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3. März 2008

Die Bertelsmannstiftung

Es lohnt sich diese Stiftung genauer anzusehen. Ebenso die Stiftung "Soziale
Marktwirtschaft" und die "Initiative Soziale Marktwirtschaf" (INSM). Das
sind die Denkfabriken unserer Politiker, finanziert als Gemeinnützige
Stiftungen - eine wirkliche Unglaublichkeit.

Schulrationalisierung und Bertelsmann
http://www.anti-bertelsmann.de/schule/schulrationalisierung.pdf

1. "Bertelsmannisierung"

Als"Bertelsmannisierung" bezeichnen wir die Rationalisierungs- und
Ökonomisierungs-offensive im Schulbereich, die seit 1995 maßgeblich durch
die Bertelsmann-Stiftung in ganz Deutschland vorangetrieben wird. 1Ihr Ziel
ist eine völlig veränderte Verwaltung und Arbeitsorganisation in den
Schulen. Die schulische Finanzverwaltung soll mittels Datensystemen und
Kennziffern dezentral abgewickelt werden (Budgetierung), zusätzlich werden
Qualitätsmanagement, Ziel-Leistungsvereinbarungen zwischen Schulen und
Behör-den sowie Public-Private-Partnerships mit Sponsoren eingeführt.

Offensichtlich ist dieser Rationalisierungsangriff nicht nur ein Vorlauf, um
später Teile des staatlichen Bildungswesens für den Handel mit
Bildungsdienstleistungen zu privatisieren - dafür werden die nötigen
Strukturen geschaffen; nicht nur soll die Offensive dazu dienen, Kosten im
öffentlichen Bereich zu sparen und Mehrarbeit in den Strukturen der
"eigenverantwortlichen Schule" zu erzwingen. Sondern: die "Schule der
Zukunft" läßt sich nicht von einem allgemeinen Paradigmenwechsel in den
Führungs- und Sozialtechniken des Kapitals trennen. So wie das
"Selbstmanagement" einen grundlegenden Wandel in den Sozialtechniken
ausdrückt,2 so ist "Qualität" der dazu passende Kampfbegriff des Kapitals,
um einseitig eine neu definierte Gesellschaftsprogrammierung ideologisch zu
rechtfertigen.3 Inwieweit eine Humanisierung des Umgangs zwischen
Lehrpersonal und Schülerschaft wirklich angestrebt wird, ist jedenfalls
nicht ersichtlich.

Da die Schullandschaft weitgehend durch die soziale Umgebung bestimmt ist,
dürfte die Reichweite von neuen Didaktiken - ausgehend vom
"selbstverantwortlichen und selbstwirksamen" Lernen - begrenzt sein.
Fortschritte im aktuellen schulischen Geschehen hängen nach wie vor von der
Klassengröße und von zusätzlichen sozialpädagogischen und unterstützenden
Maßnahmen aller Art ab. Selbstmanagementkonzepte sowie Standardisierung von
Abschlüssen können zusätzliche Finanzierung nicht ersetzen - so läuft es auf
verschärften Leistungsdruck und Selektion statt Förderung hinaus.

Kommentar Max:

Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit für diesen Link.
http://www.anti-bertelsmann.de/
Das Thema 'Schule' ist nur ein kleiner Teil der
Manipulation. Bertelsmann ist der Motor der
'Hochfinanz' für Gesellschaftsrationalisierung und
neoliberale "Reformpolitik" schlecht hin. Dieser
Thinktank managet die Politik unseres Landes.

Entwicklung der Bertelsmann AG
* 1824 Druckerei
* 1834 Verlag religiöser Literatur
* 1933 völkische Literatur,
* 1934 Frontliteratur: verdreißigfachter Gewinn
* 1950 wieder religiöse Literatur
* 4700 Beschäftigte
* 1960 International operierender Konzern, über
Franco-Spanien nach Lateinamerika expandiert,
fragwürdige Verkaufsmethoden und Buchclubs.
* 1980 2,7 Milliarden Umsatz
* 1998 Random House NY Übernahme
* 2007 20 Milliarden Umsatz 6-größter
Medienkonzern weltweit 2,4 Milliarden Gewinn

Nächste Ziele: Osteuropa, China
* 270 Tochterunternehmen
* Eines hiervon: Arvato: EDV, Datensammlung,
Zahlungssysteme, Logistik
* Würzburg städtische Verwaltung
* England Region East Riding sämtliche Daten und
Dienste
* nächstes Ziel Bundeswehr

Bertelsmann Stiftung gegründet, um Erbstreit und
Steuern zu vermeiden.
* Die Stiftung enthält 77% des Aktienkapitals des B.
Konzerns. Familie Mohn behält 2 von 4 Stimmen im
Verwaltungsrat
* Stiftungen sollen gemeinnützig sein, doch die
B.Stiftung ist Türöffner für die Wahrnehmung von
Konzerninteressen.

Themen und Ziele für Bertelsmann:
* Demokratie : Grundgesetz: Art. 14: "Eigentum
verpflichtet".
* Stiftung: "Demokratie ist eine Bedrohung für das
Kapital".
* Führerprinzip, Privateigentum,
* Eigeninitiative, Wettbewerb auf alle
Lebensbereiche übertragen.
* Effizienz, Effektivität, Erfolgsorientierung,
Evidenz, Benchmarking und Ranking (Deutsch kann
Bertelsmann bald gar nicht mehr, so benommen ist
er von seinem Unternehmerrwahn)

Hochschulpolitik:
* Centrum für angewandte Hochschulpolitik CAP,
* selbstfinanziertes Studium nach US-Modell,
Private Unis.
* Sozialpolitik: Statt Harz IV, nur Warmmiete,
Streichung der 347 Euro Unterstützung. Hunger als
Anreiz zur Arbeitsaufnahme.

Umbau der BRD. Die Bertelsmann Stiftung versteht sich
als Reformwerkstatt.
* Schlanker Staat. Der Mensch ist Humankapital.
* Öffentlich-Private Partnerschaften (PPP).
* Befürwortung von Präventionskriegen,
* Deutschland soll über Frankreich und GB Zugriff
auf Atomwaffen bekommen.

Methoden:
1. Mit Führungspersönlichkeiten Netzwerke knüpfen,
unabhängig von deren (politischen Ausrichtung,
z.B.haben sie Kontaktpersonen selbst bei den
Gewerkschaften gefunden.
2. Preisverleihungen und Belobigungen
3. "Agenta setting", das heißt auf Deutsch
"Themen auf das Tablett bringen" z.B. das
demographische Problem der "vergreisende
Gesellschaft",
4. kostenlose Beratung,
5. Pilotprojekte anbieten,
6. Problem lösen, falls nötig Problem schaffen,
z.B. das Gesundheitssystem kaputtsparen, die
gesetzlich Rente schlechtreden, in der Bevölkerung
Angst und Panik verbreiten.
7. Daten sammeln, denn wer mehr weiß als sonst
jemand, wird letztendlich: "kompetent" sein und
am Besten geeignet , über das Land, über Europa
und die Welt die Oberhand zu gewinnen.

Es sind alle aufgerufen zum Widerstand gegen Bertelsmann und deren
neoliberale "Reformpolitik"