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18. Mai 2008

Politische Ponerologie
Die Wissenschaft über die Natur des Bösen
und seiner Anwendung für politische Zwecke

von Andrew M. Lobaczewski


http://quantumfuture.net/gn/ponerologie_vorwort_hrsg.htm
(
Rohfassung - nur temporär verfügbar)
Übersetzung von
http://www.cassiopaea.org/cass/political_ponerology_lobaczewski.htm



Vorwort des Herausgebers

„Strebe danach, wie der Fujiyama zu sein. Habe solch einen
weiten und festen Grund, sodass das stärkste Erdbeben dich
nicht bewegen kann. Sei so groß, dass selbst das größte Unterfangen
der gewöhnlichen Menschen aus deiner luftigen Perspektive
unbedeutend erscheint. Mit deinem Geist, so hoch wie der
Fujiyama, kannst du alles klar erkennen. Und du kannst alle
Kräfte sehen, die beim Entstehen der Dinge am Werk sind;
nicht nur jener Dinge, die um dich herum geschehen.“
Miyamoto Musashi



Dieses Buch, das Sie in Ihren Händen halten, kann das wichtigste Buch sein, das Sie jemals gelesen haben. Nein, es ist das wichtigste Buch. Es spielt keine Rolle wer Sie sind, wo Sie in ihrem Leben stehen, wie alt Sie sind oder welche Nationalität oder ethnischen Hintergrund sie haben, Sie werden irgendwann in ihrem Leben den unbarmherzigen Griff der kalten Hand des Bösen zu spüren bekommen. Guten Menschen geschehen schlimme Dinge. Das ist eine Tatsache.

Was ist das Böse?
Historisch betrachtet war die Frage des Bösen eine theologische. Generationen von theologischen Apologeten haben ganze Bibliotheken im dem Versuch gefüllt, die Existenz eines guten Gottes zu bestätigen, der eine unvollkommene Welt erschaffen hat. Der heilige Augustus unterschied zwischen zwei Formen des Bösen: Das „moralische Böse“, das freiwillig von bösen Menschen, die wissen, dass sie etwas Böses tun, ausgeübt wird; und das „natürliche Böse“, die bösen Dinge, die einfach geschehen – ein Sturm, eine Flut, ein Vulkanausbruch oder eine schreckliche Seuche.

Und dann gibt es das makrosoziale Böse, wie es Andrew Lobaczewski bezeichnet: Das Böse auf breiter Basis, das ganze Gesellschaften und Nationen übernimmt und das dies seit undenklichen Zeiten immer und immer wieder getan hat. Die Geschichte der Menschheit ist, wenn sie objektiv betrachtet wird, eine fürchterliche Geschichte.

Tod und Zerstörung betrifft alle Menschen, ob reich oder arm, frei oder versklavt, jung oder alt, gut oder böse – und das mit einer Willkür und einer Sorglosigkeit, die das Funktionieren eines normalen Menschen – wenn man nur kurz darüber nachdenkt – zerstören kann. Immer wieder hat der Mensch seine Felder verdörrt und sein Vieh dahingerafft zurücklassen müssen, seine Lieben gequält und von Krankheit oder menschlicher Grausamkeit getötet gesehen. Sein Lebenswerk kann in einem Augenblick durch Ereignisse zerstört sein, über die er keine Kontrolle hat.

Das Studium der Geschichte in all ihren Facetten zeigt eine Sicht der Menschheit, die geradezu unerträglich ist. Die habgierigen Beutezüge hungriger Stämme, die in dunkler Vorzeit eroberten und zerstörten; die barbarischen Eindringlinge in die zivilisierte Welt im Mittelalter; die Blutbäder der Kreuzritter des katholischen Europa, die sie unter den Ungläubigen im Nahen Osten angerichtet haben, und auch unter den „Ungläubigen“ in den eigenen Reihen: der Terror der offenen Verfolgung der Inquisition, wo Märtyrer die Flammen mit ihren eigenen Blut erstickten. Dann der rasende Holocaust, der moderne Völkermord; Kriege, Hungersnöte und Seuchen, die in Siebenmeilenstiefeln um die Erdkugel stapfen; und die nie furchterregender waren als heutzutage.

All dies erzeugt ein unerträgliches Gefühl der Unentschuldbarkeit gegenüber dem Terror der Geschichte, wie ihn Mircea Eliade bezeichnet.

Es gibt Menschen, die der Meinung sind, dass all das mittlerweile der Vergangenheit angehört; die Menschheit ist in eine neue Phase eingetreten; Wissenschaft und Technologie haben uns ans Ende all dieses Leidens geführt. Viele Menschen glauben, dass sich der Mensch und die Gesellschaft entwickeln und dass wir nun das tyrannische Böse unter Kontrolle haben; oder dass wir es zumindest nach George W. Bush und seinen Neocons mit ihrem endlosen Kampf gegen den Terror haben werden, so in etwa 25 Jahren. Alles was dieser Ansicht entgegenläuft, wird entweder uminterpretiert oder ignoriert.

Die Wissenschaft hat uns viele wundervolle Geschenke bereitet: Raumfahrtsprogramme, den Laser, das Fernsehen, Penicillin, Sulfonamide und eine Vielzahl weiterer nützlicher Entdeckungen, die das Leben erträglicher und erfolgreicher machen sollten. Wir können jedoch leicht erkennen, dass dem nicht so ist. Man kann sogar so weit gehen zu behaupten, dass der Mensch nie zuvor am Rande der totalen Zerstörung auf solch wackligen Beinen balanciert ist.

Auf persönlicher Ebene verschlechtert sich unser Leben stetig. Die Luft, die wir atmen und das Wasser, das wir trinken, sind fast schon über die Belastbarkeitsgrenze hinaus verschmutzt. Unsere Nahrung ist mit Substanzen vollgepumpt, die nur sehr wenig zur eigentlichen Ernährung beitragen und in Wirklichkeit unserer Gesundheit sehr abträglich sein können. Stress und Anspannung sind zu einem akzeptierten Teil des Lebens geworden und töten bewiesenermaßen mehr Menschen als die Zigaretten, die manche Leute immer noch rauchen, um sich zu entspannen. Wir schlucken Unmengen von Pillen um aufzuwachen, einzuschlafen, mit dem Job fertig zu werden, unsere Nerven zu beruhigen oder um uns einfach nur wohl zu fühlen. Die Bevölkerung der Erde gibt mehr Geld für Alltagsdrogen aus als für Wohnen, Kleidung, Nahrung, Bildung oder sonst irgendwelche Produkte oder Dienstleistungen.

Auf sozialer Ebene multiplizieren sich Hass, Neid, Gier und Streit exponentiell. Die Verbrechensrate steigt schneller als die Geburtenrate. Aufgrund von Kriegen, Aufständen und politischen Säuberungen sind mehrere Millionen Menschen auf der ganzen Welt ohne ausreichende Nahrung oder Schutz vor politischer Willkür.

Und dann gibt es natürlich noch Dürre, Hungersnöte, Seuchen und Naturkatastrophen, die jährlich zu Tod und Leid beitragen. Dies scheint ebenfalls im Anstieg begriffen zu sein.

Wenn sich der Mensch der Geschichte, so wie sie ist, besinnt, dann ist er gezwungen einzusehen, dass er im eisernen Griff einer Existenz lebt, die sich scheinbar nicht um seine Schmerzen und Leiden kümmert und sorgt. Immer wieder fällt die Menschheit in dasselbe Leid, viele Millionen Mal, seit Jahrtausenden. Die Gesamtheit des menschlichen Leidens ist eine traurige Sache. Ich könnte darüber bis zum Ende der Welt schreiben, Ozeane von Tinte verbrauchen und Wälder von Papier, und doch könnte ich niemals den ganzen Terror zu Papier bringen. Das Ungeheuer willkürlichen Unheils war immer unter uns. Solange menschliche Herzen heißes Blut in ihre zerbrechlichen Körper gepumpt haben und mit der unaussprechlichen Süße des Lebens leuchteten, solange sie sich nach allem Guten, Richtigen, Liebenden sehnten, solange hat das höhnische, verfolgende, geifernde und durchtriebene Ungeheuer des unbewussten Bösen seine Lippen in Erwartung des nächsten Festmahls aus Schrecken und Leid geleckt. Dieses Mysterium des menschlichen Erbes, dieses Kainsmal, existiert seit Anbeginn der Zeit. Und seit den ersten Tagen war der Schrei derselbe: Meine Strafe ist schlimmer als ich sie ertragen kann!

Man nimmt an, dass der Mensch in Urzeiten, als er diesen unerträglichen und unfassbaren Zustand bemerkt hat, in dem sich seine Existenz befindet, entsprechende Kosmogonien entwickelt hat, womit er all die Gräueltaten, die Verirrungen und die Tragödien der Geschichte rechtfertigen konnte. Ja, der Mensch – und das ist Gesetz – ist im Allgemeinen gegenüber kosmischen und geologischen Katastrophen machtlos. Man behauptete lange, dass ein Durchschnittsbürger absolut nichts gegen Militärschläge, soziale Ungerechtigkeit, persönliches und familiäres Unglück und gegen eine Vielzahl von Angriffen auf seine Existenz tun kann.

Das verändert sich. Dieses Buch wird Ihnen die Antworten auf viele Fragen über das Böse in unserer Welt geben. Dieses Buch handelt nicht nur vom makrosozialen Bösen, es handelt auch vom alltäglichen Bösen, denn beide sind auf sehr reale Weise untrennbar miteinander verbunden. Auf lange Sicht führt die Anhäufung von alltäglichem Bösem immer und unvermeidbar zu einem großen systemischen Bösen, das mehr unschuldige Menschen zerstört als jedes andere Phänomen auf diesem Planeten.

Dieses Buch ist auch ein Leitfaden um zu überleben. Wie schon gesagt, es wird das wichtigste Buch sein, das Sie jemals gelesen haben. Außer natürlich Sie sind ein Psychopath.

„Was hat Psychopathie mit persönlichem oder sozialem Bösen zu tun?“ könnten Sie fragen.

Absolut alles. Ob Sie es wissen oder nicht, jeder einzelne Tag Ihres Lebens wird von den Auswirkungen der Psychopathie auf unsere Welt berührt. Sie stehen kurz davor zu lernen, dass, auch wenn wir nicht viel gegen kosmische oder geologische Katastrophen unternehmen können, wir doch sehr viel gegen das soziale und makrosoziale Böse tun können. Zuallererst müssen wir etwas darüber lernen. Hier – im Falle der Psychopathie und ihrer Auswirkungen auf unsere Welt – kann und wird alles, was Sie nicht wissen, Sie zweifellos verletzen.

In der heutigen Zeit haben viele Leute beim Wort „Psychopath“ ein Bild des kaum beherrschten – und doch überraschenderweise kultivierten – und völlig verrückten Serienkillers Dr. Hannibal Lector aus “Das Schweigen der Lämmer” im Kopf. Ich muss zugeben, dass auch ich an diesen Herrn dachte, fast immer, wenn ich dieses Wort hörte. Der große Unterschied war jedoch der, dass ich einen Psychopathen niemals so kultiviert gesehen habe, niemals dachte, dass er so leicht als „normal“ durchgehen würde. Ich habe mich geirrt und ich habe diese Lektion durch eigene Erfahrung sehr schmerzhaft gelernt. Dabei ist wichtig, dass diese Erfahrung eine der schmerzhaftesten und gleichzeitig eine der aufschlussreichsten Episoden in meinem Leben war. Sie hat mir ermöglicht, eine Blockade in meinem Bewusstsein über die Welt um mich und die darin vorkommenden Menschen zu überwinden.

Zum Thema Blockaden im Bewusstsein muss ich hinzufügen, dass ich 30 Jahre lang damit verbracht habe Psychologie, Geschichte, Kultur, Religionen, Mythen und das
sogenannte Paranormale (1) zu studieren. Ich habe auch viele Jahre lang als Hypnosetherapeutin gearbeitet, was mir ein ausgezeichnetes technisches Wissen darüber verschaffte, wie das menschliche Gehirn/der Verstand in seinen Tiefen funktioniert. Und trotzdem arbeitete ich die ganze Zeit über mit bestimmten Glaubenssätzen, die eisern an ihrem Platz saßen. Erst meine Nachforschungen zum Thema Psychopathie erschütterten diese Sichtweise. Ich realisierte, dass es ein bestimmtes Gedankengut gab, das ich über die Menschen hegte und das mir heilig war – und es war falsch. Ich hielt sogar meine Gedanken darüber fest:

...Meine Arbeit hat mir gezeigt, dass die große Mehrheit der Menschen Gutes tun will, Gutes erfahren, Gutes denken und Entscheidungen mit guten Ergebnissen treffen will. Und die Menschen versuchen das mit aller Kraft! Wenn die große Mehrheit der Menschen diese innere Sehnsucht verspürt, warum zum Teufel geschieht es dann nicht?

Ich gebe zu, ich war naiv. Es gab noch vieles was ich nicht wusste und das ich gelernt habe, seit ich diese Zeilen geschrieben habe. Doch ich war mir sogar damals schon bewusst, dass unser Verstand dazu benutzt werden kann, um uns zu täuschen.

Welche Glaubenssätze hatte ich nun, die mich zu einem Opfer eines Psychopathen werden ließen? Der erste und offensichtlichste war, dass ich wirklich glaubte, dass alle Menschen tief im Inneren im Wesentlichen „gut“ sind und dass sie „Gutes tun wollen, Gutes erfahren, Gutes denken und Entscheidungen mit guten Ergebnissen treffen wollen. Und dass sie das mit aller Kraft versuchen...“

Wie sich herausstellte war das falsch. Das mussten ich und alle anderen in unserer Forschungsgruppe zu meinem und unserem Leidwesen erfahren. Doch wir lernten auch etwas zu unserer Erbauung. Um zu einem genauen Verständnis zu gelangen, welche Art Mensch solche Dinge tun könnte, die mir (und meinen Nächsten) zugefügt wurden, und welche Motivation – welcher Antrieb – dahinter stand, sich auf solche Weise zu verhalten, begannen wir in der psychologischen Literatur nach Hinweisen zu forschen. Des eigenen Friedens Willen mussten wir verstehen.

Wenn es eine psychologische Theorie gibt, die bösartiges und schädliches Verhalten erklären kann, dann hilft sie dem Opfer solcher Taten, damit es sich nicht dauernd verletzt oder wütend fühlen muss. Und wenn es eine psychologische Theorie gibt, die helfen kann, mittels Worten die Kluft zwischen den Menschen zu überbrücken, Missverständnisse abzubauen, dann ist das ein wertvolles Ziel. Aus dieser Perspektive heraus begannen wir mit unserer umfangreichen Arbeit zum Thema Narzissmus, was schließlich zum Studium der Psychopathie führte.

Wir begannen natürlich nicht mit „Diagnosen“ oder urteilten darüber, was uns widerfuhr. Wir begannen mit Beobachtungen und suchten in der Literatur nach Hinweisen, nach Profilen, nach allem was uns helfen konnte, die innere Welt eines Menschen - eigentlich mehrerer Menschen - zu verstehen, die offenbar völlig verkommen und ganz anders waren, als wir es jemals zuvor gesehen haben. Wir fanden heraus, dass solche Menschen weit verbreitet sind und dass sie, nach jüngsten Forschungsergebnissen, mehr Schaden in der menschlichen Gesellschaft anrichten, als jede andere sogenannte „Geisteskrankheit“. Martha Stout, die weitreichende Studien mit Opfern von Psychopathen durchführte, schreibt:

Versuchen Sie sich vorzustellen, kein Gewissen zu haben. Sie haben nicht die geringste Spur eines Gewissens und keine Gefühle von Schuld oder Reue - ganz egal, was Sie anstellen, plagen Sie keine lästigen Skrupel über das Wohlbefinden von Fremden, Freunden oder gar Verwandten. Stellen Sie sich vor, es gäbe kein lästiges Hadern mit Ihrem Schamgefühl, kein einziges Mal in Ihrem ganzen Leben, unabhängig davon, ob Sie sich egoistisch, faul, rücksichtslos oder unmoralisch verhalten.
Und stellen Sie sich weiterhin vor, dass der Begriff „Verantwortung“ Ihnen fremd wäre, außer vielleicht als eine Bürde, die andere Menschen offenbar wie gutmütige Trottel blind auf sich nehmen.
Und nun erweitern Sie dieses seltsame Gedankenspiel um die Fähigkeit, Ihre so überaus sonderbare psychische Disposition vor anderen Menschen zu verbergen. Da jedermann wie selbstverständlich annimmt, dass das Gewissen eine universelle menschliche Qualität ist, fällt es Ihnen leicht, zu verheimlichen, dass Sie kein Gewissen haben.
Kein Schuld- oder Schamgefühl hemmt die Erfüllung Ihrer Wünsche, und Sie werden von niemandem wegen Ihrer Gefühlskälte zur Rede gestellt. Die eisige Flüssigkeit, die in Ihren Adern fließt, ist so fremdartig, so abseits normaler menschlicher Erfahrungen, dass kaum einem Menschen der Verdacht kommt, dass mit Ihnen etwas nicht stimmen könnte.
Mit anderen Worten: Sie sind völlig frei von internen Kontrollen und Ihre ungehemmte Freiheit, ohne Skrupel alles das zu tun, was Sie wollen, ist bequemerweise für den Rest der Welt nicht erkennbar.
Sie können tun, was Sie wollen – und doch wird Ihr geheimnisvoller Vorteil vor den meisten Ihrer Mitmenschen, die durch ihr Gewissen gelenkt werden, sehr wahrscheinlich verborgen bleiben.
Wie werden Sie Ihr Leben führen?
Wie werden Sie Ihren gewaltigen, heimlichen Vorteil nutzen, angesichts der korrespondierenden Schwäche der anderen Menschen (dem Gewissen)?
Die Antwort wird weitgehend von Ihren Neigungen und Bedürfnissen abhängen, da die Menschen unterschiedlich sind. Selbst die völlig Skrupellosen gleichen sich nicht. Einige Menschen – ob sie nun ein Gewissen haben oder nicht – neigen zur Bequemlichkeit, während andere voller Träume und ungezügeltem Ehrgeiz sind. Manche Menschen sind brillant und begabt, andere sind einfältig, und die meisten liegen irgendwo dazwischen, haben sie nun ein Gewissen oder nicht. Es gibt gewalttätige und friedfertige Menschen, blutrünstige Individuen und andere, die keine solchen Gelüste haben. ...
Falls Sie nicht aufgehalten werden, können Sie buchstäblich alles tun.
Wenn Sie zur passenden Zeit geboren werden, Zugang zu einem Familienvermögen haben und besonders begabt dafür sind, den Hass und das Gefühl der Benachteiligung Ihrer Mitmenschen zu schüren, können Sie es erreichen, eine große Zahl argloser Menschen ins Jenseits zu befördern. Mit genug Geld können Sie das aus der Ferne arrangieren, sich in Sicherheit wiegen und zufrieden Ihr Werk betrachten. ...
Verrückt und beängstigend – und real, bei etwa vier Prozent der Bevölkerung...
Magersucht tritt bei etwa 3,4 Prozent der Bevölkerung auf, was als fast epidemisch betrachtet wird, und doch ist dieser Wert niedriger als die Verbreitung der antisozialen Persönlichkeitsstörungen. Die schweren Störungen, die man als Schizophrenie klassifiziert, treten nur bei etwa einem Prozent der Bevölkerung auf – das ist lediglich ein Viertel der Verbreitung der antisozialen Persönlichkeitsstörung. Die Gesundheitsbehörden („Centers for Disease Control and Prevention“) geben an, dass Darmkrebs in den USA bei 40 von 100.000 Personen auftritt, was als „alarmierend hoch“ eingestuft wird – und doch nur ein Hundertstel der Verbreitung der antisozialen Persönlichkeitsstörung ausmacht...
Die große Verbreitung der Soziopathie in der menschlichen Gesellschaft hat gravierende Auswirkungen auf uns andere, die wir auch auf diesem Planeten leben müssen, und zwar auch auf jene, die nicht traumatisiert worden sind. Die Individuen, aus denen diese vier Prozent bestehen, plündern unsere Beziehungen, Bankkonten und unser Selbstwertgefühl aus und stören unseren Frieden auf Erden. Und doch wissen die meisten Menschen erstaunlicherweise nichts über diese Persönlichkeitsstörung, und wenn doch, denken sie nur an gewalttätige Psychopathen, an Mörder, Serienkiller oder Massenmörder, an Individuen, die immer wieder auf spektakuläre Weise das Gesetz gebrochen haben und die, falls sie gefasst werden, durch unsere Strafjustiz eingesperrt oder gar zu Tode gebracht werden.
Für gewöhnlich sind wir uns der viel größeren Anzahl nicht-gewalttätiger Soziopathen unter uns nicht bewusst, und normalerweise erkennen wir sie nicht – Menschen, die nicht in eklatanter Weise die Gesetze brechen und vor denen unser Rechtssystem kaum einen Schutz bietet.
Die meisten Menschen würden keinen Zusammenhang erkennen zwischen der Planung eines Völkermordes und zum Beispiel dem schamlosen Anschwärzen eines Kollegen bei dessen Chef. Aber der psychologische Zusammenhang existiert nicht nur, er ist beklemmend. Die Verbindung besteht schlicht und ergreifend darin, dass der innere Mechanismus fehlt, der uns – emotional gesprochen – in die Zange nimmt, wann immer wir eine Entscheidung treffen, die wir als unmoralisch, unanständig, verantwortungslos oder egoistisch ansehen. Die meisten von uns werden einen Anflug von Schuld verspüren, wenn wir das letzte Stück Kuchen in der Küche nehmen – ganz zu schweigen von dem, was wir fühlen würden, wenn wir vorsätzlich und systematisch den Plan fassen würden, einen anderen Menschen zu verletzen.
Diejenigen, die kein Gewissen haben, sind eine Gruppe für sich, seien sie nun mörderische Tyrannen oder lediglich rücksichtslose Sozialschmarotzer.
Das Vorhandensein oder Fehlen des Gewissens ist eine tiefe Kluft, die die Menschheit spaltet, wohl signifikanter als Intelligenz, Rasse oder sogar das Geschlecht.
Was einen Soziopathen, der von der Arbeit anderer lebt, von einem unterscheidet, der bei Gelegenheit einen Supermarkt ausraubt oder ein Gangsterboss ist – oder was der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Rowdy und einem soziopathischen Mörder ausmacht – ist nicht mehr als gesellschaftliches Ansehen, Zielstrebigkeit, Intelligenz, Mordlust oder schlichtweg die passende Gelegenheit. Was alle diese Individuen von uns anderen unterscheidet, ist das gähnende Loch an der Stelle ihrer Seele, wo sich eigentlich die am höchsten entwickelte menschliche Qua
lität befinden sollte. 2

Leider war das Buch von Dr. Stout damals noch nicht erschienen. Allerdings hatten wir die Bücher von Robert Hare, Hervey Cleckley, Guggenbuhl-Craig und auch anderer Autoren zur Verfügung. Doch darin näherten sich die Autoren der möglicherweise riesigen Anzahl von Psychopathen, die unter uns Leben, nur an. Diese Psychopathen werden niemals dabei erwischt, wie sie Gesetze brechen, sie morden nicht – und wenn, werden sie nicht gefasst – und sie schädigen unsäglich das Leben von Familien, Bekannten und auch von Fremden.

Die meisten Experten für psychische Krankheiten arbeiteten lange Zeit hindurch mit der Prämisse, dass Psychopathen aus verarmten Verhältnissen stammen und die eine oder andere Art von Missbrauch in ihrer Kindheit erleiden mussten. Es wäre also ein Leichtes, sie auszumachen, zumindest würden sie sich nicht innerhalb der anerkannten Gesellschaft bewegen, außer als Eindringling. Diese Vorstellung wurde in letzter Zeit einer gründlichen Neudefinition unterzogen. Wie Lobaczewski in seinem Buch aufzeigt, besteht doch einige Verwirrung bei den Begriffen Psychopathie, Soziopathie und dissoziale Persönlichkeitsstörung. Wie Robert Hare schreibt, es gibt viele Psychopathen, die auch asozial sind, doch weit mehr von ihnen würden niemals als asozial oder Soziopathen bezeichnet werden! In anderen Worten – sie können Ärzte, Rechtsanwälte, Richter, Polizisten, Abgeordnete oder Aufsichtsratsvorsitzende sein. Sie rauben von den Armen und geben den Reichen. Ja sogar Präsidenten können sie sein.

In einer jüngeren Publikation wird angedeutet, das Psychopathie in unserer Gesellschaft weit häufiger anzutreffen ist als bislang angenommen:

Psychopathie, wie sie ursprünglich von Cleckley (1941) benannt wurde, ist nicht auf illegale Aktivitäten beschränkt, sondern umfasst vielmehr solche Persönlichkeitsmerkmale wie Manipulationsgabe, Unaufrichtigkeit, Egozentrik und das Fehlen von Schuldgefühlen – Merkmale, die bei Kriminellen genauso wie bei Ehepartnern, Eltern, Vorgesetzten, Rechtsanwälten, Politikern und Geschäftsführern anzutreffen sind, um nur einige zu nennen (Bursten 1973; Stewart 1991). Unsere eigenen Untersuchungen über die Verbreitung von Psychopathie in der Studentenschaft einer Universität haben ergeben, dass ungefähr 5% (oder etwas mehr) der Testpersonen als Psychopathen angesehen werden können, wobei die große Mehrheit davon männlich ist. (1 von 10 Männern, 1 von 100 Frauen)

Psychopathie kann so charakterisiert werden... eine erhebliche Tendenz zu sowohl Dominanz als auch Kälte. Wiggins (1995) fasste mehrere frühere Ergebnisse zusammen... Seine Ergebnisse zeigen, dass solche Menschen zu Zorn und Ärger neigen und offen dafür sind, andere Menschen auszunutzen. Sie sind arrogant, manipulativ, zynisch, exhibitionistisch, auf Sinnesempfindungen aus, skrupellos, rachsüchtig und auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Hinsichtlich ihrer sozialen Verhaltensmuster (Foa & Foa 1974), beschreiben sie sich als liebend und standesbewusst und sehen sich als höchst wertvoll und wichtig an, doch sie messen anderen keine Liebe und keinen Rang bei, sehen andere als wertlos und unbedeutend an. Diese Charakteristik stimmt klar mit dem Kern der Psychopathie überein, wie sie allgemein bezeichnet wird.

Die nun vorliegende Untersuchung versucht in Bezug auf den Aufbau der Psychopathie in nicht juristischer Weise auf einige grundlegende Fragen Antworten anzubieten... Um dies umsetzen zu können, haben wir Cleckley’s (1941) ursprünglichen Schwerpunkt bei der Psychopathie herangezogen, der besagt, dass Psychopathie nicht nur unter Kriminellen ein Persönlichkeitsbild ist, sondern auch unter erfolgreichen Mitgliedern innerhalb der Gesellschaft.

Unsere Ergebnisse zeigen deutlich, dass:
(a) das Ausmaß der Psychopathie an einem Psychopathie - Prototypen gemessen werden kann, der eine Kombination von dominanten und gefühlskalten zwischenmenschlichen Eigenschaften aufweist.
(b) Psychopathie in unserer Gesellschaft vorhanden ist, und zwar häufiger als angenommen.
(c) Psychopathie offenbar nur geringe Überschneidungen mit Persönlichkeitsstörungen, abgesehen von dissozialen Persönlichkeitsstörungen, aufweist...

Viel Arbeit ist eindeutig noch im Verständnis nötig, welche Faktoren den gesetzestreuen (obwohl vielleicht nicht der Moral folgend) Psychopathen vom gesetzesbrechenden Psychopathen unterscheiden; solch eine Untersuchung muss sich aus Gründen der Praktikabilität zweifellos an nicht juristische Stichproben halten, wie es in
der Vergangenheit üblich war. 3

Lobaczewski zeigt auf, dass es verschiedene Typen von Psychopaten gibt. Ein Typ ist der tödlichste von allen: Der essentielle Psychopath. Lobaczewski gibt uns keine Checkliste, sondern er durchleuchtet das Innere des Psychopathen. Seine Beschreibungen passen sehr genau auf die Merkmale, die in obigem Dokument aufgezählt werden.

Martha Stout bespricht auch die Tatsache, dass Psychopathen, wie jeder andere Mensch auch, mit unterschiedlichen, grundlegenden Vorlieben, Abneigungen und Sehnsüchten geboren werden, weshalb manche Psychopathen Ärzte oder Präsidenten werden und andere zu kleinen Dieben oder Vergewaltigern.

„Liebenswürdig, charmant, intelligent, aufmerksam, imponierend, vertrauenserweckend und großen Erfolg bei Frauen habend.“ So beschreibt Hervey Cleckley in The Mask of Sanity die meisten seiner Testpersonen. Offenbar besitzen Psychopathen trotz ihrer bewiesenermaßen „unverantwortlichen und „selbstzerstörerischen“ Handlungen jene Charakterzüge im Überfluss, die den meisten normalen Menschen erstrebenswert erscheinen. Diese glatte Selbstsicherheit fungiert für normale Menschen, die oft Bücher über Selbsthilfe lesen oder einen Berater zuziehen müssen, damit sie mit ihrer Umgebung problemlos kommunizieren können, wie ein nahezu übernatürlicher Magnet. Im Gegensatz dazu hat der Psychopath niemals Neurosen, keine Selbstzweifel und keine Angst – er ist so, wie „gewöhnliche“ Menschen sein wollen. Darüber hinaus, auch wenn diese Psychopathen nicht so attraktiv sind, ziehen sie die Damenwelt an.

Cleckley’s wegweisende Hypothese besagt, dass der Psychopath unter einem schwerwiegenden und unheilbaren emotionalen Defizit leidet. Wenn er überhaupt etwas fühlt, dann nur Gefühle der oberflächlichsten Art. Er kann was immer er will tun, aufgrund jeder Laune, die ihm einfällt, da die Konsequenzen, die jeden normalen Menschen beschämen und peinlich berühren und die Selbstachtung verlieren lassen würden, den Psychopathen einfach nicht betreffen. Was für andere ein Desaster oder Horror ist, ist für ihn nur eine vorübergehende Unannehmlichkeit.

Cleckley stellt die Behauptung auf, dass Psychopathie in unserer Gesellschaft normal und weit verbreitet ist. Die Fälle von Psychopathie, die er untersuchte, beinhalteten Menschen, die ganz normal in der Gesellschaft funktionierten – Ärzte, Geschäftsleute und sogar Psychiater. Heutzutage betrachten manche der eher scharfsinnigen Forscher die kriminelle Psychopathie – die oft auch als dissoziale Persönlichkeitsstörung bezeichnet wird – als ein Extrem eines bestimmten Persönlichkeitstypus. Ich denke es ist hilfreicher, kriminelle Psychopathen als „erfolglose Psychopathen“ zu bezeichnen.

Einer der Forscher, Alan Harrington, geht sogar so weit, einen Psychopathen als den neuen Menschen zu bezeichnen, der durch den immer stärker werdenden Druck des modernen Lebens entsteht.

Sicherlich gab es immer schon Gauner und Ganoven, doch in der Vergangenheit beschäftigte man sich eher mit dem Aufspüren von sozial unfähigen Menschen, als mit der Thematik der Psychopathie. Unglücklicherweise hat sich all das verändert. Wir müssen uns heute vor dem super-gerissenen Gauner in Acht nehmen, der weiß, was er tut – und dies so gut macht, dass es niemand bemerkt. Ja, Psychopathen lieben die Geschäftswelt.

Von anderen Menschen unbeteiligt blickt er gelassen in ihre Sehnsüchte und Ängste und lenkt sie nach seinen Wünschen. Solch ein Mensch kann letztendlich nicht zu einem Leben voll von Schwierigkeiten und Dummheiten verdammt sein, das schmählich im Gefängnis endet. Anstatt zu morden, könnte solch ein Mensch ein Raubunternehmen gründen, das Firmen umbringt, wo er die Menschen hinauswirft, anstatt sie zu töten, wo er ihre Funktionalität zerhackt, anstatt ihre Körper.

Die Konsequenzen aus Businessverbrechen für den Durchschnittbürger sind niederschmetternd. Wie der Kriminologe Georgette Bennet sagt, „Sie machen ca. 30% der aktenkundigen Fälle in US-Amerikanischen Bezirkgerichten aus – mehr als irgendeine andere Art von Verbrechen. Einbrüche, Überfälle und andere Vermögensdelikte, einschließlich der Straßenverbrechen machen ca. 4 Milliarden Dollar Schaden pro Jahr aus. Die scheinbar aufrechten Bürger in den Besprechungszimmern unserer Firmen und die niedrigen Angestellten im Einzelhandel prellen uns jährlich um 40 bis 200 Milliarden Dollar.“

Besorgniserregend ist hier die Tatsache, dass die Verkleidung für diese neu maskierte Vernunft eines Psychopathen mit einem dreiteiligen Anzug vergleichbar ist, und nicht mit einer Strumpfmaske und einem Gewehr. Wie Harrington sagt: „Psychopaten sind auch in respektablen Kreisen anzutreffen, wir nehmen nicht mehr an, dass sie Verlierer sind.“ Er zitiert William Krasner: „Sie – die Psychopathen und Halb-Psychopathen – sind ausgezeichnete skrupellose Verkäufer, da sie solch ein Vergnügen verspüren, „den Menschen etwas anzudrehen“ und damit davonzukommen. Sie haben kaum Schuldgefühle, weil sie ihre Kunden betrügen.“ Unsere Gesellschaft wird rasend immer materieller, Erfolg um jeden Preis ist das Credo vieler Geschäftsleute. Der typische Psychopath hat in einer solchen Umgebung Erfolg
und wird als „Businessheld“ angesehen.4

Das Studium der „ambulanten“ Psychopathen – der „durchschnittlichen Psychopathen“ – hat jedoch noch nicht wirklich begonnen. Über kleinkriminelle Psychopathie ist nur sehr wenig bekannt. Manche Forscher haben ernsthaft damit begonnen es als wichtig zu erachten, das Studium der Psychopathie nicht als pathologische Klassifizierung zu betrachten, sondern als allgemeines Persönlichkeitsmerkmal, das in der gesamten Gesellschaft auftritt. Anders gesagt wird Psychopathie als Merkmal eines mehr oder weniger unterschiedlichen Typus des Menschen anerkannt.

Im Grunde genommen schlägt Hervey Cleckley vor, den Psychopathen als Menschen in jeder Beziehung zu betrachten – nur ohne Seele. Dieser Mangel an „Seelenqualität“ macht den Psychopathen zu einer sehr effektiven „Maschine“. Er kann wissenschaftliche Aufsätze schreiben und mit seinen Worten Emotionen imitieren, doch mit der Zeit stellt sich heraus, dass seine Worte nicht mit seinen Handlungen übereinstimmen. Es ist die Art von Mensch, die behaupten, vor Kummer am Boden zerstört zu sein und dann im nächsten Augenblick auf eine Party gehen, um „zu vergessen“. Das Problem dabei ist: Sie vergessen wirklich.

Da sie sehr effiziente Maschinen - wie Computer - sind, sind sie fähig, jede komplizierte Routine auszuführen, die so gestaltet ist, von anderen Unterstützung für ihre Wünsche zu erreichen. Auf diese Weise sind viele Psychopathen in der Lage, in ihrem Leben sehr einflussreiche Positionen zu besetzen. Erst im Laufe der Zeit werden ihre Mitmenschen darüber bewusst, dass sie deshalb die Erfolgsleiter erklimmen konnten, weil sie die Rechte anderer verletzt haben. „Auch wenn sie den Rechten ihrer Mitmenschen gegenüber gleichgültig sind, so sind sie doch in der Lage ein Gefühl des Vertrauens und der Zuversicht zu vermitteln.“

Der Psychopath erkennt in seiner Psyche keinen Mangel und sieht keine Notwendigkeit, etwas zu verändern. Andrew Lobaczewski schreibt das Problem des Psychopathen und seiner äußerst bedeutsamen Beteiligung am makrosozialen Bösen seiner Fähigkeit zu, als graue Eminenz hinter unserer Gesellschaftsstruktur zu stehen. Dabei ist es von großer Wichtigkeit sich daran zu erinnern, dass dieser Einfluss von einem relativ kleinen Teil der Menschheit ausgeht. Die anderen 90 Prozent der Menschen sind keine Psychopathen.

Doch diese 90 Prozent normale Menschen wissen, dass etwas nicht richtig ist! Sie können es jedoch nicht festmachen, können nicht mit dem Finger darauf zeigen; und weil sie das nicht können, tendieren sie zu denken, dass sie nichts dagegen unternehmen können, oder dass es vielleicht Gott ist, der die Menschen bestraft.

Was geschieht, wenn 90 Prozent der Menschen in einen bestimmten Zustand verfallen, beschreibt Lobaczewski in diesem Buch. Der Psychopath schlägt wie ein ansteckender Virus auf diese Schwäche ein und die gesamte Gesellschaft verfällt in einen Zustand, der immer und unvermeidbar zu Schrecken und Tragödien auf breiter Basis führt.

Der Film Matrix berührte einen wunden Punkt der Gesellschaft, denn darin wird beispielhaft die mechanische Falle dargestellt, mit der das Leben sehr vieler Menschen verwoben ist, aus der sie sich nicht befreien können, da sie glauben, dass jeder, der „menschlich aussieht“ genauso wie sie selbst ist – emotional, spirituell und anderweitig.

Nehmen wir ein Beispiel, wie Psychopathen direkt die Gesellschaft als Ganzes beeinflussen können: Der „Rechtsstreit“, wie Robert Canup in seiner Arbeit über den sozial angepassten Psychopathen ausführt. Der Rechtsstreit wird als eine der Grundlagen unserer Gesellschaft angesehen. Wir sind der Meinung, dass Streitigkeiten, die über das Gesetz gefochten werden, ein gut entwickeltes Rechtssystem ausmachen. Das ist ein sehr abgefeimter Trick, der den normalen Menschen von Psychopathen aufgehalst wurde, damit sie ihre Vorteile besser ausspielen können. Denken Sie einen Augenblick darüber nach: Legale Streitigkeiten gereichen sehr gut dazu, dem Geschicktesten, demjenigen, der das System am Besten dazu nutzen kann, eine Gruppe von Menschen von etwas zu überzeugen, Glauben zu schenken. Da dieses System des „legalen Streits“ langsam als Teil unserer Kultur installiert wurde, beachten wir es üblicherweise kaum, bis es in unser persönliches Leben eindringt. Und so funktioniert es.

Die Menschen haben sich daran gewöhnt anzunehmen, dass die anderen Menschen sich - zumindest – bemühen, „es recht zu machen“, „gut“, fair und ehrlich zu sein. Und deshalb nehmen wir uns häufig nicht die Zeit, mit angemessener Sorgfalt zu bestimmen, ob eine Person, die in unser Leben eintritt, auch wirklich ein „guter Mensch“ ist. Wenn ein Konflikt entsteht, nehmen wir automatisch an, dass im Weg des Rechtsstreits bei jedem Konflikt die eine Seite auf eine Weise zur Hälfte Recht hat und die andere Seite ebenfalls zur Hälfte Recht hat, auf andere Weise. Und dass wir deshalb Meinungen bilden können, welche der beiden Seiten somit hauptsächlich richtig und welche falsch liegt. Da wir den Normen des „Rechtsstreits“ ausgesetzt sind, denken wir automatisch, wenn Streitigkeiten aufkommen, dass die Wahrheit zwischen zwei Extremen liegt. In diesem Fall kann die Anwendung von ein wenig mathematischer Logik auf das Problem des Rechtsstreits sehr hilfreich sein.

Nehmen wir an, dass in einem Streit eine Seite unschuldig ist, ehrlich, und dass sie die Wahrheit sagt. Es ist offensichtlich, dass eine Lüge einem unschuldigen Menschen keinen Vorteil bringt. Worin sollte er denn lügen? Wenn er unschuldig ist, ist die einzige Lüge, die er erzählen kann, fälschlicherweise zuzugeben, dass er es war! Doch für den Lügner ist die Lüge nur von Vorteil. Er kann angeben, dass er es nicht war und den anderen beschuldigen, während der unschuldige weiterhin behauptet, dass er es nicht war und dabei die Wahrheit sagt.

Wenn die Wahrheit von guten Lügnern verdreht wird, kann sie immer einen unschuldigen Menschen schlecht aussehen lassen, besonders dann, wenn der Unschuldige ehrlich ist und seine Fehler zugibt.

Die grundlegende Vermutung, dass die Wahrheit zwischen den Aussagen der beiden Seiten liegt, verschafft immer der lügenden Seite einen Vorteil und der wahrheitsgetreuen Seite einen Nachteil. Dieser Vorteil geht meistens auch mit einer Verdrehung der Wahrheit selbst Hand in Hand und verstärkt so den Nachteil des Unschuldigen, was dazu führt, dass der Vorteil immer in den Händen von Lügnern liegt – von Psychopathen. Sogar der simple Akt eine Aussage unter Eid ist eine sinnlose Farce. Wenn jemand ein Lügner ist, dann hat ein Eid auf ihn keine Wirkung. Ein Eid wirkt jedoch auf einen seriösen, wahrheitsgetreuen Menschen sehr stark. Und wiederum liegt der Vorteil auf der Seite des Lügners.

Es wurde oft bemerkt, dass Psychopathen einen ausgeprägten Vorteil gegenüber Menschen mit Gewissen und Gefühlen haben, da Psychopathen kein Gewissen und keine Gefühle besitzen. Es scheint so zu sein, dass Gewissen und Gefühle mit den abstrakten Konzepten von „Zukunft“ und „die Anderen“ zusammenhängen. Es ist „raum-zeitlich“. Wir sind in der Lage Angst, Sympathie, Empathie, Traurigkeit und so fort zu fühlen, weil wir uns auf abstrakte Weise vorstellen können, dass die Zukunft auf unseren eigenen Erfahrungen in der Vergangenheit beruht, oder einfach nur, dass wir „Konzepte von Erfahrungen“ in unzähligen Variationen haben. Wir können „uns selbst“ in den anderen Menschen „sehen“, obwohl sie „da draußen“ sind – und das erzeugt in uns Gefühle. Wir können nicht einfach jemanden verletzen, weil wir uns vorstellen können wie es wäre, wenn dasselbe uns angetan werden würde und wie es sich anfühlen würde. Wir können uns – sozusagen - also nicht nur räumlich mit anderen identifizieren, sondern auch zeitlich – in der Zeit.

Psychopathen verfügen offenbar nicht über diese Fähigkeit.

Sie sind unfähig sich „vorzustellen“ wie es wäre, sich wirklich mit Bildern zu verbinden, auf direkte Weise; ein „Selbst, das sich mit einem anderen Selbst verbindet.“

Natürlich können Psychopathen Gefühle vortäuschen, doch das einzig reale Gefühl, das sie offenbar haben – ihr Antrieb, die unterschiedlichen Dramen für ihr Ziel auszuagieren – ist eine Art „räuberischer Hunger“ nach ihren Wünschen. Sie fühlen sozusagen Bedürfnisse/Wünsche als Liebe, und wenn sie ihre Bedürfnisse/Wünsche nicht erfüllt bekommen, beschreiben sie es mit „nicht geliebt werden.“ Mehr noch, diese „Bedürfnis/Wunsch“ Sichtweise postuliert, das nur der „Hunger“ des Psychopathen Gültigkeit besitzt und Alles und Jedes „da draußen“, außerhalb des Psychopathen, nicht real ist, außer es könnte möglicherweise vom Psychopathen als eine Art „Nahrung“ assimiliert werden. „Kann ich es brauchen oder bringt es mir etwas?“ Das ist die einzige Frage, die den Psychopathen beschäftigt. Alles andere – alle Handlungen – fließen in diesem Antrieb zusammen.

Kurzum – der Psychopath ist ein Räuber. Wenn wir daran denken, wie die Räuber im Tierreich mit ihrem Opfern umgehen, können wir uns vorstellen, was hinter dieser „Maske der Vernunft“ des Psychopathen steht. So wie ein Raubtier alle möglichen Varianten des Anschleichens beherrscht, um seinem Opfer nachzustellen, es aus der Herde zu locken, ihm Nahe zu kommen und seinen Widerstand zu brechen, so konstruiert der Psychopath alle Arten von durchdachten Tarnungen aus Worten und Formen – Lügen und Manipulation – um sein Opfer zu „assimilieren“.

Das bringt uns zu einer interessanten Frage: Was erhält der Psychopath wirklich von seinem Opfer? Man kann leicht erkennen wonach sie aus sind, wenn sie lügen und manipulieren um mehr Geld oder materielle Güter oder Macht zu erlangen. Doch in vielen Fällen, wie zum Beispiel in Beziehungen oder falschen Freundschaften, ist es sehr schwierig zu erkennen, wonach der Psychopath aus ist. Ohne spirituelle Spekulationen zu weit zu strapazieren – ein Problem, mit dem auch Cleckley konfrontiert war – können wir feststellen, dass es dem Psychopathen offenbar Freude bereitet, andere Leiden zu sehen. So wie ein normaler Mensch sich daran erfreut, wenn sich andere Menschen freuen oder anderen Menschen ein Lächeln zu bereiten, erfreut sich der Psychopath an genau dem Gegenteil.

Jeder der jemals beobachtet hat, wie eine Katze mit einer Maus spielt, bevor sie diese tötet und frisst, hat sich wahrscheinlich die Situation so erklärt, dass die Katze von den Sprüngen der Maus „unterhalten“ ist und den Schrecken und den Schmerz, den die Maus erleidet, nicht begreifen kann. Die Katze ist deshalb frei von jeglicher böser Absicht. Die Maus stirbt, die Katz ist satt – das ist die Natur. Psychopathen fressen im Allgemeinen ihre Opfer nicht.

Und doch wird in extremen Fällen von Psychopathie genau diese Katz’ und Maus Dynamik ausgespielt. Kannibalismus hat eine lange Geschichte, wobei vermutet wurde, dass bestimmte Kräfte des Opfers aufgenommen werden konnten, wenn bestimmte Körperteile gegessen wurden. Im gewöhnlichen Leben jedoch gehen Psychopathen nicht so weit – sozusagen. Deshalb müssen wir das Katz’ und Maus – Spiel nochmals aus einer anderen Perspektive betrachten. Jetzt stellen wir folgende Frage: Ist es zu vereinfachend wenn wir annehmen, dass die unschuldige Katze von der herumrennenden Maus, die panisch versucht zu entkommen, nur unterhalten wird? Liegt in dieser Dynamik mehr als das bloße Auge erkennen kann? Ist es mehr als eine reine „Unterhaltung“ der Katze durch die Versuche der Maus zu fliehen? Warum sollte schlussendlich solch ein Verhalten evolutionär in der Katze verankert sein? Schmeckt die Maus besser, wenn die Chemikalien der Angst ihren kleinen Körper überfluten? Ist eine vor Angst erstarte Maus ein Feinschmeckermahl?

Wir sollten also unsere Überlegungen über Psychopathen aus einer ein wenig anderen Perspektive anstellen. Wir wissen zumindest eine Sache: Viele Menschen, die mit Psychopaten und Narzissmus zu tun hatten, berichten, dass sie sich danach „ausgelaugt“ und verwirrt gefühlt hatten. Oft war dies mit einer nachfolgenden Krankheit verbunden. Bedeutet das, dass bei dieser Dynamik, als Beantwortung der Frage, warum Psychopathen häufig „Liebesbeziehungen“ und „Freundschaften“ eingehen, die angeblich keinen beobachtbaren materiellen Vorteil für sie haben, Psychopathen in Wirklichkeit die Energie des Anderen konsumieren?

Wir kennen die Antwort auf diese Frage nicht. Wir beobachten, wir theoretisieren, spekulieren und stellen Hypothesen auf. Doch letztendlich kann nur das jeweilige Opfer bestimmen, was es bei einer solchen Dynamik verloren hat – und das ist oft weit mehr als nur materielles Gut. Auf einen Weise scheint es, dass Psychopathen Seelenfresser sind – Psychophagen.

In den letzten paar Jahren beginnen immer mehr Psychologen, Psychiater und andere mit dem geistigen Wohl der Menschen befasste Berufsgruppen diese Sache in einem neuen Licht zu betrachten. Dies zumeist als Reaktion auf die Fragen über den Zustand unserer Welt und die Möglichkeit, dass es einen beträchtlichen Unterschied zwischen solchen Menschen wie George W. Bush und vielen der sogenannten Neokonservativen und dem Rest von uns gibt.

Das Buch von Dr. Stout beinhaltet eine der längsten Erklärungen, warum keine ihrer Testpersonen mit aktuell aktiven Personen vergleichbar ist, die ich je gelesen habe. Und dann beschreibt sie in einem Kapitel zu Beginn des Buches einen „aus mehreren Fällen zusammengesetzten Fall“, wo die untersuchte Person in ihrer Kindheit Frösche explodieren ließ, indem sie ihnen Feuerwerkskörper einführte. Es ist allgemein bekannt, dass George W. Bush so etwas getan hat. Die untersuchte Person absolvierte das College mit einem durchschnittlichen Befriedigend – so wie Bush in Yale – das wirft natürlich Fragen auf...

Jedenfalls realisierten wir, als wir diese Materie studierten, auch ohne die Arbeit von Dr. Stout, dass unsere Ergebnisse für jedermann äußerst wichtig sind, denn sobald wir die Fakten zusammengesammelt hatten, erkannten wir die Hinweise, die Profile, die uns darauf hinwiesen, dass das Thema jeden Menschen betrifft, früher oder später, stärker oder schwächer. Wir begannen auch zu realisieren, dass die Profile, die sich aus unserer Arbeit ergaben, sehr genau viele Menschen beschrieben, die hochrangige Machtpositionen anstrebten, ganz besonders in der Politik und der Geschäftswelt. Das ist nun wirklich nicht überraschend, doch es ist uns – ehrlich – solange nicht aufgefallen, bis wir die Verhaltensmuster sahen und diese in der Verhaltensweise vieler historischer Persönlichkeiten wieder erkannten – auch bei George W. Bush und Mitgliedern seiner Regierung.

Aktuelle Statistiken zeigen, dass es mehr psychisch kranke Menschen gibt als Gesunde. Wenn man einen Querschnitt von Menschen in jedem beliebigen Bereich heranzieht, findet man höchstwahrscheinlich bei einer erheblichen Anzahl pathologische Symptome unterschiedlicher Ausprägung. Die Politik ist da keine Ausnahme. Sie zieht durch ihre Natur der Sache mehr pathologische „Herrschaftsmenschen“ an als andere Bereiche. Das ist nur logisch, und uns wurde klar, dass es nicht nur logisch ist, sondern vor allem erschreckend wahr. Es ist deshalb erschreckend, weil Pathologie bei Menschen in Machtpositionen verhängnisvolle Auswirkungen auf alle Menschen haben kann, die unter der Kontrolle solch pathologischer Individuen leben. Also beschlossen wir, dieses Thema im Internet bekannt zu machen.

Sobald unsere Ergebnisse veröffentlicht waren, erhielten wir Berge von Briefen, in denen uns die Leute dankten, weil wir den Dingen einen Namen gegeben haben, die ihnen widerfahren sind und wir ihnen helfen konnten zu verstehen, was da in der Welt vor sich geht, die scheinbar völlig verrückt geworden ist. Wir bekamen den Eindruck, dass hier eine Epidemie wütet. Und auf eine Weise hatten wir Recht. Wenn jemand mit einer ansteckenden Krankheit in einem Beruf arbeitet, in dem er mit vielen Menschen zu tun hat, dann entsteht eine Epidemie. Dasselbe gilt hier. Wenn ein Mensch in einer politischen Machtposition ein Psychopath ist, kann er oder sie eine psychopathologische Epidemie ins Rollen bringen – auch bei Menschen, die ansonsten nicht psychopathisch sind. Unsere Schlussfolgerungen zu diesem Thema erhielten bald eine Bestätigung von unerwarteter Seite: Andrew Lobaczewski, der Autor des Buches, das Sie gerade in den Händen halten. Ich erhielt folgende Email:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe ihr Forschungsprojekt über Psychopathie vor mir, hier auf meinem Computer. Ihre Arbeit ist für die Zukunft der Nationen von höchster Bedeutung und äußerst wertvoll...

Ich bin ein sehr betagter klinischer Psychologe. Vor vierzig Jahren habe ich an einem geheimen Forschungsprojekt über die wahre Natur und die Psychopathologie des makrosozialen Phänomens genannt „Kommunismus“ teilgenommen. Die anderen Forscher waren Wissenschafter der vorigen Generation, die alle bereits gestorben sind.

Die tiefgehende Studie der Natur der Psychopathie, die einen wesentlichen und inspirierenden Beitrag in diesem makrosozialen psychopathologischen Phänomen geleistet hat und die sich von anderen mentalen Anomalien unterscheidet, schien die nötige Vorbereitung zu sein, die gesamte Natur des Phänomens verstehen zu können.

Ein großer Teil der Arbeit, die Sie hier leisten, wurde damals getan... Ich kann Ihnen ein höchst wertvolles wissenschaftliches Dokument anbieten, das für ihre Zwecke sehr nützlich sein wird. Mein Buch „Politische Ponerologie - Die Wissenschaft vom Bösen und seiner Anwendung für politische Zwecke.“ Sie finden eine Kopie dieses Buches in der Bibliothek des Kongresses, in manchen Universitäten und öffentlichen Bibliotheken in den USA.

Wenn Sie so nett wären mich zu kontaktieren, damit ich Ihnen eine Kopie zusenden kann.

Mit sehr freundlichen Grüßen

Andrew M. Lobaczewski

Ich schrieb sofort zurück. Ja, natürlich wollte ich sein Buch lesen. Ein paar Wochen später hatte ich das Manuskript in meinem Posteingang.

Während ich las wurde mir klar, dass das Buch die Chronik eines Abstieg in die Hölle, der Transformation und der triumphalen Rückkehr mit dem Wissen um diese Hölle war. Es war unbezahlbar wertvoll für uns, besonders in diesen Tagen, in dieser Zeit, wo es offenkundig scheint, dass eine ähnliche Hölle den Planeten umhüllt. Die Risiken, die diese Gruppe von Wissenschaftern, die die Forschungen durchführten, auf denen das Buch beruht, auf sich genommen hatten, sind für die meisten von uns fernab jeglichen Fassungsvermögens.

Viele von Ihnen waren jung, hatten gerade ihre Karriere begonnen, als die Nazis in Siebenmeilenstiefeln quer durch Europa stapften. Die Forscher überlebten diese Zeit, und als die Nazis von den Kommunisten unter Stalin abgelöst wurden, mussten sie Jahre der Unterdrückung ertragen, die sich diejenigen, die es heutzutage wagen gegen das Bush Reich aufzustehen, nicht einmal vorstellen können.

Doch basierend auf dem Syndrom, das den Beginn der Krankheit beschreibt, ist es anzunehmen, dass die Vereinigten Staaten und vielleicht sogar die ganze Welt, bald in diese „bösen Zeiten“ von solchem Horror und solcher Verzweiflung eintreten werden, dass der Holocaust der 2. Weltkrieges wie ein Probelauf erscheinen wird.

Deshalb, weil sie es erlebt haben, es durchlebt haben und die Informationen für uns erhalten haben, kann dieses Buch sehr leicht unser Leben retten, indem es uns eine Landkarte ist, die uns in der einbrechenden Dunkelheit führen kann.

Laura Knight-Jadczyk

1 Ich habe nie an einer Universität studiert, bin also in diesem Zusammenhang nicht „professionell“
2 Martha Stout – Der Soziopath von nebenan.
3 Salekin, Trobst, Krioukova, “Construct Validity of Psychopathy in a Community Sample: A Nomological Ne
t
  
Approach” aus dem Journal of Personality Disorders, 15(5), (2001), 425-441.
4 Ken Magid und Carole A. McKelvey, “The Psychopaths Favourite Playground: Business Relationships”, HIGH RISK: Children Without a Conscience (Bantam Books, 1987).