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Das Märchen vom zehnten Bauern


Es war einmal, keine tausend Meilen von hier, da lebte ein Bauer, der
weithin dafür bekannt war, besondere und ganz eigene Wege zu gehen. Gesegnet
mit besonderen Fähigkeiten, mit der Gabe des Weitblicks und des Tiefblicks
konnte er alle Dinge gleichsam "zusammen" sehen - Sommer und Winter, nasse
Felder und trockene Steppen, reiche Ernten und magere Jahre, Nutzpflanzen
und "Schädlinge". Hinter allen Gegensätzen und Widersprüchen erkannte er die
Einheit, das Verbindende, den verborgenen Sinn hinter dem scheinbar
Sinnlosen. "Das Glück im Unglück" war ihm vertraute Wirklichkeit.

Sein Tun war beseelt von einer tiefen Liebe zu allem, was lebte und wuchs,
was atmete und reifte. "Natur" war für ihn nur ein anderes Wort für "die
Geschenke Gottes" - das Wort "Machet Euch die Erde untertan" hatte er stets
verstanden als Aufforderung zu Miteinander und Dankbarkeit, nicht als
Weisung, Mensch und Natur zu unterwerfen.

Er war stolz darauf, als Bauer leben zu dürfen, und empfand auch das als
eine Art Geschenk, fast als unverdientes Privileg, aller harten Arbeit zum
Trotz. Das Gefühl bevorzugter Behandlung durch das Schicksal bezeugte er im
Alltag durch große Bescheidenheit und unaufdringliche Freundlichkeit. Er war
ein Ruhepol mitten in einem unruhigen Meer, das bange darauf wartete, ob der
Sturm am Horizont sich verziehen würde - oder doch nicht...
Er war mit sich im Reinen.

Und er besaß eine grenzenlose Neugier auf alle Dinge zwischen Himmel und
Erde - wie sie uns doch allen zu Eigen ist, wenn wir ihr nur Raum zur
Entfaltung geben. "In hundert Jahren haben wir genug Zeit zum Schlafen",
sagte er der Familie stets, wenn sie wieder einmal große Augen machten, weil
er etwas Neues ausprobierte - eine besondere Züchtung, eine neue Technik,
einen neuen Pferdewagen.

Manchen Menschen, die ihn nicht so gut kannten, war er ein wenig unheimlich,
denn er konnte offenbar in vieler Hinsicht die Zukunft vorhersagen. Dass
diese Fähigkeit natürlich auch Folge durchaus "weltlicher" Eigenschaften
war, erkannten nur die Wenigsten. Wer nämlich die Dinge in Kreisläufen und
Zusammenhängen sieht, wer mit Gelassenheit und Objektivität an sie
herangeht, vor allem aber wer die Dinge zu Ende denkt, der mag durchaus wie
jemand erscheinen, der mit Hellsicht begabt ist, wenn Verwirrung und
Betäubung das Normale ist. Wie dem auch sei: Er konnte vor allen Dingen die
Wahrheit hinter dem Schein, das Echte hinter den Kulissen erfühlen und
erkennen. Diese Fähigkeit war ihm selbst ein wenig rätselhaft, denn sie
offenbarte sich manchmal als leise Stimme in seinem Kopf, die ihm direkt
übersetzte, was er gerade von seinem Gegenüber zu hören bekam. War der
jeweilige Gesprächspartner aufrichtig, schwieg die Stimme. Bekam er Lügen
oder unlogisches Geplapper zu hören, dann half ihm die Stimme
augenblicklich, das Gehörte zu verstehen, indem sie Übersetzungshilfe
leistete. Das war manchmal recht lustig, weil die Stimme sofort
losplapperte, wenn beispielsweise jemand einen Satz mit "Ja, aber..."
begann. Sofort raunte der Übersetzer: "Er meint: Nein!"
Meistens aber machte der Übersetzer den Bauern etwas traurig, weil er allzu
oft die eigentlichen Motive seines Gegenübers erfuhr - hinter den schönen
Worten. Wenn ihn zum Beispiel der Metzger freundlich mit "Guten Morgen! Wie
geht es Dir heute?" begrüßte und der Übersetzer sofort sagte: "Er meint:
Hoffentlich kauft er diesmal etwas mehr als sonst..." Manchmal wünschte sich
der Bauer, der kleine Übersetzer in seinem Ohr möge sich einen Urlaub
gönnen. Aber der Übersetzer blieb sein Schicksal und sein Gefährte.

Der Bauern-Vertreter

Eines Tages versammelten sich alle zehn Landmänner des Großen Tals im
Dorfwirtshaus, um der Einladung eines fliegenden Händlers zu folgen und
seinen Reden zu lauschen. Auch unser Freund, der zehnte Bauer, wollte hören,
was es Neues gäbe. Der elegant wirkende Fremde stellte sich vor als DER
VERTRETER und er sei gekommen, um den Anbruch einer gesegneten "neuen Zeit"
zu verkünden und auch den Landwirten in diesem verträumten, fast vergessenen
Weltenecke zur Seite zu stehen, auf dass ihr ehrbarer Berufsstand "am
allgemeinen Fortschritt der Menschheit teilhabe", wie er sich ausdrückte.

Mitten im Rund der Bauern saß er, vor sich auf dem Tisch aufgebaut das
offenbar einzige Utensil, das er mitgebracht hatte - ein tiefschwarz
glänzender, auf den Kopf gestellter Zylinderhut.

Anflüge von Neugier, verschlossene Skepsis, gespielte Gelassenheit - all das
stand in den Gesichtern der Bauern zu lesen. Auch Hoffnung natürlich, denn
ihr Stand gehört zwar zu den vornehmsten und wichtigsten der Menschheit,
gleichwohl dünn gesät sind jene, die sich dessen auch bewusst sind und seine
Arbeit von Herzen zu schätzen wissen. Kaum ein Beruf muss so sehr auf
öffentlichen Dank und Ehren verzichten - ja im Gegenteil: Froh sein müssen
sie, dass "Du Bauer!" nicht mehr so oft als Schimpfwort geschleudert wird
wie es noch bis vor kurzem und in den vermeintlich "besseren Kreisen" der
Fall war.

Doch wenden wir uns jetzt dem VERTRETER und seinem Anliegen zu: Bevor noch
das erste Wort fiel, tauchte er die Hand tief in den Hut und zog einen
schweren Papiersack heraus, der wohl seine 20 Kilo wog. Er riss ihn mit
geübtem Schwung auf, schöpfte eine Handvoll blau schimmernder, streng
riechender Körnchen hervor, blickte triumphierend in die Runde und summte
mit sanftem, bedeutungsschweren Bariton: "Meine Herren, wir haben die
Endlösung für alle Eure Probleme ... Kunst-Dünger!"

Augenblicklich erhob der Übersetzer sein Stimmchen im Kopf des Bauern: "Ich
habe die Endlösung für meine Probleme und die meiner Herren..."

Nach fein dosierter Kunst-Pause fuhr der Vertreter fort: "Ein magischer
Stoff, das Zaubermittel der neuen Zeiten - es lässt Eure Feldfrüchte doppelt
so schnell wachsen, doppelt so groß werden und Euren Gewinn nicht
verdoppeln, - nein, verdreifachen! Ja, Ihr könnt damit jetzt sogar zweimal
im Jahr die Ernte einfahren! Oh ja, natürlich hat er seinen Preis, aber bei
diesen goldenen Aussichten werden Euch die paar Silberlinge nicht reuen. Und
damit werden wir obendrein das Problem des Hungers in der Welt lösen!"

Der Übersetzer: "Wir haben es hergestellt, also möchten wir es auch
verkaufen. Und das am liebsten in jedem Jahr mehr und mehr. Nichts sonst
interessiert uns. Hunger in der Welt? Nur ein Hundertstel aller Ausgaben für
Waffen, nur ein Zentel weniger Fleisch essen in der Welt und aller Hunger in
der Welt wäre gebannt. Aber das sagen wir Euch nicht."
"Da wurde vorgesorgt"

Neun Bauern flüsterten untereinander, bekamen glänzende Augen und rieben
sich die Hände, der zehnte Bauer jedoch stand auf und bat ums Wort. Mit
ruhiger, fester Stimme sagte er: "Die Natur liebt uns und sorgt für uns, wie
jeder von uns täglich erleben darf. Zwangsernährung und Überfütterung der
Pflanzen, die Sie uns hier vorschlagen, haben ebenso zwangsläufige Folgen.
Die Natur erkennt die übergroßen, schwachen und leblosen Früchte in ihrer
Weisheit als Kunstprodukt, als krank und krankmachend. Sie wird in ihrer
Weisheit und Großzügigkeit sofort aufstehen und sich in unserem Namen
wehren. Sie wird genau angepasste Gegenmaßnahmen ergreifen und viele
Pflanzen und Tiere schicken und fördern, die einerseits für Ausgleich im
Boden und in unserem Körper sorgen und andererseits solche Früchte ausrotten
sollen. Warum also uns auf einen solchen Krieg gegen die Natur einlassen,
wenn wir die Folgen jetzt schon kennen?"

Die neun Bauern rutschten unbehaglich hin und her, die unverblümte Rede des
zehnten Bauern war ihnen etwas peinlich. Der Vertreter aber setzte ein
mildes Lächeln auf und sagte: "Keine Sorge, lieber Herr, wir wissen das
längst, dafür ist vorgesorgt", griff wiederum tief in den Zylinder hinein
und zog mehrere Dosen, Tüten und Sprays hervor, deren Etiketten wenig
Großgedrucktes, viel Kleingedrucktes und jeweils einen kleinen Totenkopf
aufwiesen. "Damit werdet Ihr alle Schädlinge und Unkräuter in Nullkommanix
los, die Euch der Früchte Eurer Mühen und Investitionen berauben wollen.
Sparsam in der Anwendung, kostengünstig in der Anschaffung!"

Der Übersetzer: "Wir schaffen ein Problem, wir verdienen am Problem, wir
suchen eine Lösung, wir verdienen an der Suche nach der Lösung, wir
bekämpfen das Symptom, wir verdienen an der Symptombekämpfung, wir schaffen
neue Probleme, wir verdienen an den neuen Problemen. Viel Geld, viel
Umsatz!"

Neun Bauern murmelten ihre Anerkennung ob dieser Weisheit und Voraussicht,
der zehnte Bauer aber sprach: "Solchermaßen gezogenen Feldfrüchten fehlt
jegliches innere Leben, das der Mensch braucht. Es fehlt an allem, diese
Früchte sind nicht nur keine Lebensmittel. Das ist Gift und nicht Speise."

Der Vertreter hatte sich offenbar gut vorbereitet und nur auf diese Worte
gewartet. Er griff in den Zylinder und zog eine Handvoll bunter Döschen und
Schachteln heraus: " Aber kein Problem! Dieselben großartigen Firmen, die
Euch die Düngemittel und Pestizide schenken, haben jahrzehntelang brillante
Forschungsarbeit geleistet. Sie haben wunderbare Nahrungsergänzungsmittel
entworfen, die alle Mängel ausgleichen. Und so fügt sich alles in schönster
Ordnung: Ihr könnt Eure Preise niedrig halten, bleibt konkurrenzfähig und
schafft obendrein noch viele Arbeitsplätze in der chemischen Industrie. Das
lässt einen doch mit ruhigem Gewissen schlafen, oder?"

Der Übersetzer: "Wir haben jahrzehntelang brillante Forschungsarbeit
geleistet und Nahrungsergänzungsmittel entworfen, die den Mangel, den wir
selbst erzeugen, ausgleichen. Mittel, die zusammenfügen, was wir zerstört
haben. Wir wissen genau, wie aus Mangel und Müdigkeit Gold wird. Unser Gold,
Eure Betäubung."

Neun Bauern nickten zustimmend - und reagierten etwas ungehalten, als der
zehnte Bauer wieder das Wort ergriff und zu Bedenken gab: "Alle diese
Pestizide sammeln sich in den Erntefrüchten, in der Erde, im Wasser, in der
Luft, in den Tieren, im Körper des Menschen und machen uns krank. Die
Nahrungsergänzungsmittel kann der Körper gar nicht erkennen, der Mangel
bleibt und macht den Körper dick und süchtig bei seinem ständigen Versuch,
aus den leeren Früchten das Lebendige herauszuholen."
Mittel gegen Wehwechen

Der Vertreter nickte verständnisvoll, zog einen riesigen Sack voll bunter
Medikamentenpackungen aus dem Zylinder und sprach gönnerhaft: "Ist bekannt,
ist erledigt, ist vorgesorgt, werter Herr. Die Firmen, die Euch die
Düngemittel, Pestizide und Nahrungsergänzungen bringen, die sind nicht faul
gewesen. Sie haben keine Mühen und Kosten gescheut und in langjähriger und
entbehrungsreicher Forschungsarbeit herausgefunden, wie man mit all den
kleinen Wehwehchen und Allergien und dem Übergewicht fertig wird. Sie sehen,
wir haben an alles gedacht!"
Sein Gesicht strahlte jene Freude aus, die empfindet, wer seine Arbeit gut
macht, wer in ihr aufblüht und sicher ist, der Menschheit Gutes zu tun.

Der Übersetzer: "Wir verdienen an der Zerstörung, wir verdienen am Aufbau,
wir bauen aber nur halb auf, weil wir dann an den ständigen Reparaturen
verdienen. Symptombekämpfung - das ist das Zauberwort!"

Die neun Bauern spürten diese innere Kraft und waren's zufrieden. Der zehnte
Bauer sagte mit leiser, aber fester Stimme: "Ihre Medizin kuriert nur die
Symptome der Krankheiten, gesund wird davon niemand, obendrein bringen uns
die Nebenwirkungen um. Warum teuer kurieren, wenn krank werden so leicht zu
vermeiden wäre?"

Des Vertreters Hand war schon im Zylinder verschwunden, noch bevor der
zehnte Bauer seinen Satz beendet hatte: "Hier sind die neuen Medikamente,
die alle Nebenwirkungen der alten Medikamente im Schach halten und ausmerzen
- teilweise noch bevor sie überhaupt auftreten!" rief er triumphierend in
die Runde.

Der Übersetzer: "Wir verdienen an der Zerstörung, wir verdienen am Aufbau,
wir bauen nur halb auf, weil wir dann an den ständigen Reparaturen
verdienen".
Abhängigkeit

Und so ging das eine Weile fort. Der Vertreter bemühte sich, die neuesten
Errungenschaften und Lösungen fü die selbstgemachten Probleme aus seinem
Zylinder zu holen und immer wieder entgegnete der kluge Bauer mit nüchternen
und einfachen Worten.

Der Vertreter erzählte von bereinigten geraden Flächen, von betonierten
Wasserläufen, asphaltierten Wegen und großen Traktoren. Den dadurch
entstehenden Problemen und Folgekosten konterte der Vertreter mit
staatlichen Förderungen in Milliardenhöhe. Er appellierte an den
Pioniergeist der Bauern, an deren Stolz und an deren Sicherheitsbedürfnis.
Er versprach künstliches Viehfutter, bestes Saatgut, Antibiotika, Gentechnik
und gesteigerte Einnahmen bei weniger Arbeit.

Die neun Bauern waren zufrieden, der zehnte Bauer aber holte tief Luft: "Das
ist bedingungslose Abhängigkeit, in die wir uns begeben sollen, das ist
tiefste Sklaverei. Abhängigkeit von den Banken, von Brüssel, von den
Wissenschaftlern, von der Pharmazie, von staatlichen Förderungen, von den
Saatgut-Herstellern, von den Maschinenbau-Firmen, von Subventionen, von
Pensionszahlungen, von Krankenkassen, von Tierärzten, von Psychotherapeuten,
die unser schlechtes Gewissen beruhigen müssen. Niemand ist dann mehr sein
eigener Herr!"

Der Vertreter schlug kurz die Augen nieder: "Warum so schwarz sehen? Wir
sehen hier Sicherheit und Fortschritt. Ich sehe Vernetzung, Globalisierung
und fröhliches Miteinander zu aller Nutzen. Man wird sich von allen Seiten
um Sie kümmern und für Ihr Wohlergehen sorgen! Schließlich sorgen Sie ja als
Gegenleistung für unser aller täglich Brot und sichern obendrein zahllose
Arbeitsplätze!"

Der Übersetzer: "Jajaja, schon gut, Sie haben ja recht. Aber wen juckt es?"
Die Reaktion der Bauern

Nachdem sich der Vertreter wieder gefasst hatte, griff er ein letztes Mal in
den Zylinder und zog eine kleine Flöte hervor. Leise begann er darauf zu
spielen - und zu Melodie und Takt eines uralten Liedes standen der Reihe
nach die neun Bauern auf und folgten dem Vertreter. Sie hatten sich nunmehr
"freiwillig entschlossen", ihm zu folgen, ein jeder aus seinem besonderen
Beweggrund.

*
Einem gefiel der Gedanke, endlich einmal als "fortschrittlich" zu
gelten und nicht mehr nur als "dummer Bauer".
*
Den zweiten Bauer trieb die Gier nach Geld und Gut und
Förderungsmitteln, denn er hatte gehört, dass man sogar fürs Nichtstun und
für brachliegende Felder bezahlt bekam.
*
Der dritte Bauer wollte nicht zugeben, dass er kaum etwas vom
Kauderwelsch des Vertreters verstanden hatte. Er machte mit, weil die
Mehrheit immer recht hat.
*
Der vierte Bauer hatte eine große Familie zu ernähren. Ihn trieb die
Angst um, wirtschaftlich Schiffbruch zu erleiden und das Wort "Abhängigkeit"
klang in seinen Ohren eher wie ein Versprechen denn als Drohung.
*
Der fünfte Bauer wollte es schon lange aller Welt beweisen, vor allem
seinen Eltern, dass er zu "etwas" taugte. Selbstzweifel trieben ihn in die
Arme des Vertreters.
*
Der sechste Bauer vertraute blind jeder Form von "wissenschaftlicher
Erkenntnis" und hatte schon als kleines Kind aufgehört, auf die innere
Stimme zu hören, die uns alle retten würde.
*
Der siebte Bauer hatte sich vom autoritären, selbstgewissen Auftreten
des Vertreters beeindrucken lassen. Für ihn konnte sich nicht irren, wer den
Mut hat, einen solchen Auftritt hinzulegen.
*
Der achte Bauer folgte dem Vertreter, weil er Angst hatte, allein
dazustehen, und die Fragen des zehnten Bauern waren ihm zu frech und
respektlos erschienen, als dass er sich vorstellen konnte, "so jemanden" als
Wegbegleiter zu erwählen.
*
Der neunte Bauer folgte dem Vertreter, weil ihn der Klang der Flöte
völlig verzauberte. Er dachte sich: "So wunderschön! Wer so musiziert, ist
gewiss meines Vertrauens würdig, denn böse Menschen haben keine Lieder."

Der zehnte Bauer blieb sitzen und sah den anderen Neun und dem Vertreter
nachdenklich nach. Dann stand er auf, kehrte auf seinen kleinen Hof zurück,
und fuhr fort, nach den zeitlos gültigen Methoden seiner Vorväter sein
goldenes Handwerk zu betreiben. Früchte und Gemüse anzubauen, die alle Kraft
einer gesunden Erde in sich trugen. Echte Mittel fürs Leben, die den
Menschen gesund erhalten und gesund machen. Unterstützt von den guten
Gedanken der Menschen, die seine Arbeit zu schätzen wissen.