur von ihnen, führt. Demnach führen die Spitzen der Politik selbst vor, daß sie die demokratischen Spielregeln nicht gelten lassen, wenn es zu ihrem Nachteil ist. Die Dunkelmächte der Welt werden ihre Bodyguards zusammenpfeifen. Vielleicht können wir erleben, wie Merkels neue weltweite Task-Force funktioniert, die ja angetreten ist, um an jedem Punkt der Erde den gedeckten Tisch für die Heuschrecken zu verteidigen. Es wird kein Weg daran vorbeiführen, daß die Völker endlich ihre Blutsauger abschütteln und endlich deren vampiristische Systematik "offenkundig" wird. Der Umbruch zeigt sich überall, der Erdrutsch wird folgen, lieber heute als morgen!

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Ahmadinejad verteidigt den Papst (Zit. Aftenposten 19.9.06 Übers. L.S.)

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad sagt, er respektiere Papst Benedikt XVI und habe sich dessen Bedauern nach den umstrittenen Aussagen über den Islam gemerkt.
Ahmadinejad besuchte am Montag seinen Kollegen in Venezuela, Hugo Chavez, in Verbindung mit einer Öl-Kooperation in Anzoategui.
- Soweit ich das verstehe, hat er seine Aussagen geändert, sagte Ahmadinejad am Montag bei einem Besuch in Venezuela.
Der Präsident fügte hinzu, daß er den Papst respektiere und alle, die daran interessiert sind, Frieden und Rechtschaffenheit zu erleben.
Der Papst sagte am Wochenende, daß es ihm sehr leid tue, wenn er jemanden in einer Rede gekränkt habe, die er an einer deutschen Universität vorige Woche hielt. Die Rede drehte sich um theologische und philosophische Themen. Sie enthielt aber auch ein Zitat eines byzantinischen Kaisers, der um 1300 schrieb, daß Mohammeds Lehre böse und unmenschlich (ond og umenskelig) sei.
Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Khamenei, sprach sich am Montag weit unversöhnlicher aus als der iranische Präsident. U.a. behauptete Khamenei, daß die Äußerung des Papstes Teil einer Konspiration sein, ins Werk gesetzt von USA und Israel mit dem Ziel, den Islam zu treffen.
Nach seinem Besuch in Venezuela, wo ein großer Teil der Bevölkerung katholisch ist, reist Ahmadinejad nach New York, wo er eine Rede vor der UN-Vollversammlung am Dienstag halten wird. (NTB)

Ahmadinejad ist ein Taktiker, wie man ihn sich nur wünschen kann. Khamenei spielt den "Bösen", Ahmadinejad den "Guten", der in der katholischen Welt Punkte sammelt. Diese kann er gut gebrauchen, wenn er das Recht seines Volkes verteidigt, Kernenergie zu produzieren. Sein Verhalten wird seine Sache sicherlich fördern, denn ein Muslim, der den Papst in Schutz nimmt, kann unmöglich der "Schurke" sein, als der er von Bush weisungsgemäß hingestellt wird. Es ist immer wieder ein Erlebnis, Politiker aus freien Staaten agieren zu sehen, die sich den Untergang des Zionismus auf die Fahnen geschrieben haben. Möge ihnen der größtmögliche Erfolg beschieden sein!

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Stalin wollte Nord-Norwegen besetzen. Churchill und Stalin wollten 1942 die deutsche Wehrmacht aus Nord-Norwegen vertreiben. (Zit. NRK/Troms 18.9.06 Übers. L.S.)

Über 60 Jahre nach Kriegsende wird jetzt die erste Zusammenstellung des Krieges in Nord-Norwegen präsentiert. Am Montag kam das Buch heraus "Nordfronten - Hitlers skjebneomraade" (Die Nordfront - Hitlers Schicksalsterrain)
Spannende Geschichte - In bestimmten Kriegsabschnitten hatten Hitler und Churchill ein scharfes und starkes Augenmerk darauf, was in Nord-Norwegen geschah, sagt der Verfasser Asbjörn Jaklin.
Es war bei einem Treffen in Moskau, als Winston Churchill Stalin gegenüber vorschlug, daß die Alliierten in Nord-Norwegen eine Invasion starten sollten, um die Deutschen rauszuschmeißen (kaste ut).
In aller Heimlichkeit wurde eine alliierte Invasion in diesem Landesteil geplant. Die Landung hatte den Namen "Operation Jupiter".
Der Verfasser bekam den Invasionsplan im Nationalarchiv in London in die Hände.
Der Plan ist kaum bekannt und sparsam erwähnt in der Kriegsliteratur. In seinem Buch "Nordfronten" (Die Nordfront), das diese Woche herauskommt, wird dieser Plan im Detail beschrieben.

Wieder einmal schreibt ein Norweger ein Kriegsbuch - aus deutscher Sicht. Auch der vor ein paar Monaten aufgefundene deutsche Wehrmachtsfilm "Kampf um Norwegen" hatte jetzt gerade seine Premiere in der Öffentlichkeit und sollte nach Ansicht vieler norwegischer Zeitungsleser sofort im staatlichen Fernsehen gezeigt werden. Es findet sich kein Wort der Beschimpfung, kein Wort aus der Vokabeljauche des zionistischen Überwachungsvereins, keine Spur davon! Über den Film und dessen Erwerb hatte ich bereits berichtet. Jetzt ist dieser offenbar gut von der Öffentlichkeit angenommen worden. Es scheint, daß die Norweger froh sind, daß sie nicht auch noch Stalin als Besatzer im Land hatten und heute noch wie die Finnen auf die Hälfte ihres Landes hätten verzichten müssen. Allein aus diesen Gründen lag die "Tirpitz" als Schwesterschiff der "Bismarck" untätig in Nord-Norwegen, um die Alliierten von dummen Gedanken abzubringen und Flottenkräfte zu binden. Es ist ein Krimi für sich, wie die Tirpitz schließlich zerbombt wurde mit speziell entwickelten "Litfaßsäulembomben", den Vorläufern der heutigen "bunker-busters". Ich denke, daß die Norweger genau wissen, wem sie ihre unbesetzte Freiheit bis heute zu verdanken haben, auch wenn dies mit einer deutschen Invasion verbunden war. Es tut uns leid, daß dabei einiges kaputtging, aber als Ergebnis blieb Norwegen ein freies land der westlichen Welt. Es hat manchmal den Anschein, daß da oben befürchtet wird, daß dies nicht mehr lange so bleiben könnte. In einigen Artikeln hatte ich darüber berichtet. "Naar ulven kommer" d.h. wenn der Wolf kommt, ist ein geflügeltes Wort da oben - Finnland läßt traurig grüßen.
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Thailands Währung stürzt ab - Der Wert des Bath ist seit vier Jahren nicht so tief gefallen wie allein heute.
Nachdem das Heer behauptet hatte, Kontrolle heute abend über Bangkok zu haben, ist der Wert des Bath, der thailändischen Währung, abgestürzt. - Der Bath kommt unter weiteren Druck, sagt Marios Maratheftis, ein Währungsanalytiker bei Standard Chartered Plc in London.
Der Wert des Bath fiel zunächst um 1,37% auf 37,79 bath pro Dollar. Vor den Unruhen war der Bath auf seinem Höhepunkt seit 2000 (AP v. 19.9.06)


Norwegischer Zeuge in Bangkok: "sehr ruhige Stimmung".
Der Augenzeuge Glenn Aaseby (29) steht vor dem Regierungsgebäude in Bangkok. - Hier ist es sehr ruhig und überhaupt nicht aggressiv, sagt Aaseby zu Aftenposten.no.
Er sieht Soldaten und drei Panzer aus seiner Position.
- Soweit ich sehen kann, haben die Soldaten noch nicht einmal die Magazine in ihren Gewehren. Es sind rund 150 Menschen hier in der Nähe, und obwohl sie ernste Gesichter machen, wirkt es so, als ob das Volk sich sicher fühlt, sagt Aaseby.
- Da sind sogar einige Touristen, die Bilder von sich mit den Soldaten und den Kanonen der Panzer machen.
Aaseby studiert in Australien, ist aber auf einem Zwischenstop in Bangkok,um Ferien zu machen, bevor er nach Norwegen zurückkehrt.

Bild: 14 Panzer stehen um das Regierungsgebäude in Bangkok herum.

Tanks blockieren den Verkehr, und 50 Soldaten haben das Regierungsgebäude in Bangkok gestürmt. Ausnahmezustand wird ausgerufen. Eine Delegation der thailändischen Regierung mit Regierungschef Thaksin Shinawatra nimmt gerade an einer UN-Sitzung diese Woche in New York teil.

Fakten über Thailand (AP)
Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie, und König Bhumibol Adulyade ist seit 60 Jahren Staatsoberhaupt.
Thailand hat 64,2 Mio Einwohner mit einer Fläche von 514.000 km2. Hauptstadt ist Bangkok (6,5 Mio Einw.) Nachbarn sind Burma, Laos, Kambodja und Malaysia. 75% der Einwohner sind Thais, 14% Chinesen. Die wichtigsten Sprachen sind Thai, Chinesisch, Malyisch und Khmer. Buddhismus ist offizielle Religion mit 95% der Einwohner, der Rest ist muslimisch.
Wichtigste Industrien sind Tourismus, Textilien, Bodenfrüchte, Tabak, elektrische Artikel und Dataprodukte.

Weiter geht's: Teile des Heeres, geführt von Heereschef Sonthi Boonyaratglin, sind dabei, einen Staatsstreich durchzuziehen, um Regierungschef Thaksin Shinawatra abzusetzen.
mindests 14 Tanks stehen um das Regierungsgebäude in Bangkok, und Soldaten sind in das Büro des Regierungschefs eingedrungen. Nach BBC sind mehrere hundert Soldaten auf strategischen Punkten rundum in der Hauptstadt plaziert bei öffentlichen Gebäuden und wichtigen Straßenkreuzungen.
Loyal zum König - Boony.. hat in einer öffentlichen TV-Sendung erklärt, daß das Grundgesetz aufgehoben ist, und eine provisorische Staatsmacht, loyal zu König Bhumi.. eingesetzt ist. Der Heereschef hat allen Soldaten befohlen, sich in ihren Stationen zu halten.
König Bhumi.. hat einen sehr hohen Status in Thailand mit großer politischer Macht. Die Loyalitätserklärung der Putschisten heißt nicht unbedingt, daß die die Unterstützung des Königs haben.

Mindestens 50 Soldaten gingen in das Regierungsgebäude in der Hauptstadt. Dies sagten Journalisten in dem Gebäude.
Regierungschef Thaksin Shinawatra hält sich gerade in New York auf, wo er an der Herbstsitzung der UN-Vollversammlung teilnimmt. Er hat den Ausnahmezustand erklärt und sagt, er habe Genaral Boony.. abgesetzt. Die Soldaten, die das Regierungsgebäude gestürmt haben, sollen zu Boony.. loyal sein.
Thailändische Militär- und Polizeikräfte kontrollieren die Hauptstadt, meldet das thail. TV. Polizei und Militär sollen eine Kommission ernannt haben, die sofort mit politischen Reformen anfängt.
- Die letzten Meldungen gehen dahin, daß Soldaten Kontrolle über das Zentrum haben, und daß sich jetzt Tanks Richtung Flughafen bewegen, sagt Journalist Harald Henschien zu Aftenposten.no.

Bevölkerung soll sich drinhalten - Vier Panzer mit Sirenen rollten durch einen großen Handelsdistrikt und es wurde über Lautsprecher aufgefordert, von der Straße wegzukommen zur eigenen Sicherheit.
Mehrere hundert Soldaten waren überall in Bangkok plaziert. Außen vor dem Regierungsgebäude stehen mehrere Soldaten Wache an großen Kreuzungen und rund um ein großes Touristenhotel im Finanzdistrikt.
- Soldaten patroullieren auf der Straße rund um meinen Block, und wir bekommen ständig Anweisung, uns drinnen zu halten, sagt Henschien.
Propaganda über TV - Staatliches Radio und TV haben ihre Sendungen abgebrochen. Über einen Militär-TV-Sender tönen patriotische Lieder.
- Ich bekam Bescheid von einem Kollegen, der mich bat, auf das TV zu achten. Aber plötzlich wurden die Sendungen abgebrochen, und man brachte Propaganda über den thailändischen König und patriotische Musik, sagte ein norwegischer Student zu Aftenposten.no.

Regierungschef Shinawatra will jetzt am Donnerstag zurückkommen, ein Tag füher als geplant.
- Ich erkläre, daß Bangkok in einem ernsten Ausnahmezustand ist, sagt er zum TV in Thailand.


Der norwegische Student Christoffer Falschenberg ist Zeuge der dramatischen Ereignisse in Bangkok.
Bild: C.F. mit einem lächelnden thail. Soldat

- Es kam ein kurzer Bescheid im Radio: "Der Putsch ist durchgeführt. Es gibt keinen Grund zur Besorgnis", sagt Falchenberg zu Aftenposten.no gegen 19 Uhr MEZ.
Er steht bei dem sog. "Government House" in Bangkok.
- Es sind rund 100 Soldaten mit Waffen hier und Panzer. Die Soldaten stehen jetzt und posieren auf den Panzern, so als ob sie einen Sieg errungen hätten, sagt er.
Die Straße rund um das Gebäude ist vollkommen abgesperrt.
Propaganda im TV - Falchenberg sah TV, als die Sendung plötzlich abgebrochen wurde (s.o.)
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20.9.06 Die Erde wird immer wärmer - im August 2006 hätte man per Schiff von Svalbard bis zum Nordpolpunkt fahren können (Zit. FVN.no v. 20.9.06 Übers. L.S.)

Paris (NTB-AFP): Zum erstenmal wurde eisfreies Meer von Svalbard bis hinauf zum Nordpol beobachtet. Satellitbilder zeigen, daß ein Schiff Ende August ungehindert von Svalbard bis zum Polpunkt hätte fahren können.
- Die Situation übersteigt alles, was in früheren Zeiten mit Rekord-Eis-Minimum beobachtet wurde, sagt Mark Drinkwater bei der europäischen Raumfahrtsorganisation ESA.
Zwei von ESAs Satelliten machten Bilder zwischen dem 23. und 25. August, also zu einer Zeit, wenn das Arktiseis am dünnsten ist.
Die Fotos zeigen ein Loch im Ganz-Jahres-Eis in Größe der britischen Inseln. Große eisfreie Gebiete erstreckten sich vom nördlichen Teil von Svalbard bis lang in den russischen Teil der Arktis und bis hinauf zum Nordpol.
- Man kann sich leicht vorstellen, daß ein Schiff von Spitsbergen oder Nordsibirien durch das hätte fahren können, was normalerweise Packeis ist, und hätte ohne Probleme den Nordpol erreichen können, sagt Drinkwater.
Er fügt hinzu, daß, wenn die Entwicklung mit ständig weniger Eis im Nordeismeer so weitergeht, dann kann die Nord-Ost-Passage zwischen Europa und Asien lange Zeit offen sein. Daher ist es möglich, daß wir Versuche sehen werden, um den Globus durch das Nordeismeer zu fahren, und das schon in den nächsten 10 bis 20 Jahren, glaubt Drinkwater. (c NTB).
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Ungarn wütend über Lügen-Premier. Endlich einmal ein Volk, das noch eine gesunde Reaktion zeigt, wenn ihnen einmal ganz klar vor Augen geführt wird, was die "demokratisch gewählten" Politiker für teueres Diätengeld als "Sachpolitik" abliefern.
Die Unverfrorenheit von Ungarns Regierungschef Ferenc Gyurcsany sucht in demokratischen Ländern ihr Beispiel. Da bekennt der Premier kurz nach der gewonnenen Wahl vor seiner Partei, man habe vier Jahre lang nichts getan und zwei Jahre lang gelogen. Seit diese Äußerungen bekannt sind, kennt Volkes Zorn keine Grenzen.
Daß dies sogar in der Zionisten-Presse so abgedruckt ist, ist ebenso verwunderlich, wahrscheinlich gab es keine Möglichkeit, den Skandal abzumildern. Ebenso erfrischend sind die Äußerungen des Volkes wie z.B.:
"Wer lügt, der klaut!" oder "Das geht zu weit. Was ist der nächste Schritt an Unverfrorenheit, den wir von den Politikern hinnehmen müssen?" Für das Volk steht als Wahrheit fest: Die Vertreter der politischen Klasse in ihrem Land sind zynische Geschäftemacher, denen es nur um die eigenen Interessen geht!"

Wieviel von diesen Ansichten kann man absolut setzen als Zustand in den "westlichen Demokratien", wobei die Namen der Politiker frei austauschbar sind? Ich halte jede Wette, daß eine beliebige Umfrage in der BRD zu genau denselben Ansichten im Volk führt, auch ohne daß einer der Damen oder Herren Politiker den Mut bzw. die Chuzpe gehabt hätte, einmal für jeden verständlich zu erklären, wofür er sich aus Steuergeldern fürstlich bezahlen läßt. Nur haben wir in der BRD eine viel längere Lügentradition, nämlich seit ihrer Etablierung. Die Ungarn haben sicher nicht das Glück, daß die Lügen ihrer Politiker auch noch gesetzlich geschützt werden. Diesen Luxus hat nicht jeder, nur ändert sich die Qualität einer Lüge dadurch nicht, sie behalten kurze Beine und werden ihren 60. mit Sicherheit nicht mehr feiern können. Wie ich schon an anderer Stelle sagte, muß man sich schämen, ein Deutscher zu sein, denn durch die erlebte Gehirnwäsche scheint es unvorstellbar, daß hier ein "Ungarnaufstand" möglich ist, wie wir ihn jetzt erleben. Allerdings hat jeder seine Toleranzschwelle, und das könnte noch fatale Folgen haben.
           
Ich hege bereits jetzt meine Zweifel daran, ob die muslimischen BRD-Deutschen hinter dem Bundestagsbeschluß stehen, das arme Israel vor dem Zorn der Hisbollah zu beschützen. Sind sogar BRD-Muslime Mitglieder der Schutztruppe? Haben wir vielleicht eingedeutschte Libanesen, die Torwart vor Israels Grenze spielen sollen und deren Familie soeben die Bomben der armen hilflosen Zionisten zu schmecken bekam, die sich immer nur verzweifelt "verteidigen" müssen? Was halten diese Deutsch-Muslime von der Ansicht von Frau Bundesmerkel, daß "wir" angeblich diese "besondere" Verantwortung für Israel haben sollen? Wenn man nach dieser Verantwortung näher fragt, wie dies Ahmadinejad im Spiegel-Interview getan hat, dann bekommt man auch noch zur Antwort, daß diese Verantwortung rein "moralischer" Natur sei. Dann würde ich aber vorschlagen, daß uns die Zionisten dieser Welt unsere Billionen schleunigst mit dem von ihnen erfundenen Zins und Zinseszinseszinseszins zurückzahlen, und wir es bei einem "moralischen" Hosenknopf für unsere angebliche "Kollektivschuld" belassen. Auch damit wäre unsere "Schuld" als Nachkriegsgeneration dermaßen überbezahlt, daß dies in Prozent nicht auszudrücken ist. Nein, das Tagewerk der Politiker wurde vom ungarischen Premier treffend beschrieben und gilt überall. Frankreich - Griechenland - Ungarn - Thailand - es macht sich doch langsam! Und wenn jetzt zu hören war, daß der Dollar in vier Stufen auf Null gefahren wird und hier absolut nichts übrigbleibt als eine karge Suppe im Hals, ja dann kann man sich doch endlich als Sandsackproduzent selbständig machen, genügend Hartz-IV-Sandschaufler oder 1-Euro-Schipper wird man doch nun wirklich zusammenbringen. Also, regen wir uns genauso auf, Gründe gibt es wie Sand im Sack!
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Aus der Landesarchivverwaltung Rheinland Pfalz (Bestände 856-955) zur Landesgründung.

(...) Die Schaffung von Rheinland-Pfalz als Akt der Besatzung, der in ihrer historischen Entwicklung sehr unterschiedliche Gebiete zusammenfaßte, führte dazu, daß dem oft als "Land aus der Retorte" bezeichneten neuen Bundesland wenig Überlebenschancen eingeräumt wurden. (...)

Peter Altmeier sagte wenige Wochen vor seiner Wahl zum Ministerpräsident:

"... daß dieses Land nicht aus dem Willen des Volkes geboren ist, sondern ein Ergebnis der Zonen- und Besatzungspolitik darstellt. Für uns hat das Land Rheinland-Pfalz also durchaus keinen Ewigkeitswert."

Entsprechend nachhaltig und langlebig war die Kritik an Rheinland-Pfalz. Immer wieder schien seine Auflösung bevorzustehen, teils betrieben von Teilen der eigenen Bevölkerung, teils von benachbarten Bundesländern unterstützt. Selbst die Besatzungsmacht, die das Land gegründet hatte, sah in  ihm keine endgültige Lösung. Angesichts der Kriegszerstörungen und der Not in der Bevölkerung hielten viele eine Rückkehr zu den traditionellen und vertrauten Verwaltungseinheiten für die bessere Lösung. Rheinland-Pfalz wurde jahrelang als Experiment mit ungewissem Ausgang betrachtet (...).

Für die Verfassungsväter war die Kosolidierung von Rheinland-Pfalz von Anfang an eng mit dem deutschen Gesamtstaat verknüpft. Bereits zwei Jahre vor Gründung der Bundesrepublik Deutschland, als an einen deutschen Staat noch gar nicht zu denken war, hatte sich Rheinland-Pfalz in seiner Verfassung als Gliedstaat eines deutschen Staates bezeichnet. Und es war diese enge Verknüpfung mit dem deutschen Staat, die in den folgenden Jahren wesentlich zur Festigung des Landes beitrug. Bevor nicht ein deutscher Staat gegründet sei, bevor die Deutschen nicht in freier Selbstbestimmung über ihre Landesgrenzen bestimmen können, sollte keine Entscheidung hierzu getroffen werden. (...)


Die von den Besatzungsmächten gewollte, von den demokratischen Kräften als politische Pflicht empfundene Entnazifizierung, sollte faschistisches Gedenkengut beseitigen. Man suchte Persönlichkeiten für Tätigkeiten in der Staatsverwaltung und den Kommunen, die durch das NS-Regime unbelastet waren. Dabei wurde versucht, die formelle Mitgliedschaft in der NSDAP und ihren Gruppierungen von der wirklichen Schuldzumessung gegenüber unbedingten Anhängern des Nationalsozialismus zu unterscheiden.
Zu diesem Zweck mußte jeder Erwachsene einen entsprechenden Fragebogen ausfüllen, in dem Angaben zu Aktivitäten in nationalsozialistischen Organisationen gemacht werden mußten. Zuständig hierfür waren die bei den Amtsgerichten eingerichteten Spruchkammern (Bestand 856), die vom Landeskommissar für die politische Säuberung einerseits, von der französischen Militärbehörde andererseits überwacht wurden. Nicht selten wurde der französischen Besatzungsmacht in dieser Hinsicht eine entgegenkommendere Handhabung als den übrigen Alliierten bescheinigt bzw. vorgeworfen. In der Bevölkerung wurde die Entnazifizierung oftmals kritisiert; es gab sogar Spottgedichte. (...)

Die Bevölkerung sprach sich bei einer Volksabstimmung im März 1956 mit knapper Mehrheit für die Auflösung des Landes aus. Doch geschicktes Taktieren seitens der Bundesregierung wie auch der Landesregierung von Rheinland-Pfalz verhinderten die Umsetzung dieser Entscheidung, so daß eine neuerliche Volksbefragung 1974 ein überwältigendes Votum für Rheinland-Pfalz erbrachte. Wenn sich das Land trotz aller Anfangsschwierigkeiten und Belastungen behaupten und konsolidieren konnte, so ist dies in erster Linie ein Verdienst der Landesregierungen. >>

So weit der Auszug aus dem Landesarchiv. Man sieht wie bei der jetzigen NPD-Hetze, daß demokratisch nicht das ist, was das Volk will, sondern was den Machern in den Kram paßt, selbst wenn dies durch "geschicktes Taktieren" usw. zurechtgebogen werden muß. Es ist wie heute: unser ganzes Potemkinsches Staatswesen ist eine Zangengeburt der Besatzungsmächte, der das westliche Demokratieverständnis der Zionisten übergestülpt wurde, um eine halbwegs funktionierende Lagerverwaltung zu etablieren. Es gab reichlich Zuckerbrot, im wesentlichen aber die Peitsche und Legionen von Blutegeln sorgten für permanenten Aderlaß, selbst wenn das Blut geliehen werden mußte. Das Volk erfuhr davon nichts, Politiker müssen eben lügen, das gehört zum Tagesgeschäft. Kein Mensch wollte diese Besatzung und deren Wechselbalg BRD, durch die das deutsche Reich bis heute an seiner ""Handlungsfähigkeit" durch nach wie vor besatzungsmäßige Knebelung gehindert wird. Was mit diesem Potemkinschen Schuldendorf los ist, folgt schon allein aus Art. 107 der UNO-Charta: mit dem "Feindstaat Deutschland in Gestalt seiner Besatzungsform "BRD" kann jedes Mitglied machen, was es will; solche "Maßnahmen" werden von der Charta "weder außer Kraft gesetzt noch untersagt". Jetzt erkläre mal ein Politiker mit Blick auf Ungarn, was denn bitte schön die angebliche "Souveränität" sein soll oder die "Wiedervereinigung" oder oder oder, wenn auf uns jeder herumtrampeln kann, der dazu Lust hat. Es ist fast zu vermuten, daß die Charta demnächst noch schnell die Klausel bekommt, daß Israel sich gegen Deutschland rückwirkend im (moralischen) Kriegszustand befand, so daß es ebenfalls carte blanche bekommt (was es sowieso hat), und hier mit Sack und Pack einziehen kann, wenn es zwischen Libanon und Gaza zu heiß werden sollte. Das gute Bundesmerkel räumt ja schon den Osten dafür, daß es nur so kracht, oder ist jemand anderer Meinung?
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22.9.06  "Bush ist der Satan!" Präsident Hugo Chavez von Venezuela sagt vor der UN-Vollversammlung, daß Bush redet, als ob ihm die Welt gehört. In seiner Hand hält er das Buch "Hegemonie oder Überleben", geschrieben von dem politischen Aktivisten Noam Chomsky (Zit. AP.no v. 22.9.06 Übers. L.S.)

Hugo Chavez sparte nicht mit Schießpulver, als er heute vor der UN-Vollversammlung sprach. Er sagt in seiner Rede, Bush sei der "Satan". Der Teufel kam gestern hierher und redete, als ob ihm die Welt gehöre, sagt er. Bush sprach gestern vor der VV.  Chavez klagt Washington an, die Völker der Welt auszunutzen und zu plündern. Chavez sprach auch zum amerikanischen Volk. - Die Bedrohung ist in deren eigenem Haus, der Satan ist ist im eigenen Haus, gestern kam der Satan hierher, sagte Chavez und bekreuzigte sich. - Und es stinkt immer noch (nach Schwefel) sagte er nach seiner Bekreuzigung. - Die USA sind die größte Bedrohung des Planeten, sagte er weiter.
Chavez leitete seine Rede ein mit dem Hinweis auf das Buch von Chomsky "Hegemonie oder Überleben", um über die "imperialistischen Pläne" der USA zu sprechen.
- Wir bitten die Menschen in den USA und in der Welt, diese Bedrohung zu stoppen, die wie ein Schwert über unseren Köpfen hängt, sagte Chavez heute. Schon früher hatte er die USA beschuldigt, eine Invasion in Venezuaela zu planen.
Er sagte weiter, daß das UN-System wie es heute ist, nicht funktioniert, und daß dies insbesondere undemokratisch sei. ER verlangt eine Reform und wiederholt seine Ansicht, daß der amerikanische Imperialismus eine Bedrohung für die ganze Welt sei.